"Cheonan" sank in der Nähe eines Manövergebiets

USA und Südkorea übten am Tag des Schiffsuntergangs 120 Kilometer entfernt U-Boot-Abwehr

Washington - Die USA und Südkorea haben am Tag des Untergangs eines südkoreanischen Kriegsschiffs rund 120 Kilometer vom Ort des Zwischenfalls entfernt ein gemeinsames Seemanöver abgehalten. Das verlautete am Samstag aus US-Militärkreisen. Demnach wurde bei dem Manöver Ende März die Abwehr von U-Boot-Angriffen geprobt.

Pjöngjang weist Verantwortung zurück

Die "Cheonan" wurde laut den Ergebnissen einer internationalen Untersuchung durch einen nordkoreanischen Torpedo-Angriff versenkt. Das südkoreanische Kriegsschiff befand sich auf einer routinemäßigen Patrouillenfahrt an der umstrittenen Seegrenze zum kommunistischen Nordkorea. Die Regierung in Pjöngjang hat jede Verantwortung für den Untergang des Schiffes zurückgewiesen. Bei dem Zwischenfall kamen 46 Seeleute ums Leben.

Wie eine Sprecherin der US-Truppen in Südkorea, Oberst Jane Chrichton, am Samstag der Nachrichtenagentur AP mitteilte, begann das mehr als 100 Kilometer von dem Ort des "Cheonan"-Untergangs entfernte Seemanöver am 25. März um 22.00 Uhr und endete am 26. März um 21.00 Uhr. An dem Manöver beteiligten sich den Angaben zufolge zwei US-Zerstörer und andere Schiffe. Ein südkoreanisches U-Boot übernahm die Rolle des Ziels. Das Manöver sei wegen des Untergangs der "Cheonan" vorzeitig beendet worden, hieß es. (APA/apn)

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