Philadelphia zurück im Stanley-Cup-Rennen

5. Juni 2010, 11:16
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Flyers gewinnen zweites Heimspiel gegen Blackhawks 5:3 und gleichen in der Serie auf 2:2 aus - Spiel fünf in Chicago

Philadelphia - Die Philadelphia Flyers haben sich im Rennen um den Stanley-Cup zurückgekämpft. Dank eines hart erkämpften 5:3-Heimsieges gegen die Chicago Blackhawks am Freitagabend ist das Duell um die begehrteste Eishockey-Clubtrophäe nach dem vierten Finalspiel wieder völlig offen. Beim Zwischenstand von 2:2 findet Spiel fünf der "best of seven"-Serie in der Nacht auf Montag statt. Das bisher bedeutungsvolle Heimrecht wechselt dabei wieder nach Chicago.

Erst als Jeff Carter 25 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor der Gäste traf, durfte sich Philadelphia des Sieges sicher sein. Dabei hatte es für das Team aus Pennsylvania schon nach 47 Minuten sehr gut ausgesehen. Mit dem 4:1 des Finnen Ville Leino schien die Entscheidung im Wachovia Center gefallen zu sein. Doch die Blackhawks schafften dank Dave Bolland (53.) und Brian Campbell (56.) den Anschluss und drückten auf den Ausgleich. Flyers-Goalie Michael Leighton ließ sich aber nicht mehr bezwingen.

Philadelphia, wo der Wiener Andreas Nödl erneut nicht zum Einsatz kam, feierte den siebenten Heimerfolg in Serie. "Als wir nach den Niederlagen aus Chicago zurückkamen, habe ich gesagt, dass wir beide Partien hätten gewinnen können. Mir gefällt unser Spiel, es hat sich nicht geändert - nur das Ergebnis ist anders", analysierte Flyers-Trainer Peter Laviolette. Nach den beiden jüngsten Flyers-Erfolgen ist für Philadelphia der erste Cup-Gewinn nach 35 langen Jahren wieder realistisch.

Im Lager der Blackhawks enttäuschte erneut die erste Sturmreihe mit Jonathan Toews, Patrick Kane und Dustin Byfuglien. Als Chicago die ersten beiden Duelle für sich entschieden hatten, träumten viele Fans in der "Windy City" bereits vom ersten Blackhawks-Titel seit 1961. Nun scheint das Pendel aber zugunsten der Flyers auszuschlagen. "Wir wussten, dass es eine lange Serie und nicht alles nach unserem Plan laufen wird", versuchte Kapitän Toews Gelassenheit zu verbreiten und Teamkollege Marian Hossa meinte: "Sie sind ein großartiges Team, und wir müssen ganz einfach schlauer spielen." (APA/Reuters/dpa)

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    Freudige Flyers feiern Finalrückkehr

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