Wiener Börse schließt am Montag auf neuem Jahrestief

7. Juni 2010, 17:42
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Banken erneut unter Druck

Wien - Die Wiener Börse hat am Montag mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der ATX verlor 32,15 Punkte oder 1,42 Prozent auf 2.235,21 Einheiten. Der Index fiel damit auf den tiefsten Stand seit Juli 2007. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 15 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.220 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,18 Prozent, DAX/Frankfurt -0,57 Prozent, FTSE/London -1,11 Prozent und CAC-40/Paris -1,61 Prozent.

Der ATX startete mit recht klaren Abschlägen in die neue Handelswoche und knüpfte damit an die deutlichen Freitagsverluste an. Nach verhaltenem Verlauf drehte der Leitindex am Nachmittag noch deutlicher ins Minus ab. "Die Euro-Schwäche und somit auch die Verunsicherung an den Märkten hält an", kommentierte ein Händler. Der Euro war am Montag erstmals seit über vier Jahren unter die Marke von 1,19 Dollar gerutscht.

Erste Group verlieren 3,46 Prozent

Unter Druck kamen zu Wochenbeginn erneut die beiden Banken-Schwergewichte. Erste Group fielen bei hohem Volumen um 3,46 Prozent auf 25,10 Euro. Rund ein Drittel des Handelsvolumens im prime market entfiel allein auf die Erste-Aktie. Raiffeisen International verloren 1,93 Prozent auf 30,55 Euro. Bereits am Freitag hatten die beiden Banken angesichts ihres Osteuropa-Fokus stark verloren, nachdem ungarische Regierungsvertreter gewarnt hatten, dass die Finanzsituation des Landes schlimmer sein könnte, als bisher angenommen.

Gegen den Trend gesucht waren trotz eines schwachen europäischen Rohstoff-Sektors voestalpine und befestigten sich um 0,46 Prozent auf 22,00 Euro. Die Analysten von HSBC haben ihr Anlagevotum von "neutral" auf "overweight" angehoben und das Kursziel von 33 auf 36 Euro erhöht. Vienna Insurance Group konnten sich etwas von den deutlichen Freitagsverlusten erholen und legten 0,93 Prozent auf 31,53 Euro zu.

Strabag fielen nach einer neuen Analyse zur Aktie um 1,10 Prozent auf 18,83 Euro. Goldman Sachs hat die Einstufung "neutral" bestätigt und das Kursziel von 28,4 auf 27,6 Euro reduziert. Für Wienerberger wurde von Goldman Sachs ebenfalls die "neutral"-Einstufung beibehalten, das Kursziel wurde von 17,4 auf 16,5 Euro nach unten revidiert. An der Börse büßten Wienerberger 2,40 Prozent auf 10,99 Euro ein. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner


1. KAPSCH TRAFFICCOM AG +5,17 Prozent
2. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG +3,90 Prozent
3. PALFINGER AG +1,94 Prozent
4. CENTURY CASINOS INC +1,68 Prozent
5. BENE AG +1,45 Prozent
6. POLYTEC HOLDING AG +1,39 Prozent
7. MAYR-MELNHOF KARTON AG +1,21 Prozent
8. FLUGHAFEN WIEN AG +0,99 Prozent
9. VIENNA INSURANCE GROUP +0,93 Prozent
10. SW UMWELTTECHNIK AG +0,79 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


1. SCHLUMBERGER AG ST -12,64 Prozent
2. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG -7,52 Prozent
3. ZUMTOBEL AG -4,30 Prozent
4. RHI AG -3,56 Prozent
5. BWIN INT. ENTERT. AG -3,50 Prozent
6. ERSTE GROUP BANK AG -3,46 Prozent
7. IMMOFINANZ AG -3,33 Prozent
8. SCHOELLER-BLECKMANN AG -3,21 Prozent
9. LENZING AG -3,02 Prozent
10. TEAK HOLZ INT. AG -2,86 Prozent

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