Nach Stürmung der "Rachel Corrie"

Abschiebung von Aktivisten hat begonnen

06. Juni 2010 14:03

Sieben Personen in Jordanien eingetroffen - Restliche sollen ebenfalls am Sonntag ausreisen - UN-Generalsekretär Ban fordert Untersuchungskommission

Tel Aviv - Nach der unblutigen Übernahme des Frachters "Rachel Corrie" hat Israel am Sonntag mit der Abschiebung von 19 internationalen Friedensaktivisten begonnen. Sieben Passagiere reisten über die Allenby-Brücke nach Jordanien aus, wie der israelische Außenamtssprecher Yigal Palmor bestätigte. Die restlichen pro-palästinensischen Aktivisten sollten im Verlauf des Tages vom internationalen Ben-Gurion-Flughafen aus zurück in ihre Heimatländer fliegen.

Die israelische Marine hatte den unter irischer Flagge fahrenden Frachter mit Hilfsgütern Samstagmittag nach mehreren Warnungen vor der Küste des Gazastreifens im Mittelmeer aufgebracht. Die Aktivisten, darunter auch die nordirische Nobelpreisträgerin Mairead Maguire, ließen die Soldaten widerstandslos an Bord.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte am Sonntag: "Die ganze Welt konnte den Unterschied sehen zwischen einer humanitären Flotte und einer Hass-Flotte von gewalttätigen, den Terror unterstützenden Extremisten." Er bezog sich dabei auf die gewaltsame Erstürmung der türkischen "Mavi Marmara", bei der am vergangenen Montag neun Aktivisten getötet und Dutzende verletzt worden waren.

Netanyahu: Errichtung eines "iranischen Hafens" in Gaza nicht zulassen

Netanyahu bekräftigte, dass Israel die Einrichtung eines "iranischen Hafens" in Gaza nicht zulassen werde. "Wir werden nicht die freie Einfuhr von Kriegsmaterialien und Schmugglerware für Hamas erlauben. Auf der anderen Seite haben wir nicht den Wunsch, der zivilen Bevölkerung im Gazastreifen das Leben schwer zu machen." Daher wolle man weiter die Einfuhr humanitärer Güter gewährleisten.

Proteste in Tel Aviv

Am Samstagabend protestierten in Tel Aviv tausende Menschen gegen die Politik der rechtsorientierten Regierung Benjamin Netanyahus. Anlässlich des 43. Jahrestags der Besatzung der Palästinensergebiete und der Golanhöhen zogen die Demonstranten vom zentralen Rabin-Platz bis zum Tel Aviver Kunstmuseum. Sie hielten Schilder in die Höhe, auf denen unter anderem stand: "Diese Regierung ist unser Untergang. Wir müssen nach Frieden streben."

Während der Demonstration mit etwa 8.000 Teilnehmern, die von der israelischen Friedensbewegung organisiert wurde, kam es zu Konfrontationen mit rechtsorientierten Aktivisten. Einer von ihnen warf eine Rauchbombe auf die Friedensdemonstranten. Dabei wurde jedoch niemand verletzt.

Die israelische Armee hatte Samstagmittag nach mehreren Warnungen den unter irischer Flagge fahrenden Frachter "Rachel Corrie" vor der Küste des Gazastreifens aufgebracht. Die Aktivisten, darunter auch die nordirische Nobelpreisträgerin Mairead Maguire, ließen die Soldaten widerstandslos an Bord. Die Soldaten brachten den Frachter nach der Übernahme in den israelischen Hafen Ashdod nördlich des Gazastreifens.

Ban Ki-moon will Untersuchungskommission einsetzen

Eine internationale Untersuchungskommission zu dem israelischen Angriff auf eine Hilfsflotte für den Gazastreifen nimmt offenbar Gestalt an. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon will nach Angaben aus dem israelischen Außenministerium den früheren neuseeländischen Ministerpräsidenten Geoffrey Palmer als Vorsitzenden der Kommission gewinnen. Weitere Mitglieder sollen demnach aus Israel, der Türkei und den USA kommen. Ban hat seine Pläne noch nicht offiziell verkündet. Israel hat bisher eine ausländische Beteiligung an einer Untersuchung des Zwischenfalls vom Montag abgelehnt. Bei Entern eines Schiffes pro-palästinensischer Aktivisten durch ein israelisches Militärkommando waren neun Menschen getötet worden. (APA)

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Nein, ich bin nicht Horst Holger
07.06.2010 02:06
Israel hat die Hosen herunter gelassen.

Was aus einem einst unterdrückten Volk geworden ist. Schade, Traurig.

