Al-Kaida-Terrorist stellte sich

7. Juni 2010, 10:43
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Spanische Touristen getötet - Vom eigenen Stamm ausgeliefert

Sanaa - Im Jemen hat sich ein mutmaßlicher Al-Kaida-Terrorist gestellt, der den tödlichen Selbstmordanschlag auf eine spanische Touristengruppe vor zwei Jahren geplant haben soll. Das Verteidigungsministerium in Sanaa gab am Montag bekannt, Hamza al-Dhajani sei im Gewahrsam der Behörden der Provinz Marib. Im Juli 2007 hatte sich ein junger Mann mit einem Sprengstoffauto neben den Touristen in die Luft gesprengt. Acht Spanier und zwei Jemeniten starben. Neun Menschen wurden verletzt.

Zu dem Anschlag hatte sich damals eine lokale Al-Kaida-Zelle bekannt. Die Polizei identifizierte Dhajani als einen von zwei Männern, die den Attentäter rekrutiert hatten. Bevor sich der Mann gestellt habe, hätten führende Mitglieder seines Stammes mit Vertretern der Behörden verhandelt, erklärte das Ministerium. Ob dem Stamm Zusagen hinsichtlich der zu erwartenden Strafe gemacht wurden, blieb offen. Die jemenitische Regierung von Präsident Ali Abdallah Saleh steht derzeit innenpolitisch unter Druck, weil sie den Kampf gegen Al-Kaida immer stärker den USA überlässt. Am 24. Mai war der Vizegouverneur von Marib, Jaber al-Shabwani, von einer Kampfdrohne der US-Armee getötet worden. (APA)

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