D8

Microsoft-CEO: "Chrome OS und Android? Das ist sinnlos"

4. Juni 2010, 10:07

In Google Strategie mit zwei Betriebssystemen sieht Steve Ballmer keinen Sinn - klassischer PC stirbt nicht aus

Tablets hin, Smartphones her: Nach Ansicht von Microsoft-CEO Steve Ballmer ist der PC nicht vom Aussterben bedroht, er ändere jedoch seine Form. "Ich glaube, dass die Menschen PCs in immer größerer Zahl noch viele Jahre nutzen werden", sagte Ballmer am Donnerstag auf der D8-Technologiekonferenz in Kalifornien. "Nichts, was heute mit einem PC getan werden kann, wird morgen weniger wichtig sein." Das Wichtigste ist für Microsoft aber, dass auf jedem Gerät Windows läuft.

iPad ändert PC-Markt

Microsoft beherrscht mit seinem Betriebssystem Windows die PC-Welt. In den vergangenen Jahren hatte das offene Betriebssystem Linux dem Platzhirschen ein paar Marktanteile abnehmen können, auch die Mac-Rechner von Apple konnten zulegen. Microsoft geriet jedoch nie ernsthaft in Gefahr. Nach Ansicht von Apple-Chef Steve Jobs hat sich das Blatt nun gewendet mit dem iPad und seinem berührungsempfindlichen Bildschirm. "Es ist eine Zeit der Veränderung", räumte Ballmer ein. "Ich glaube, PCs werden anders aussehen." Das bringe Unruhe. Doch im Trend zu schlankeren, stärker vernetzten Geräten liege für Microsoft keine Gefahr. "Wir bewegen uns von einer Welt, die grundlegend gut für uns ist, zu einer Welt, die sogar noch besser für uns werden könnte."

Die Zukunft ist Chrome OS

Für Googles Ansatz, den Markt mit zwei Betriebssystemen - Chrome OS und Android - in Angriff zu nehmen, hat Ballmer offenbar wenig Verständnis. Diese Strategie sei für den Microsoft-Chef sinnlos. Microsofts Chief Software Architect Ray Ozzie, der sich gemeinsam mit Ballmer den Fragen auf der D8 stellte, meinte, dass Chrome OS die Zukunft sei. Chrome OS werde in Zukunft eine große Rolle spielen, wenn Browser und Web-Anwendungen stärker und stabiler werden, Ozzie habe das im Gegensatz zu Ballmer erkannt, meint Business Insider. Das sei charakteristisch für die Microsoft-Ära unter Steve Ballmer, der sich 2007 auch über das erste iPhone lustig machte, bevor es den Markt im Sturm eroberte.

Microsoft in Bedrängnis

Erst einmal ist Microsoft aber ins Hintertreffen geraten. Apple hat das Software-Urgestein als wertvollstes Technologieunternehmen überholt. Obwohl Microsoft auch Smartphones und Tablets als Computer sieht, die möglichst mit einer Form von Windows laufen sollten, hat das Unternehmen hier aktuell nur wenig entgegen zu setzen. Windows Mobile befindet sich am Markt im Sinkflug, bis erste Handys mit dem Nachfolger Windows Phone 7 auf den Markt kommen, dauert es noch. Am Tablet-Markt entscheiden sich viele Hersteller für Android, Ende des Jahres sollen die ersten Chrome OS-Geräte auf den Markt kommen. Hier will sich Microsoft mit dem neu vorgestellten Windows Embedded 7 Marktanteile zu erkämpfen. Als eines der ersten Tablets soll das Asus EeePad damit auf den Markt kommen. (br/APA)

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Peter W1
 
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Mit Ballmer muss sich Mensch ohne Vorbehalte auseinandersetzen. Er hatte seine Fehler, aber in den letzten Jahren agiert er sehr bedacht.

Das schmeckt unseren Fanboys nicht, aber Ballmer hat es geschafft, das Microsoft das erste Mal in diesem Jahrtausend Apple wieder Marktanteile abjagte. Nicht, dass das jetzt so wichtig wäre, weil Apple eh ein 4%-Zwergerl ist, aber es ist ein wichtiges Symbol.

Weiters hat er die XBox als meistverkaufte Konsole stabilisiert (das Wii wird zwar öfter verkauft, aber niemand kauft sich dafür Software) und mal schauen, ob Windows Phone 7 die Probleme der Gerüchtebörse noch vor der Einführung behebt.

