Börse Frankfurt: Dax knüpft an Freitagsverluste an

7. Juni 2010, 18:25
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Weiter große Nervosität

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse hat am Montag an seine Verluste vom Freitag angeknüpft. Zwar gelang dem Leitindex DAX nach überraschend starken Industriedaten aus Deutschland zeitweise der Sprung ins Plus, doch verunsicherte Anleger schickten den Leitindex rasch wieder auf Talfahrt. Mit minus 0,57 Prozent auf 5.904,95 Punkten ging er schließlich aus dem Handel. Der MDAX gab um 0,99 Prozent auf 7.864,92 Punkte nach. Der TecDAX sank zugleich um 2,07 Prozent auf 730,77 Punkte.

Laut Aktienhändler Niklas Breckling von der Schnigge Wertpapierhandelsbank spielt die sehr hohe Nervosität skeptischer Anleger derzeit eine wichtige Rolle: "Sobald in diesem Markt eine Kleinigkeit kommt, reagieren die Marktteilnehmer ziemlich extrem." Marktstratege Stefan Risse vom Derivate-Anbieter CMC Markets verwies ebenfalls auf die aktuell starken Tagesschwankungen, in denen im DAX Gewinne und Verluste von 100 Punkten und mehr "mittlerweile keine Seltenheit" mehr seien.

"Alles in allem hat sich der DAX zum Wochenauftakt aber recht gut gehalten, nachdem er am Morgen bis auf 5.853 Punkte gefallen ist", sagte Analyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG. Zudem habe sich auch der Euro wieder etwas stabilisiert. Keinen Einfluss auf die Marktentwicklung habe das Sparpaket der Bundesregierung gehabt: "Dass gespart werden muss, überrascht keinen, und im Paket ist nichts Marktrelevantes drin."

Adidas springen hoch

Unter den Einzelwerten im DAX stachen vor allem die Adidas-Aktien hervor, die dank eines positiven Analystenkommentars um zwei Prozent zulegten. Zu den Verlierern zählten hingegen nach Studiendaten während der Krebsforscherkonferenz ASCO die Anteile von Merck KGaA. Sie büßten 0,82 Prozent auf 59,33 Euro ein. Im MDAX zogen die Aktien des Generikaherstellers Stada nach einem angekündigten Stellenabbau um 1,31 Prozent auf 29,785 Euro an.

Die Anteilsscheine von HeidelbergCement, die in zwei Wochen in den DAX aufgenommen werden, gaben um 1,11 Prozent auf 43,22 Euro nach, während die Salzgitter-Papiere, die dann in den MDAX absteigen, um 1,15 Prozent fielen. Da der Platztausch erwartet wurde, gab es an diesem Tag keine Aktienreaktion. Die Titel des Börsenneulings Kabel Deutschland reagierten hingegen mit plus 0,22 Prozent auf 23,30 Euro positiv auf ihre anstehende Aufnahme in den MDAX. (APA)

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