Fernost-Leitbörsen schließen mit starken Abschlägen

7. Juni 2010, 12:34
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Unsicherheit über Minensteuer in Australien lastet auf Minenwerten, gefallene Metallpreise

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mit starken Abschlägen geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio sackte um 380,39 Zähler oder 3,84 Prozent auf 9.520,80 Punkte ab. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 401,92 Zähler (minus 2,03 Prozent) auf 19.378,15 Einheiten.

Verluste mussten auch die Märkte in Singapur und Sydney verbuchen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.751,88 Zählern und einem Minus von 54,63 Punkten oder 1,95 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 121,7 Zähler oder 2,72 Prozent auf 4.350,7 Einheiten.

Auch die Chinesische Börse kämpfte mit Abschlägen. Der Shanghai Composite büßte um 1,64 Prozent oder 41,86 Zähler auf 2.511,73 Punkte ein.

Händler begründeten die deutlichen Verluste mit den starken Abschlägen an der Wall Street nach dem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht. Auch Sorgen um die Haushaltslage von Ungarn drückten auf die Stimmung.

Die Unsicherheit über die geplante Minensteuer in Australien von 40 Prozent lastete auf den Aktien der Minenbetreiber in Sydney. Auch gefallene Metallpreise dämpften asienweit die Werte. BHP Billiton gaben 3,51 Prozent auf 36,54 australische Dollar ab. Rio Tinto schlossen um 3,02 Prozent schwächer bei 65,55 australischen Dollar.

In Hongkong verringerten sich Titel der Bank of Communications (BoCom) um 0,73 Prozent auf 8,13 Hongkong Dollar, nachdem Details über die geplante Kapitalerhöhung von 4,8 Mrd. US-Dollar bekanntgegeben wurden.

In Tokio zeigten sich insbesondere Exportwerte von dem gegenüber dem Euro weiter gestiegenen Yen angeschlagen. Bei Canon ging es beispielsweise um 5,28 Prozent auf 3.675 Yen nach unten.

Verluste mussten auch Aktien von Hitachi hinnehmen. Hier verwiesen Händler auf Medienberichte, wonach ein milliardenschwerer Auftrag zum Bau und zur Instandhaltung von Intercity-Zügen in Großbritannien storniert werden könnte. Die Titel stürzten 7,01 Prozent auf 345 Yen ab. (APA)

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