Nach Burgenland-Wahl

Grüne Kritik am Kurs der Partei

06. Juni 2010 17:38
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    Grüne Selbstkritik: "Müssen endlich einen Entwicklungsschritt machen."

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    Fünf Jahre Wahlen: Die Grünen stagnieren oder verlieren.

Vassilakou ortet Mobilisierungsproblem - Pilz sieht Mangel an geeignetem Personal

Wien - Führende Grüne üben in STANDARD-Gesprächen nach der jüngsten Wahlniederlage im Burgenland Kritik am Kurs der Partei. Maria Vassilakou, Chefin der Wiener Grünen, sieht ein massives Mobilisierungsproblem. Sie will verstärkt auf das Umwelt-Thema setzen und mit den "älteren Herren" Alexander Van der Bellen und Christoph Chorherr in den Wiener Wahlkampf ziehen.

Peter Pilz, längstdienender Abgeordneter, kritisiert neben strategischen Fehlern und mangelnder Konfliktfähigkeit die Personalpolitik: "Wir haben zu wenige geeignete Leute für Schlüsselpositionen. Und es fehlen die Jungen."

Meissner-Blau: Schwere Versäumnisse

Freda Meissner-Blau, die erste Parteivorsitzende, urteilt: "Da ist kein Leben mehr drin." Für sie ist unbegreiflich, dass die Grünen etwa keinen Boykottaufruf gegen BP wegen der Ölpest vor der US-Küste starten und auch sonst die Umweltpolitik weitgehend außer Acht lassen. Den Grünen fehlten der Mut und die Themen. "Ich weiß nicht, wo der Funken ist" , sagt Meissner-Blau, "und ohne Funken geht's nicht." (red/DER STANDARD-Printausgabe, 7.6.2010)

***

Eigentlich möchte Freda Meissner-Blau gar nichts sagen. Weil sie den Grünen nicht schaden möchte. Aber dann sagt sie doch etwas, weil ihr die Grünen eine Herzensangelegenheit sind und weil sie sich Sorgen macht. "Da ist kein Leben mehr drinnen" , sagt sie. Und wie die Grünen zu der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko schweigen können, das versteht sie nicht. "Warum gibt es da noch keinen Boykottaufruf gegen British Petrol? Mir sind solche Sachen einfach unbegreiflich."

Die Grünen kümmern sich um juridische Feinheiten, um Rauchverbote und gemeinsame Obsorge, alles wichtig, aber sie hätten den Schwung verloren, sie seien Bürokraten ihres eigenen Apparates.

"Wahnsinnig bedrückend"

"Die Regierung ist lahm" , sagt Meissner-Blau, "und die Grünen haben sich in der Lahmheit angepasst." Meissner-Blau, Galionsfigur der österreichischen Ökologiebewegung, war die erste Parteivorsitzende der Grünen. Jetzt kränkt sie sich. "Für mich ist das wahnsinnig bedrückend. Da gibt es so viele Themen. Ich würde brennen jetzt im Moment, um den Menschen zu sagen, was sich in der Welt tut und in was für einem Krater wir sitzen." Was tun die Grünen? Kampagnisieren ein Rauchverbot in Lokalen. Meissner-Blau: "Das reißt doch keinen Menschen vom Stuhl, da hat man doch nicht das Gefühl, das ist die Zukunft."

Meissner-Blau versichert noch einmal ihre prinzipielle Wertschätzung den Grünen gegenüber, und sie mag die Leute, "da sitzen wahnsinnig gute Leute drinnen" . Aber dann sagt sie: "Ich weiß nicht, wo der Funken ist. Und ohne Funken gehts nicht." Es fehlten der Mut und die Themen.

Pilz: Es fehlen geeignete Leute

"Wir sind in einer entscheidenden Phase" , sagt Peter Pilz, Gründungsmitglied der Grünen und deren längstdienender Abgeordneter - und immer noch einer der aktivsten. Das Ergebnis im Burgenland ist für ihn kein regionales Malheur, es beschreibt einen Zustand. Die Grünen seien eine Funktionärspartei geworden, "alle brauchen wieder ein Mandat" , und so werde auch Politik gemacht. Eine Politik der Pressekonferenzen und der Aussendungen.