Peter W1
 
100

Es behauptet auch niemand, dass Smartphones oder gar Tablets eine Alternative zu PCs darstellen. PCs gibt es in beliebigen Abstufungen und daher decken sie jedes Nutzungsverhalten ab.

Smartphones sind nett für unterwegs. Wobei an den grottenschlechten Applikationsverkaufszahlen (im Vergleich zur PC-Industrie) abzulesen ist, dass die meisten gar nicht wissen, was sie mit einem Smartphone machen sollen.

Was passieren kann ist, dass PCs zu Terminals verkommen. Aber da brauchen wir keine anderen Browser oder ähnliches. Da brauchen wir durchgehend schnelle und stabile (!) Internetverbindungen. Solange das aber nicht für einen Großteil der Bevölkerung gewährleistet ist, ist das schlicht ein Unfug.

Und Tablets floppen bereits jetzt.

fat albert1
03

Ich würde auch gern mal so einen Flop wie den IPad herausbringen.

Anyuser
 
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_DAS_ iPad

m.schmidler
02

Ballmer ist im Gegensatz zu Jobs, der täglich an den Produkten mitarbeitet, der klassische Manager-Typ der von der eigentlichen Arbeit seiner Leute wenig mitbekommt und relativ visionslos mit Zahlen jongliert.
An Ray Ozzie sieht man hingegen wieder, dass hinter den Kulissen sehr viel intelligentere Leute stecken und ganz ehrlich: Nach denen sollte man Microsoft beurteilen, nicht nach dem Ballmer-Kasperl. (Trotzdem schade, dass nicht jemand wie zB. J Allard diese Firma leitet)

Schlafsackerl
01
Meint er ..

so wie mobile windows und normales windows? :)

Hat nicht jeder Hersteller 2 Versionen von Betriebssystemen? Apple hat ja auch volles OS X und die iPhone/iPod/iPad-Variante davon, MS auch, also warum net Google? Check ich da was net?

(°)(°)
00
I love Erwin Grubstaetter

http://derstandard.at/3022537

Wiesel1982x
12

Microsoft wird erst ein Problem kriegen, wenn Computerhersteller die Wahl zwischen 2 Betriebssystemem haben. die sie auf Ihre Rechner drauf klatschen. Wenn dann noch eines dabei ist, welches einfach, kostengünstig, kompatibel und vor allem auch für den Kunden ansprechend ist, ist Microsoft weg sein bzw. verliert sehr viel an Wert.

salenoz
 
20

Diese Wahl hat man mit Linux seit Jahren und man sieht ja was daraus geworden ist.

Seit 10 Jahren behaupten immer wieder ein paar Leutchen "Dieses Mal geht MS bestimmt unter, dieses mal bestimmt". Lächerlich.

Siehe Linux am Netbook: Ein Desaster, MS musste sogar XP "reaktivieren" weil es die Hersteller so dringend brauchten.

Cyborg78sbg
12

Sagte jemand der absolut keinen Plan von einem anderen OS außer Windows hat. Weißt schon was es mit sudo auf sich hat?

Egal wie viel Mist MS macht, du verteidigst diese Firma auf Biegen und brechen, stimmts? Und alle anderen Fakten (Monopol, Abhängigkeit durch Inkompatibilität, Marktmacht,...) werden einfach beiseite geschoben und schlichtweg ignoriert.

Wie bei bei diesen Zeugen Jehovas. Weils so in der Bibel steht ises richtig. Punkt.

salenoz
 
20

Ganz einfache Frage: Was konkret stimmt am Posting, auf das Sie geantwortet haben, nicht?

Cyborg78sbg
00

Das mit der freien Wahl zum Beispiel. Theoretisch hat man freie Wahl, aber nicht bei solch einer Marktmacht und Abhängigkeit seitens MS.
Wurde dir schon oft genug vorgekaut, aber das hast du stets ignoriert.

Linux am Netbook ein Desaster? Wenn einige Hersteller ein liebloses Linux drauf-klatschen dann liegt das am Hersteller selbst. Linux war aber deswegen kein Desaster.

Und MS MUSSTE xp reaktivieren? MUSSTE? Die hatten ja nicht mal was anderes als ihr veraltetes XP, welches sie beinahe her schenkten um dem Markt nicht zu verlieren. Vista lief nicht auf den Teilen weil es so grottig schlecht war. Siehe dazu offizielle Aussage von MS. Das geben die sogar zu mittlerweile.

