Erste lesbische Hochzeit

7. Juni 2010, 14:59
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Knapp drei Wochen nach Einführung der Ehe für Homosexuelle haben sich zwei Frauen in Portugal getraut

Lissabon - Im streng katholischen Land Portugal hat knapp drei Wochen nach Einführung der Homosexuellen-Ehe ein gleichgeschlechtliches Paar geheiratet. Teresa Pires und Helena Paixão gaben sich am Montag in einem Standesamt in Lissabon das Ja-Wort. "Gott sei Dank haben wir es endlich geschafft. Wir sind sehr glücklich", sagten die beiden Frauen, die seit acht Jahren ein Paar sind.

Pires und Paixão haben je eine Tochter, die aus ihren vorigen heterosexuellen Ehen stammen und mit ihnen leben. Die zwei Frauen hatten bereits 2006 versucht, zu heiraten. Damals lehnten die Gerichte ihren Antrag jedoch ab.

Halbherzige Zustimmung des konservativen Staatschefs

Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Portugal erst seit dem 18. Mai möglich. Damals erließ Präsident Aníbal Cavaco Silva das im Februar vom Parlament verabschiedete Gesetz. Medien hatten spekuliert, dass der konservative Cavaco Silva wegen der Proteste der Kirche und der konservativen Parteien sein Veto einlegen würde. Der Staatschef unterschrieb das Gesetz zwar, machte jedoch auch keinen Hehl daraus, dass er der zivilen Trauung von Schwulen und Lesben nur halbherzig zugestimmt habe.

Bis 1992 war Homosexualität in Portugal strafbar. GegnerInnen der Ehe für Homosexuelle hatten eine Volksabstimmung über das neue Gesetz gefordert und dafür rund 90.000 Unterschriften gesammelt. Papst Benedikt XVI. prangerte erst kürzlich bei seinem Besuch in Portugal die Homosexuellen-Ehe an. Homosexuellen-Verbände wollen nun erreichen, dass gleichgeschlechtliche Paare künftig auch Kinder adoptieren können, wie das seit 2005 im Nachbarland Spanien möglich ist. (APA)

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    Teresa Pires und Helena Paixão gaben sich in Portugal als erstes gleichgeschlechtliches Paar das Ja-Wort.

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