"Wir haben zu viele Leute, die den grünen Kleingarten einfach umzäunen und verteidigen wollen. Stattdessen müssten wir aber überlegen, wie wir die nächste Stufe schaffen. Wir müssen endlich einen Entwicklungsschritt machen."

Abgesehen von strategischen Fehlern und der mangelnden Konfliktfähigkeit sieht Pilz in der Personalfrage ein entscheidendes Problem. "Wir haben zu wenig geeignete Leute für Schlüsselpositionen. Und es fehlen die Jungen."

Gefangen im grünen Funktionärsdasein

Von den 20 Abgeordneten, die die Grünen haben, sind die meisten in der Öffentlichkeit gänzlich unbekannt. Außer Eva Glawischnig, Peter Pilz und Alexander Van der Bellen kennt man vielleicht noch Karl Öllinger oder Werner Kogler. Der Rest hat es sich auf den Hinterbänken bequem gemacht.

Auch thematisch sind die Grünen dünn besetzt. Umweltpolitik hat zuletzt fast nicht mehr stattgefunden. Jetzt will sich Glawischnig selbst wieder des Themas annehmen. Was Pilz so aufregt: dass die Grünen die Gerechtigkeitsfrage links liegenlassen.

Die Grünen stagnieren oder verlieren. Bei den letzten Wahlen setzte es fast durchgehend Verluste, Zugewinne von 0,1 oder 0,2 Prozentpunkten wie in Oberösterreich und Vorarlberg werden von der Parteispitze trotzig wie heroische Triumphe gefeiert.

Grüne bleiben unter Möglichkeiten

Christoph Hofinger vom Meinungsforschungsinstitut Sora sieht noch keine Krise der Grünen. "Das wird von den Wahlen im Herbst abhängen." Was für ihn aber feststeht: "Die Grünen bleiben deutlich unter ihren Möglichkeiten." Auffallend ist auch für ihn, dass bei den Grünen zu wenig junge Leute nachkommen, dass kaum eine personelle Erneuerung stattfindet. "Im Parlament sitzt eine Generation, die schon lange dabei ist. Das Problem der Grünen ist, dass sie keine Teil- oder Vorfeldorganisationen haben, die Talente nach oben spült." Deshalb müsste sich die Parteispitze bewusst auf die Suche nach jungen Leuten und nach Quereinsteigern machen. Dem steht aber wieder die Listenerstellung über die Landesorganisationen im Weg: Bei den Delegierten sind Quereinsteiger nicht unbedingt erwünscht. Da zählt in erster Linie das eigene Mandat.

Der Vorwurf, dass die Grünen nur noch brav und angepasst seien, ist für Hofinger ungerecht. "Sie haben nur noch nicht das richtige Maß an Kantigkeit und Schärfe gefunden", sagt der Meinungsforscher. Um sich besser verkaufen und darstellen zu können, bräuchten die Grünen eine Story, die sie präzise erzählen müssten. Etwa warum man die Grünen in der Krise braucht. Das wüssten die Leute nicht. (Michael Völker/DER STANDARD-Printausgabe, 7.6.2010)

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fredi 1990
31.08.2010 18:20
das problem sind solche typen wie vassilakou

Skaidi
18.06.2010 16:57
Die Grünen haben ihre Zähne verloren

Wo sind die Zeiten hin, als die Leut noch in der Au campiert haben, um etwas zu bewegen? Die Grünen sind selbst Teil des "Establishments" geworden, vielleicht mir "hellgrünem Anstrich", aber es fehlt die grundlegende (Gesellschafts-)Kritik und alternative Konzepte, die ob der heutigen Probleme nicht nur angebracht, sondern auch notwendig wären! Mir scheint, NGOs wie ATTAC haben mehr zu bieten als unsere Grünen. Das ist schade, denn ist doch das Problem der NGOs, daß sie eben nicht im Parlament sitzen und keine Stimmen der Bevölkerung hinter sich haben. Die Grünen sollen im übertragenen Sinn aus ihren kuscheligen Ökohäusern mit Solarheizung herauskommen und sich dort hinbegeben, wo's "kracht", auch wenn's "grindig" ist!

