SPÖ-Frauen wollen Reißverschlussprinzip in Partei umsetzen

7. Juni 2010, 10:19
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Beschluss am Parteitag möglich - Wiederwahl Heinisch-Hoseks als Frauen-Vorsitzende

Wien - Traditionell vor dem Parteitag der SPÖ halten die SPÖ-Bundesfrauen ihre Konferenz unmittelbar davor ab. Am kommenden Donnerstag wird das von ihnen geforderte Reißverschlussprinzip bei der Erstellung von Wahllisten im Mittelpunkt stehen. Ebenfalls auf der Agenda: Die Wiederwahl der Frauen-Vorsitzenden, Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

In der SPÖ gelte zwar schon eine 40-Prozent-Quote bei Wahllisten, Frauen landen dabei jedoch mitunter auf den hinteren, unwählbaren Listenplätzen. Wahllisten aller Ebenen sollen deshalb künftig mittels Reißverschlussprinzip erstellt werden. Auf jeder Liste soll dann einem Mann eine Frau - oder umgekehrt - folgen. Im Büro von Heinisch-Hosek zeigte man sich zuversichtlich, dass die Partei der Forderung zustimmt, zumal es bereits einen Beschluss des Bundesparteivorstands dazu gibt.

"Frauen wollen mehr"

Heinisch-Hosek wurde erst vor einem Jahr zur Nachfolgerin von Barbara Prammer als SPÖ-Frauen-Chefin bestellt. Die Einberufung der außerordentlichen Frauenkonferenz war damals aufgrund dieses Wechsels an der Spitze notwendig geworden. Für gewöhnlich finden die Konferenzen nur alle zwei Jahre statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung in der Pyramide in Vösendorf lautet "Frauen wollen mehr". Debattiert werden die Anträge diesmal in Form einer Open Space Diskussion. (APA)

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    Am kommenden Donnerstag findet die Wiederwahl der SPÖ-Frauenvorsitzenden und Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek als SP-Frauenvorsitzende statt.

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