Stöger hält wenig von "Einheitsbrei"

7. Juni 2010, 12:07
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SPÖ-Minister zu Krankenkassen: "Entscheidend ist, wie die Versicherten zu ihren Leistungen kommen und nicht, was den Ärzten abgerechnet wird"

Wien - Als "nicht nachvollziehbar" hat Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag die Forderung von ÖVP-Staatssekretär Reinhold Lopatka nach Reformen bei den Krankenkassen bezeichnet. "Ich habe ein Ziel und das sind beste Leistungen für die Versicherten", sagte der Minister.

Lopatka hatte Stöger am Sonntag aufgefordert, gemeinsam mit den Sozialpartnern einheitliche Tarifsysteme zu entwickeln. "Ich halte wenig von Einheitsbrei", sagte Stöger dazu am Montag. Er habe sich immer dafür eingesetzt, dass man ökonomisch mit Geldern umgeht.

"Enscheidend ist die Leistung"

Dem von einer Expertengruppe erstellten Bericht zufolge gebe es keine einheitlichen Standards für die Abrechnung ärztlicher Leistungen. Stöger meinte dazu, in dem Bericht würden die Begriffe "Tarife" und "Leistungen" bewusst verwechselt. "Entscheidend ist, wie die Versicherten zu ihren Leistungen kommen und nicht, was den Ärzten abgerechnet wird." Hauptverband und Sozialversicherungsträger würden sich um Effizienz im Interesse der Versicherten bemühen. (APA)

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