Schieder wünscht sich Verbot von Leerverkäufen

4. Juni 2010, 11:10
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Dem Finanzstaatssekretär schwebt Deutschland als Vorbild vor

Wien - "Österreich sollte sich das deutsche Verbot von ungedeckten Leerverkäufen zum Vorbild nehmen", sagt Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) am Freitag laut Aussendung. Österreich solle "rasch prüfen, wie ein solches Verbot auch in Österreich umgesetzt werden könnte" so Schieder unter Verweis darauf, dass auch auf europäischer Ebene ein solche Maßnahme diskutiert werde.

Der SPÖ-Staatssekretär sieht auch für die Einführung einer Börsenumsatzsteuer "Rückenwind aus Deutschland", da dort die Einführung einer neuen Börsensteuer zusätzlich zur Bankenabgabe geprüft werde. Auch wenn die Regulierung der Finanzmärkte eine europäische Angelegenheit sei, würden Frankreich und Deutschland vorzeigen, "dass einzelne Länder auch vorangehen und so den Druck erhöhen können".

Frankreich mit Deutschland prinzipiell einig

Frankreich und Deutschland sind sich unterdessen nach den Worten der französischen Wirtschaftsministerin Christine Lagarde im Verbot ungedeckter Leerverkäufe prinzipiell einig. Es habe Differenzen gegeben über den Zeitpunkt des Verbots, sagte Lagarde am Freitag im südkoreanischen Busan vor Gesprächen der G-20-Finanzminister und Zentralbanker. "In dieser Hinsicht hat sich alles aber wieder geordnet und befindet sich nun wieder an seinem Platz", fügte sie in dem Interview von Reuters Insider TV hinzu. Deutschland hat ungedeckte Leerverkäufe auf Aktien und Staatsanleihen jüngst im Alleingang verboten und damit international Irritationen ausgelöst. (APA)

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