Walter SB
11.06.2010 15:14
Die Grünen in Deutschland

legen Jahr für Jahr kontinuierlich zu. Warum? Weil
sie beim Mitregieren Pragmatismus gelernt haben.
Sie haben es nicht einmal nötig ihre politischen Gegner niederzumachen. Die drehen sich selbst den Strick.
Die Ö.Grünen haben sich verlaufen. Sich das Label einer Antiraucherpartei zu verpassen reicht nur dazu, dass ich sie nicht wählen kann. Auch wenn ich große Sympathien für einige grüne Köpfe habe. Das sind die mit den ausländischen Namen, die offensichtlich noch pragmatisch denken können.
Hochachtung auch für Frau Meissner-Blau. Die meint, was sie sagt.
Ja, es fehlen ihr die Köpfe. Und es reicht nicht, sich zu trösten, dass die anderen verglichen noch weniger Köpfe haben.



Gab El Shtapla
10.06.2010 15:34
"Wir haben zu wenige geeignete Leute für Schlüsselpositionen. Und es fehlen die Jungen."

Zu wenig geeignete Leute für Schlüsselpositionen? Daran würd's nicht scheitern! Wenn man allerdings die Fähigsten absägt, nur weil sie sich beim Pinkeln nicht niedersetzen müssen, sieht die Sache schon anders aus!

Zu wenig Junge???? Das ist allerdings eine starke Aussage! Wenn eine Partei, die Umweltschutz, gleichberechtigtes, soziales Zusammenleben aller unter menschenwürdigen Bedingungen, deutliche Abgrenzung (als einzige!) gegen Neonazis und gegen alles blau übermalte Braune auf ihre Fahnen geheftet haben, nicht einmal idealistische Junge mobilisieren kann, dann muss sie sich wohl grundsätzlich hinterfragen!!!!!!!!!!!!!!!

Lucky Lubner
09.06.2010 23:01
die Grünen sind für mich durchaus EINE Option im Parlamentarismus geblieben

was aber nicht heißen soll, dass mir Ihre Ansätze zu 100% gefallen. Aber was solls: aus meiner Sicht ist es für eine Parlamentsbewegung in den Wohlstands-Schein-Demokratien sowieso unmöglich progressive Alternativen anzubieten geschweige denn umzusetzen. Das Wahlvolk geht da einfach nicht mit!
Was mir mittlerweile zusätzlich schwer am Keks geht ist die moraloid-weinerliche Schlauschwätzerei und die nasale Stimmlage beim Vortrag durchaus berechtigter Anliegen. Es fehlt quasi nur noch das bockige Fußaufstampfen.

GeorgZechner
 
09.06.2010 17:31
Glawischnig führt die Partei in den Untergang

Ich bin 36, von 18- ca. 28 habe ich immer grün gewählt, damals erschien mir die Partei die einzige zu sein die zu fast allen Themen eine vernünftige Position hat, keine Extreme sondern Hausverstand.
Aber seit vielen Jahren scheint es ihnen nur mehr um wenige Sachen zu gehen, allesamt überzogen UND unpopulär (letzeres geht ja noch): Poweremanzentum, stur und mit dem Kopf im Sand pro Migranten/Asylanten und bei jeder Wahl ist das Ziel der FPÖ Stimmen wegzunehmen- ist das Existenzberechtigung genug für eine Partei? Ist das Programm genug? Den Ansagen nach scheint es so zu sein.
Peter Pilz ist echt der einzige der mir noch vernünftig UND integer erscheint.

trollvottel
10.06.2010 10:50

Die Behauptung, dass alle außer der FPÖ "bei der Migration wegschauen" würden, ist ein Standardsatz brauner Kampfposter, die damit suggerieren, dass die Einhaltung internationaler Abkommen und Verträge weltfremd sei.
Diese offenen Aufrufe zur Gesetzesmissachtung und Unmenschlichkeit wirken manchmal glatt so, als sollte damit das alte NS-Ideal der mitleidlosen blonden Untermenschentötungsmaschine in schwarzer Uniform mit Runen drauf modern gemacht werden *schauder*

karllinz
 
08.06.2010 22:05
Was reden Sie da Frau Meissner-Blau?