Erich Fried

Worauf es ankommt

Es kommt im Augenblick
nicht darauf an
wann es war
daß die Unterdrückerregierung
in Israel
sich verwandelt hat
in eine Verbrecherregierung

Aber es kommt darauf an
zu erkennen
daß sie jetzt eine
Verbrecherregierung ist

Es kommt auch nicht mehr
darauf an
darüber zu streiten
nach welchem Vorbild
sie ihre Verbrechen begeht
Diese verbrechen selbst
tragen sichtbar die Spur ihres Vorbilds

Aber es kommt darauf an
nicht nur klagend oder erstaunt
den Kopf zu schütteln
über diese Verbrechen
sondern endlich
etwas dagegen zu tun
...

Boots Mann
06.06.2010 23:44
die Untersuchung selbst ist für die Katz, denn beide Motive

waren berechtigt, Israels Prävention, sowie der humantitäre Hilfeleistung zu unterstützen ist.

Einzige wichtige Frage ist: Wie will Israel mit den Palästinensern weiter verfahren....

So wie jetzt, das ist unakzeptabel.

Im äußersten wäre ein UN-MANDAT zwingend.

August Hoffmann
07.06.2010 12:54

Nochmal: Es ging und geht diesen Aktivisten ausdrücklich _nicht_ um humanitäre Hilfsleistung!

Tuncay
08.06.2010 09:41
Und sonst gehts ihnen gut,August ?

zimbo
 
07.06.2010 08:38
Kopfschüsse aus nächster Nähe keiner Untersuchung wert ?

August Hoffmann
07.06.2010 12:57

Nicht dass sich am Schluss herausstellt, dass die "Freunde" der Mehrtürer da ein bisschen nachgeholfen haben, dass es auch wirklich Mehrtürer gibt...

Sonst wäre ja das ganze Unternehmen ohne Erfolg geblieben...

F S 3
06.06.2010 22:39
Augenzeuge v.der Mavri Mamara: "Ich war direkt in die Auseinandersetzungen involviert u.entwaffnete 2 isr.Kommandos. Dies war eine Aktion unter Anwendung von Gewalt (Anm: O'Keefe war Ex US-Marine u.selbst unbewaffnet) z.Entwaffnung dieser Soldaten,…

…welche bereits 2 meiner Brüder,welche ich am Tag gesehen hatte,ermordet hatten.

Einer mit einem glatten Kopfschuß,was wie eine Exekution aussah. Ich wußte, daß die Kommandos den Auftrag hatten zu töten,als ich eine 9mm Pistole von einem entwendete.

Ich hatte d.Waffe in meinen Händen,u.ich hätte sie gegen jene, die vorher einen meiner Brüder getötet hatten verwenden können, beschloß jedoch dies -so wie andere, die das Schiff verteidigten, nicht zu tun.

Statt dessen entlud ich das Magazin (Bleikugeln!) und versteckte die Waffe…


Der Rest auf:
http://humanrightstv.blogspot.com/2010/06/d... marra.html

ministry
09.06.2010 18:09

I deeply admire the strength and character of the Turkish people, despite your history having stains of injustice, like every nation, you are today from citizen to Prime Minister among the leaders in the cause of humanity and justice.
die aussagen des Herren O'Keefe vom link den sie angegeben haben......Ob das die kurdischen Bevölkerungsteile auch unterschreiben?......soweit ich mich erinnere ist die türkische armee auch nicht gerade zimperlich wenns um die kurdische Frage geht.....

zimbo
 
07.06.2010 08:40
Bleikugeln ?

Der Versuch so zu tun, als sei es keine Armeemunition ?

F S 3
07.06.2010 11:05
Nein - eher ist damit die speziel gefertigte Spitze eines Geschoßes gemeint, wo Blei aufgetragen wird, um eine noch verheerendere Wirkung beim Einschlag zu erreichen…

F S 3
07.06.2010 12:26
…pd. Korr: - es soll nicht "aufgetragen" heißen - sondern "FREIGELEGT" natürlich…

…speziell gefertigte Spitze eines Geschoßes gemeint, wo das Blei freigelegt wird, um eine noch verheerendere Wirkung beim Einschlag zu erzielen…

zimbo
 
07.06.2010 15:46
Kein Problem:

Meist ist ein dünner Bleimantel um ein Stahlgeschoss, um den Lauf zu schonen, wenns keine Messinglegierung ist.
Problematischer sind schon die Teilmantelgeschosse, wie sie unsere Polizei auch verwendet, die früher erlaubt waren und keinem Zivilisten mehr zumutbar sind.http://www.natchezss.com/images/pr... AP9HS1.jpg
In der Jagd gibts das noch, schauens da mal bei nosler abc:
http://i49.tinypic.com/iwnltd.jpg

