Heimische Kaufkraft steigt trotz Krise

7. Juni 2010, 13:40
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Insgesamt gaben die Österreicher - trotz Rezession und dem damit verbundenen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit - 2009 spürbar mehr aus

Wien - Die Kaufkraft der Österreicher hat sich 2009 trotz Krise erhöht. Der nominelle Zuwachs erreichte laut KMU Forschung Austria 4,6 Prozent gegenüber dem Jahr davor. In Summe standen Einkommen in Höhe von 135 Mrd. Euro zum Ausgeben zur Verfügung. Dank der marginalen Jahresinflation von nur 0,5 Prozent stieg die Kaufkraft real um 4,1 Prozent. Die höhere Kaufkraft sei aber auch auf die höheren Einkommen und die gestiegenen Volumina bei Pensionen, Arbeitslosengeld und Notstandshilfe zurückzuführen, geht aus einer Studie hervor.

Pensionen stellen rund ein Viertel der heimischen Kaufkraft. Auf Notstandshilfe und Arbeitslosengeld entfallen nur knapp zwei Prozent des gesamten Kaufkraftvolumens in Österreich. Die Sozialleistungen trugen im Vorjahr aber zu rund zehn Prozent zum Kaufkraftwachstum bei. Transferleistungen wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Bundes- und Landespflegegeld erhöhten sich 2009 deutlich weniger stark als die Sozialleistungen.

Unter Berücksichtigung des leichten Bevölkerungswachstums von 0,4 Prozent stieg die Kaufkraft je Einwohner im Jahresabstand nominell um 4,1 Prozent auf rund 16.200 Euro. Sechs von zehn Euro erarbeiten sich die Österreicher mit unselbstständiger Tätigkeit. Infolge der sinkenden Beschäftigungszahlen kam es zu einer geringfügigen Verschiebung hin zu einer stärkeren Bedeutung von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe. Einen von zehn Euro des Kaufkraftvolumens stammt von Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, selbstständiger Arbeit, Gewerbebetrieben, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und Sonstigem. (APA)

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