Es muss sehr wohl ein Anliegen der Grünen sein, die Menschen vor giftigen Umweltdreck zu befreien bzw. diesen wenigstens etwas zurückzudrängen - nämlich den überall lauernden Tabakrauchterror! Und zwar in unserem unmittelbaren Lebensbereich! Das ist sehr wohl ein Ziel für die Zukunft! Es war lediglich der Zeitpunkt falsch gewählt - es war zu früh! Ich habe es Frau Glawischnig prophezeit, dass man verbal über sie herfallen wird - heute sitzt die Tabakmafia nicht mehr so fest im Sattel wie noch vor einigen Monaten! Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt gewesen!
Was soll denn ein Boykottaufruf gegen BP? Publicity? Des wegen kommt nicht eine Tonne weniger Giftbrühe ins Meer! Wir haben hier in Österreich genügend Probleme die einer Lösung harren!

a grünes stricherl
 
09.06.2010 18:24
rauchen .. sorry .. ist definitiv kein grünes kernthema.

die ölindustrie hingegen .. sehrwohl.

Gab El Shtapla
10.06.2010 15:38
die ölindustrie hingegen .. sehrwohl

Nur gehen sie das Problem komplett falsch an! Anstatt die möglichen Gewinne der Ölindustrie zu beschränken, wollen sie an der Preis- und Steuerschraube drehen - und verschaffen damit der Ölindustrie noch höhere Gewinne! Hurra!

Die Beschränkung der möglichen Gewinne der Ölindustrie erreicht man nur durch amtliche Preisregelung des Endverbraucherpreises! Wenn man gleichzeitig die Mineralölsteuer erhöht, geht das direkt zu Lasten der Ölidustrie!

Walter SB
11.06.2010 15:35
Falsch

jeder Cent Preiserhöhung fördert das Bestreben auf alternative Energie umzusteigen.
Die klugen Araber, die wissen, was ihnen droht, haben versucht, die Preise moderat zu halten. Aber die kurzsichtigen Spekulanten sind dazwischen gekommen.
Keine Gesellschaft lässt sich derartige Abhängigkeiten auf Dauer gefallen.

vor diktat verreist
08.06.2010 21:42
für das, was sich jetzt schon seit längerem bei den grünen abspielt,

trägt meiner ansicht nach v.d.bellen die verantwortung.

Franz A.
09.06.2010 18:37
VdB

Das einzige, was ihm vorzuwerfen ist, *meiner* Ansicht nach, ist, dass er nicht mehr der Chef ist.

08.06.2010 17:17
Maria Wasserlackner

statt Maria Vassilakou.

das bringt vieleicht ein paar zehntel% plus.
ich will nur helfen.
bin kein rassist.
hab selber einen nicht-teutonischen namen.
ich mein's nur gut.
gerollte weinblätter mit reis gefüllt es ich am liebsten.
echt.
kein schmäh.
Ios is auch super.

Plabutsch
08.06.2010 10:23
Grüne Zensur - sogar bei Pilz ???

Im Tagebuch von Peter Pilz war vor kurzem ein (ohnehin sehr gemäßigter !) kritischer Denkanstoß zum Thema "Stagnation und Wahlniederlagen bei den Grünen" - der eine sehr lebhafte Diskussion auslöste. (Dabei wurde auch massive Kritik an Fr. Glawischnig geäussert.)

Und jetzt auf einmal ist alles gelöscht - nichts mehr zu finden.

Wer so brachial Kritik unterdrückt und freie Meinungsäusserung verbietet, der darf sich nicht wundern, wenn er von den WählerInnen abgestraft wird.

Die Grünen scheinen sich unter Glawischnig zunehmend zu einer extrem autoritären und intoleranten Partei zu entwickeln !

peter pilz/gruene
08.06.2010 13:16
Gelöscht? Irrtum!

Natürlich bleibt mein Kommentar - nur: Es ist inzwischen Juni geworden. Bitte auf meinem Blog www.peterpilz.at "Mai" anklicken, dann ist er gleich wieder da - am 31. Mai.

Plabutsch
08.06.2010 18:28
Entschuldigung (2. Versuch)

Tut mir leid - mein Fehler. Danke für die Richtigstellung. (Die erste Entschuldigung verschwand offensichtlich in den Tiefen der Standard-Elektronik.)

---

Was mich freut : dass "die Grünen" hier offensichtlich mitlesen. Allerdings entsteht dann die Frage, warum sich die Grünen wundern, warum sie wahlmäßig nicht vom Fleck kommen. Das kann man zB. in Standardforen seit JAHREN mitverfolgen, worüber sich "grün-bewegte" Menschen bezüglich der Parteipolitik bei den Grünen grün-ärgern - und warum viele nur mehr zähneknirschend oder gar nicht mehr "grün" wählen.