F S 3
09.06.2010 15:58
Danke. Kürzlich wurden auch bereits die ersten AUTOPSIEERGEBNISSE der Ermordeten öffentlich…



Aus der Haaretz:
http://tinyurl.com/3326xz4

…"It was the first time we have seen this kind of material used in firearms. It was just a container including many types of pellets usually used in shotguns. It penetrated the head region in the temple and we found it intact in the brain."…

dr.no3
06.06.2010 20:51
9 menschen 30x angeschossen

http://www.guardian.co.uk/world/201... sy-results

"Pulling the trigger quickly can result in a few bullets being in the same body,..

mitrovic dejan
06.06.2010 17:57
Rauchbombe

Ist auch eine Art Bombe.
Rechsorientierten warfen also diese Bombe auf Israelische Friedensdemostranten die Schielder in die Höhe hielten,auf denen stand
"Wir müssen nach Frieden streben".
Es bleibt die Frage offen ob diesse Rechsorientierten bomben werfer, Teroristen sind,oder nur fans von diesem Israelischen Regierung die wiederum alzeit bereit ist nach "bedarf" Bomben zu werfen.

Oschus Edi
06.06.2010 17:43
was passiert jetzt mit der "MV Rachel Corrie" ?

wird der Frachter zurückgegeben?

ronny thunder
06.06.2010 17:46

natürlich.. was denn sonst ?

Gewitterfreak
06.06.2010 18:34
Da Sie so gut informiert z sein scheinen:


Bekommt Herr Mankell seine privaten Sachen, Kreditkarte, Telefon einschließlich seiner Kleidung auch zurück? Der Mann musste - was eine freche Herabwürdigung ist - barfuß sein Flugzeug besteigen.

Bekommen die Bewohner von Gaza ihre Nudeln und Rollstühle auch? Immerhin wurde das von Israel "entnommen" und nicht nach Gaza geliefert.

Bekommt die Hilfsorganisation auch die gespendeten aber wegen offenbarer totaler Gefährlichkeit zurückbehaltenen Güter von Israel zurück?

Und letztlich: Bekommen die Bewohner von Gaza ihre Freiheit und Menschenwürde von Israel zurück?

Für die umfassende Beantwortung bedanke ich mich im Voraus.

Onkel Karl
07.06.2010 00:51

ad (1) Wer sich mit Hunden schlafen legt, steht mit Flöhen auf; diese banale Weisheit sollte sich Herr Mankell zu Herzen nehmen. Mairead Maguire scheint das besser verstanden zu haben.

ad (2) Warum nicht? Sowohl Israel als auch Ägypten hatten ja ohnehin angeboten, die Güter am Landweg nach Gaza zu bringen. Das war den "Aktivisten" aber nicht so recht; sie wollten ja nicht Nudeln verteilen, sondern die Blockade brechen.

ad (3) Gefährliche Güter (Messer, Pistolen, Raketen) sollte man solchen Leuten lieber nicht zurückgeben.

ad (4) Welche Freiheit meinen Sie? Die Freiheit, Raketen auf Nachbarländer abzuschießen?

Hubert Ungeist
07.06.2010 05:11
ad (1) das Rechtfertigt also Diebstahl und Raub, sehr interessant

ad (2) Tun sie eben nicht, wie auch schon vorher beschrieben

ad (3) der Vorposter spricht von ungefährlichne Gütern wie z.b. Papier, Zement,..

ad (4) nein die Freiheit im interanationalen Gewässer fremde Schiffe zu kapern

August Hoffmann
07.06.2010 13:04

Zement in den Händen der Hamas ist bei weitem nicht so ungefährlich wie Sie glauben.

Denn mit dem Zement werden mit Sicherheit keine Wohnhäuser gebaut.

Ava Tar
07.06.2010 01:46

Die 1,5 Mio. Menschen in Gaza sind also Hunde ?

edu2
07.06.2010 10:10
Die 1,5 Mio. Menschen in Gaza sind also Hunde ?

Lesen, was onkel karl gepostet hat! Er hat muslemische Terroristen damit gemeint, die sich als Aktivisten ausgeben.
Die 1,5 Mio. Menschen in Gaza sind in der Tat von Hamas-Flöhen befallen. Je schneller sie diese los werden, desto eher kann die Blockade aufgehoben werden.

barbara klaric
06.06.2010 17:09
Israel hat bisher eine ausländische Beteiligung an einer Untersuchung des Zwischenfalls abgelehnt. ,.

Vorbildwirkung:
Analog dazu sollte der Iran auch eine ausländische Beteiligung an den Kontrollen seiner Nuklearaktivitäten ablehnen.

Oschus Edi
06.06.2010 17:43

wenn das schule macht, gute nacht!

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