Amnesty International kritisiert vor Weltmeisterschaft die Polizei

5. Juni 2010, 23:19

"Zur Schikane zählen Polizeirazzien, willkürliche Festnahmen, Misshandlung, Erpressung sowie die Zerstörung inoffizieller Behausungen"

Johannesburg - Amnesty International hat wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft schwere Vorwürfe gegen die südafrikanische Polizei erhoben. Die Beamten des Gastgeberlandes gingen vor allem in den Bereichen rund um die Stadien massiv gegen Obdachlose, Straßenhändler und Migranten vor, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Samstag. "Zur Schikane zählen Polizeirazzien, willkürliche Festnahmen, Misshandlung, Erpressung sowie die Zerstörung inoffizieller Behausungen." Auch sei zu befürchten, dass Polizisten übereifrig Gebrauch von Schusswaffen machten, um die erwarteten 350.000 WM-Touristen zu beschützen. Das große Polizei-Aufgebot in den einzelnen Austragungsorten habe außerdem zur Folge, dass während des einmonatigen Turniers in den ärmeren Vierteln mit den höchsten Verbrechensraten weniger Sicherheitskräfte eingesetzt würden.

Polizeisprecher Vish Naidoo verteidigte das Vorgehen der Polizei und Behörden. Amnesty versuche die am 11. Juni beginnende WM in Verbindung mit einem konstanten Problem Südafrikas zu bringen. Millionen Menschen leben dort in Armut und Elendsvierteln. Täglich werden 50 Morde registriert.(Reuters)

salzstreuerIn
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wow welche überraschung

hinter welcher hecke haben die von ai bisher geschlafen

Ernst Guevara
02
hat AI auch erklärt, warum die polizei so handelt?

es geht darum, die überwiegend nur am fußball und an einer effektvollen show interessierte öffentlichkeit nicht mit problemen zu konfrontieren wie armut, hunger und slumelend. deshalb werden hier die armen aus dem öffentlichen raum vertrieben, um der welt ein "sauberes" image von südafrika vorzuführen. daher kann man durchaus sagen, die FIFA trägt eine mitverantwortung dafür, dass die südafrikanische polizei ihr brutales gesicht zeigt. und sportliche großveranstaltungen waren schon immer ein geeignetes instrument, um die menschen von ihren problemen abzulenken und den öffentlichen fokus auf die show zu lenken.

Malkaye
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fehlt nur noch eine kleine brotsubvention während der meisterschaft

panem et circenses

zimbo
 
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Fußball ist schädlich, nicht nur bei Häupls EM.

pepitschek1
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fußball ist doch nicht schädlich...

nur die kommerzialisierung des events fußball ist schädlich, der nationalismus, der oft dahintersteckt, hinter dem wir sind auf grund der herkunft toll und die anderen nicht so sehr, der sexismus ist ein problem, die homophobie ein riesiges, und rassismus sowieso. dann noch diese (verbale) aggressivität mancher übereifriger "team"spielenden...

aber fußball? das spiele ich mit meinem kleinen bruder, und ist nicht schädlich, außer einer von uns fällt aufs knie... das tut dann ein bissi weh.

zimbo
 
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So wars ja auch nicht gemeint.

Aber die EM hat nicht nur vielen Bäumen das Leben gekostet, die Bewohner wochenlang den Nachtschlaf gekostet sondern auch viel Steuergeld.
Abgesehen vom Vandalismus, möcht ich nicht wissen wieviele Unfälle es aufgrund von Häupls verordnetem Schlafdefizit gab.

Gegen das Spiel mit Ihrem Bruder ist selbstverständlich nichts einzuwenden (geht ja auch ohne Lärm, Scherben und hohe Kosten, sowie überheblichen, selbstherrlichen Politikern).

Ernst Guevara
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sehe ich so wie Sie

nur wenn man sich die wurzeln des modernen fußball anschaut, der erst im laufe des 19.jahrhunderts "zivilisiert" wurde, dann kann man durchaus auch zu der erkenntnis gelangen, dass fußball "schädlich" (für die gesundheit) sein kann. im mittelalter spielte man "fußball" als ganzkörperball und die kontrahenten waren nicht mannschaften von jeweils 11 spielern, sondern ganz dörfer, die gegen einander antraten und tagelang um den ball kämpften, dabei kam es anno dazumal auch zu todesfällen. echte brutalität also!

pepitschek1
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wenns da so argumentieren...

is ja marathonlaufen auch gefährlich.

was dem ersten marathonläufer widerfahren ist scheint ja allgemein bekannt zu sein.

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