AT&T: Aus für unlimitierte mobile Flatrates

4. Juni 2010, 11:52
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Heavy User beeinträchtigen Übertragungsgeschwindigkeiten

Weniger als zwei Prozent der Nutzer von mobilem Internet sind der Grund, warum AT&T  nun verkündet hat, nicht länger unlimitierte Flatrates anzubieten. Diese Heavy User würden die Kapazitäten des Netzbetreibers so stark beanspruchen, dass die Übetragungsgeschwindigkeiten für alle Kunden beinträchtigt würden, so die Erklärung des Unternehmens, berichtet die New York Times.

Heavy User sollen mehr zahlen

Anstelle der unlimitierten Angebote sollen nun begrenzte Flatrates angeboten werden. Bei Überschreitung fallen zusätzliche Gebühren an. Analysten glauben, dass dieser Schritt Vorbild für andere Netzbetreiber sein könnte. "Die neue Generation von Heavy Usern wird, je nach dem, wieviel sie nutzen, mehr bezahlen", so Roger Entner vom Unternehmen Nielsen.

Das neue System sei fairer gegenüber jedem, argumentiert AT&T. Anstatt für 30 Dollar monatlich unlimitiertes Datenvolumen zu bekommen, bietet das Unternehmen nun 200 Megabyte für 15 Dollar beziehungsweise zwei Gigabyte für 25 Dollar an. Wird die Grenze überschritten, fallen zusätzliche Gebühren an. Laut AT&T sollen die zwei Gigabyte für 1.000 Minuten Video, 400 Song-Downloads oder etwa eine Million einseitige E-Mails reichen. Bestehende Verträge bleiben davon vorerst unberührt, wer noch einen unlimitierten Vertrag hat, kann diesen beibehalten.

Explosion des mobilen Datenverkehrs

Eine neue Generation fortschrittlicher Smartphones hat zu einer Explosion des mobilen Datenverkehrs geführt. In den USA hatten im April dieses Jahres 57,1 Mio. Handybesitzer eine unlimitierte Datenflatrate. Das bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent, so eine comScore-Untersuchung.

Für die Netzbetreiber hat sich das gelohnt: Vergangenes Jahr setzten sie 41,5 Mrd. Dollar durch Datendienste um, 2005 waren es gerade einmal 8,5 Mrd. Verträge mit Usern, die den unlimitierten Zugang wörtlich nehmen, werden für die Anbieter allerdings schnell zu Minus-Geschäften. Vor allem iPhone-Nutzer würden die Betreiber oft mehr kosten, als diese ihnen einbringen.(pte)

 

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AT&T

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