Bitte einfach nur lesen und ernst nehmen !

08.06.2010 17:07
Peter Pilz

ließt also die Kommentare im Standard-Forum.
Schaut ganz danach aus.
zumindest dieses eine posting hat er gelesen.
mit fast 100%iger wahrscheinlichkeit.
Glawi komm gib ein zeichen von dir.
ließt auch du hier die postings?
sei nicht so fad glawi.
mach mal was verrücktes.
poste hier was rein.
gib den kritikern konter.
sei kein mädchen glawi.
verdammt noch mal.
komm jetzt.

Lebens- und Frauenberaterin
08.06.2010 15:12
Ganz Gallien? Nein, ein kleines Dorf leistet nach wie vor den Römern...den RömerInnen...heftigen Widerstand.


Bravo!

Lebens- und Frauenberaterin
08.06.2010 11:29
Wenn das stimmt, sind die wirklich am Ende...

It'tksirkrk
08.06.2010 10:06
So ist das halt, wenn man zur Partei geworden ist.

Die Grünen erleben jetzt immer stärker welche Folgen es für sie hat eine Partei geworden zu. Sie müssen jetzt eben machen, was eine Partei so macht. Die Bewegung, wie sie am Anfang der Grünen stand, hat mit ganz anderen Zielen und Werten operiert. Als die Bewegung eine Partei wurde, hat das noch eine Weile funktioniert, jetzt sind der Anfangsschwung verbraucht und der gnadenlose Alltag eines Machtkartells hat sie eingeholt.

IMHO gibt es nur zwei Lösungen
- entweder die Transformation zu einer Partei vollenden und nur mehr Top-Down agieren. Das will die Basis nicht.
- Oder man wird wieder mehr zur Bewegung. Dazu müssen aber Personen und Strukturen verändert werden. Das wollen aber die Funktionäre nicht.

EUphoriker
08.06.2010 10:40
Eine fast 30 jährige politische Parlamentsbewegung

ist wie ein ewiger Berufsjugendlicher. Man sieht er ist erwachsen aber trägt die kleidung die gerade bei 15jährigen in mode ist.

die grünen sind eine partei. (wie man in anderen staaten sieht) ist das grüne parteienkonzept in der blüte des parteien lebens. genau jetzt sind die grünen themen aktuell, sowie die ursozialdemokratie und der urkommunismus und auch der urliberalismus im kontext der industrialisierung aktuell waren.

bewegungen muss es neue geben (piraten z. B.). auch parteien müssen einfach einsehen, dass sie jetzt erwachsen sind.

das bedeutet übrigens nicht, dass basis- und wähleroffenheit nicht mehr gelebt werden sollen. das unterscheidet grüne von traditionellen parteien.

Aktive Arbeitslose
07.06.2010 20:21
Aufwachen!

Gerade die massive Wirtschafts- und Gesellschaftskrise könnte zu einem Erwachen der Grünbewegung führen.

Seit gut 20 Jahren steigt kontinuierlich die Zahl der Erwerbslosen und der prekär beschäftigten Menschen, wird in diletantischer Arbeitsmarktpolitik nur Schönfärberei gemacht und der Druck auf die Unterschichte massiv erhöht, und die Grünen schauen zu, wie diese Menschen in Richtung FPÖ abdriften.

Ein paar Ökojobs machen noch lange nicht die notwendige Totalreform der Wirtschaft aus. Sowohl ökologisch als auch sozial geht die Krise garantiert weiter.

Also: Grüne wacht auf und nehmt die Herausforderungen der Zeit!

der d
08.06.2010 01:17

gerade in einer gesellschaftlichen krise setz ich doch nicht auf einen etablierten, integrierten parteiapparat. die grünen sind doch im karren drin gesessen während er die letzten jahre immer weiter in den dreck gefahren wurde.

eine erstarkende anarchistische bewegung halte ich für vielversprechender wenn es darum geht grundsätzliche änderungen zur diskussion zu stellen.

aber reden wir mal in ein paar jahren weiter...

a grünes stricherl
 
09.06.2010 18:27
anarchismus ist vor allem eines .. destruktiv .. und nicht ausbaufähig.

bitte gleich wieder vergessen.

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