Großer Unterschied in der Darstellung.

salenoz
 
10

Eben nicht!
Bei Netbooks hat man's gesehen: Da haben zu Anfang mehr oder weniger alle Hersteller auf Linux gesetzt, böse MS - Marktmacht hin oder her!
Aber mit falschen Entscheidungen (z. B. extrem abgespeckte Distribution) hat man das vergeigt. Desaster deswegen, weil man eine einzigartige Chance vertan hat (Linux ist daran nicht schuld, aber das nutzt auch nix mehr).

Hersteller wählen hauptsächlich Windows, um den Kundenwünschen zu entsprechen. Die Industrie will Geld verdienen, die Mehrheit der Kunden will Windows. Also eine logische Wahl.

Netbooks hatten einfach nicht die Leistung um ein "volles" BS vernünftig laufen zu lassen. Das ist heute anders. Das MS XP reaktivierte ist klar: Wenn Kunden es wollen, will MS ja auch Geld verdienen

Cyborg78sbg
00

Das viele Hersteller eine Chance vertan haben gebe ich dir recht, und auch, dass es eben nicht an Linux lag.
Aber das mit Windows WOLLEN ist so ne Sache. Die meisten müssen, da sie keine Wahl haben, bzw. sie kennen oft nichts anderes.
Auto muss man auch nicht haben und auch keinen Führerschein, aber um am Arbeitsmarkt heutzutage bestehen zu können MÜSSEN sich viele beides anschaffen.
Laut deiner Aussage war WinXP kein volles BS? Was wars dann? Und was ist dann Linux? Also der letzte Abschnitt ist totaler Blödsinn. Abgesehen davon was MS will, Geld verdienen, ist mir das egal. Ich und sehr viele andere Kunden hätten sehr gerne Wahlfreiheit. Also nicht jeder will unbedingt Windows. Und schon sind wir wieder beim Thema Abhängigkeit.

salenoz
 
00

"Volles BS" war unglücklich formuliert, ich meine damit ein modernens BS - XP ist einfach schon alt. Dass die Hersteller abgespeckte Versionen verwendeten hat ja auch einen Grund: Volle Distributionen wie Ubuntu laufen - ohne Anpassung - auf den Geräten der 1. Generation auch nicht wirklich toll.

Und ja, Viele kennen Alternativen zu Windows kaum; man kann sie aber nicht dazu zwingen! Mit Netbooks hat man einer ganzen Geräteklasse Linux verpasst und die Leute wollten XP.
Wie bei mir damals an der AHS: OpenOffice wurde uns nahegelegt und erklärt - den Schülern und Lehrern. Nach einer Woche ging eigentlich jeder zu MS Office zurück.

Linux IST eine Alternative - aber eben am Desktop nicht sehr erfolgreich, da hilft nix.

Cyborg78sbg
00

Marktbeherrschende Stellung besteht mehr als nur "Die Leute wollen es".
Wenn es die Leute wollen, was war dann mit Vista? Die Leute wollten es eben nicht, aber sie hatten keine Wahl. Lies dir mal den Post eines unten durch von "derEismann". Super Beispiel. So geht es vielen.
Oder warum ist MS nun weg am Smartphone Markt? Hier herrscht Konkurrenz. Aber dennoch hat hier keiner eine Vormachtstellung. Auch nicht Apple.
Das 90% genau das eine wollen?
Genau das ist dein Problem, du willst es nicht wahrhaben was Marktmacht bedeutet. Marktmacht ist sehr viel Druck und zwang.
Aber wie ich schon geschrieben habe. Schwarz weiß denken wie die Zeugen Jehovas. Das steht so in der Bibel und daher ist es richtig, selbst wenn man sich widerspricht.

derEismann
00

Und um genau das zu verhindern, betreibt Microsoft seine closed Source Politik. Ich muss ganz ehrlich sagen, das ich Jahre versucht habe Linux zu verwenden. Und obwohl es sicher das bessere OS ist, habe ich jetzt wieder Windows im Betrieb. Es gibt halt leider kaum Spielehersteller etc. die mit Linux kompatibel sind :(.

