Israel tötet vier mutmaßliche Extremisten

7. Juni 2010, 13:43
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Israel: Extremisten hatten Anschlag geplant - Männer trugen Taucheranzüge - Medien: Einsatz von gleicher Einheit wie bei Gaza-Flotte

Gaza - Eine Patrouille der israelischen Marine hat vor der Küste des Gazastreifens mindestens vier mutmaßliche palästinensische Extremisten getötet. Die Streife habe ein Boot mit vier Männern in Taucherausrüstung ausgemacht, teilte ein Armeesprecher am Montag mit. Sie hätten einen Terroranschlag verüben wollen. Zum Ziel äußerte sich der Sprecher nicht. Die im Gazastreifen regierende radikal-islamische Hamas bestätigte den Fund von vier Leichen. Ein fünfter Mann werde noch vermisst. Er sei wahrscheinlich ebenfalls tot.

Israelischen Medienberichten zufolge wurde der Marine-Einsatz von Mitgliedern der selben Einheit geführt, die vor einer Woche einen Schiffskonvoi mit Gütern für das Küstengebiet aufgebracht hatte. Dabei wurden neun Menschen getötet. Der Vorfall löste international scharfe Kritik an der Blockade-Politik Israels aus. Der Armeesprecher nahm zu den Berichten nicht Stellung.

Im Februar hatten palästinensische Extremisten in Küstennähe See-Minen ähnelnde Sprengsätze ausgesetzt, um israelische Kriegsschiffe zu treffen. Mindestens drei der Sprengsätze wurden an israelische Strände gespült und kontrolliert zur Explosion gebracht.

Bei einem weiteren Zwischenfall nahe Gaza-Stadt feuerte die israelische Luftwaffe der Hamas zufolge eine Rakete auf eine Gruppe Extremisten. Einer von ihnen wurde demnach schwer verletzt. Die Armee bestätigte den Beschuss. Die Männer hätten versucht, eine Rakete auf Israel abzufeuern. Radikale Palästinenser beschießen vom Gazastreifen aus immer wieder Ziele in Israel. In den vergangenen drei Wochen waren es nach Militärangaben zehn Raketen und Mörsergranaten. (Reuters)

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    Hamas-Sicherheitskräfte patrouillieren am Strand von Gaza-Stadt.

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