Defekter Fahrradhelm beginnt zu müffeln

4. Juni 2010, 13:29
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Eingearbeitete Duftstoffe werden bei kleinsten Rissen freigesetzt

Wien - Einen Fahrradhelm, der bei Beschädigungen zu müffeln beginnt, haben Wissenschafter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik (IWM) in Freiburg (Deutschland) entwickelt. Damit sollen auch unsichtbare Beschädigungen, welche die Sicherheit im Falle des Falles beeinträchtigen würden, erkannt werden.

Experten warnen immer wieder, dass nur einwandfreie Schutzhelme optimale Wirkung haben. Nach einem Sturz - auch wenn dabei nur der Helm vom Tisch gefallen ist - sollte man ihn vorsichtshalber austauschen. Deshalb haben die deutschen Forscher in den Kunststoff des Fahrradhelms Duftkapseln eingearbeitet. "Bilden sich in den Polymerwerkstoffen kleine Risse, so beginnen diese zu riechen. Größere Risse stinken geradezu", so Christof Koplin vom IWM).

Das Helmmaterial besteht aus einer Schicht aus Melaminformaldehydharz, dieses verschließt die Geruchtskapseln geruchsdicht und mechanisch. Im Inneren der Kapseln befindet sich ein poröser, wenig deformierbarer Siliciumdioxid-Kern, der den Duftstoff einschließt. Das Verfahren eignet sich nach Ansicht der Erfinder nicht nur für Schutzhelme, sondern etwa auch für Schläuche und Leitungen für die Wasser- oder Gasversorgung. (APA)

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