Bei uns hat jeder das Recht auf zensierte Meinung
06

Microsoft hat während der Ballmer-Ära mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt!
Die natürliche Strafe für diese bekloppte "Hauptsache, Windows läuft drauf!"-Politik -- und läuft Windows dort erstmal, braucht M$ nichts mehr weiteres machen.
Das hat dazu geführt, daß sämtliche M$-Produkte, erstmal am Markt platziert, nicht mehr weiterentwickelt wurden, bis sie so veraltet waren, daß sie im Vergleich zu kompletten Neuentwicklungen anderer Hersteller niemand mehr haben wollte. Genau dasselbe passiert jetzt halt auch mit "Mobile Windows"... total veraltet, schlecht bedienbar, zu teuer, klobig.

Ballmer und das von ihm autokratisch geführte MS ist wieder mal zu spät dran und versucht nun, alles schönzureden. Die Wirklichkeit wird ihn einholen.

bensen
 
02
dass der Balmer keinen Plan hat, hat er uns in den letzten Jahren gezeigt

>>Machine Gun Kelly<<
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das sagt uns nur

Das Steve B. und ms schiss haben vor Google und Apple
Der hat damals das iphone auch ausgelacht und hat gemeint das es keiner kauft :-)

Ich hätt´ gern das Gröstl, bitte.
112

Ballmer:" Das Wichtigste ist für Microsoft aber, dass auf jedem Gerät Windows läuft."

Das ist ja das Hauptproblem: Auch wenn´s installiert ist .......läuft´s nicht immer!

*duckundweg*

CouchDB
01
Tatsächlich ist der klassische Desktop am Ende.

Im Gegensatz zu Balmer glaube ich das der "klassische Desktop" am Ende ist - er wird nicht von
Tablets wie Jobs glaubt abgelöst sondern von einer Vielzahl von diversen "Gagets" wie eben ein Smartphone ein Tablet oder ein Terminal - das schließt sich ja dann der Kreis wieder. Mit oder ohne Tastatur, Touchoberfläche was auch immer - und ja ich glaube das unsere Daten in der "Cloud" landen werden - sie sind ja schon da ! Jede Bank/Versicherung weiß vermutlich besser als die Kunden über deren (finanzielle) Spielräume Bescheid usw., Millionen von eMails lagern (unverschlüsselt) bei diversen Mailanbietern. Ich habe nichts dagegen meine Daten einen (seriösen) Anbieter auf einer (verschlüsselten) Disk a la Dropbox oder Teamdrive anzuvertrauen.

Vormund von Peter W1
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ich schätz es wird jede menge geräte wie auch desktops geben, nur werden die applikationen weniger relevant sein. klar, windows wird noch immer dafür gebraucht, aber weniger bewusst und es wird alternativen geben. kleiner tipp, google's vorstellungen zum open&social web ("leicht" verständlich)
http://www.youtube.com/watch?v=j5rf-JlV8dw
wenn das durchgezogen wird und webbrowser viel besser werden, wird sich über die jahre eine ganz andere vorstellung was ein pc ist in den köpfen der (jüngeren) generation durchsetzen.

bensen
 
02
die geräte werden "spezieller"

Derzeit hat ja jeder einen PC-Kasten zuhause, auch wenn Mutti damit nur Emails versenden, im Web surfen und Fotos anschauen will.

Die ganzen "Muttis" da draussen brauchen keine 4GB Ram und einen Quadcore und wollen sich erst recht nicht an diese "kompizierte" Kiste setzen. Die wollen auf der Couch sitzen und so einfach wie möglich ihr Ding machen, wahlweise mit einem Tablet.

Es wird schlicht effizienter eingekauft werden. Klar wirds PCs noch lange geben aber die werden nur User kaufen die das Teil unbedingt brauchen z.b für die Arbeit.

Das ist meine Ansicht der Dinge und darum würd ich Apple Aktien kaufen wenn der Kurs traditionell kurz vor, während bzw kurz nach der Keynote "kurzzeitig" runter geht. Das wird die letzte Chance sein.

Funk1
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100% Zustimmung!

Manche Menschen glauben halt das wir auch noch in 10 Jahren vor klassischen PCs und Laptops sitzen werden, jede Wette, dass es nicht so kommen wird.
Ich habe mir kürzlich ein Desire gekauft und merke schon wie sich mein Nutzerverhalten verändert hat. Ein Ipad oder ähnlich Geräte werden da sicher noch mehr bewegen.

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