Zweite Hilfslieferung

Israelische Marine entert die "Rachel Corrie"

5. Juni 2010, 15:41

Soldaten sollen mit Einverständnis der Besatzung an Bord gekommen sein - Pro-palästinensische Aktivisten widersetzten sich vier Aufforderungen zum Kurswechsel

Washington/Tel Aviv - Israelische Soldaten haben am Samstag das Hilfsschiff "Rachel Corrie" geentert und den unter irischer Flagge fahrenden Frachter übernommen. Das bestätigte eine Armeesprecherin. Nach ersten Angaben soll es zu keinen Zwischenfällen gekommen sein. Die Besatzung und die Passagiere an Bord des Schiffes auf dem Weg zum unter israelischer Blockade stehenden Gazastreifen hätten "voll kooperiert".

Die israelischen Soldaten seien mit vollem Einverständnis der Besatzung an Bord gegangen, erklärte die Armeesprecherin weiter. Mit der Enterung sollte verhindert werden, dass die "Rachel Corrie" die von Israel über den Gazastreifen verhängte Blockade durchbricht. Die "Rachel Corrie" wurde den Angaben zufolge im Mittelmeer nahe der Küste des Gazastreifens aufgebracht. Die Soldaten seien von Booten aus an Bord des Schiffs gegangen.

Das Schiff wird nach Angaben der Sprecherin jetzt in den Hafen von Ashdod gezogen. Dort sollen die etwa 1.200 Tonnen Hilfsgüter gelöscht und inspiziert werden. Danach sollen sie in den Gazastreifen weitergeleitet werden.

Die israelische Marine hatte das siebente Schiff der Gaza-"Solidaritätsflotte" mehr als acht Stunden lang im Mittelmeer verfolgt. Die Besatzung widersetzte sich insgesamt vier Aufforderungen, den Kurs zu wechseln und nicht in die Küstengewässer vor dem Gazastreifen zu fahren.

Ex-Vize- UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträgerin an Bord

Unter den Aktivisten an Bord der "Rachel Corrie" sind unter anderem der ehemalige stellvertretende UN-Generalsekretär Denis Halliday aus Irland und die nordirische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire. Das irische Schiff trägt den Namen einer Studentin, die bei einem Protest gegen israelische Hauszerstörungen im Gazastreifen von einem Bulldozer tödlich verletzt worden war. An Bord befinden sich außerdem 14 Gaza-Solidaritätsaktivisten. "Wir wollen die Blockade des Gazastreifens durchbrechen. Wir haben keine Angst", hatte Maguire zuvor erklärt.

USA: Israels Gaza-Blockade nicht tragbar

Die USA haben Israel aufgefordert, die Blockade des Gazastreifens zu lockern. "Die gegenwärtigen Vereinbarungen sind nicht tragbar und müssen geändert werden", sagte ein Präsidialamtssprecher am Freitag in Washington. Die US-Regierung berate mit Israel, der Palästinenser-Regierung und internationalen Partnern über Möglichkeiten, mehr Hilfsgüter in den Gazastreifen zu liefern. Dazu sei es nötig, dass alle Beteiligten unnötigen Konfrontationen aus dem Weg gingen.

Netanyahu hält an Seeblockade des Gazastreifens fest

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu will die Seeblockade des Gazastreifens ungeachtet internationaler Kritik aufrechterhalten. Netanyahu sagte am Samstag, er werde "die Errichtung eines iranischen Hafens im Gazastreifen" nicht erlauben. Israel wirft dem Iran vor, die radikale palästinensische Hamas im Gazastreifen mit Waffen und Geld zu beliefern. Netanyahu erklärte weiter, die Blockade solle verhindern, dass Waffen in die Hände der Hamas fielen.

Türkei will Zusammenarbeit mit Israel einschränken

Die Türkei will unterdessen ihre Zusammenarbeit mit Israel einschränken. Der türkische Vize-Ministerpräsident Bülent Arinc erklärte am Freitag, sämtliche Kooperationsprojekte würden überprüft. "Wir nehmen diese Sache sehr ernst. Neue Kooperationen werden nicht aufgenommen werden, und die Beziehungen zu Israel werden eingeschränkt werden." Als Beispiele nannte Arinc die wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Jerusalem.

Türkische Ermittler sammeln Beweise

Türkische Ermittler sammeln Beweise für Strafverfahren gegen die Verantwortlichen des israelischen Angriffs auf die mit Hilfsgütern für Gaza beladene Schiffsflotte. Die Staatsanwaltschaft in Ankara habe Aussagen von verletzten Aktivisten angefordert, berichteten türkische Medien am Freitag. Außerdem gebe es medizinische Untersuchungen, die Hinweise auf große Brutalität ergeben hätten. Die türkischen Ermittler gehen dem Verdacht auf Entführung, Totschlag und Freiheitsberaubung nach. Bei dem israelischen Einsatz gegen die Gaza-"Solidaritätsflotte" waren acht Türken und ein US-Bürger türkischer Herkunft getötet worden.

Schwedische Hafenarbeiter beschließen Blockade gegen Israel

Schwedische Hafenarbeiter wollen israelische Schiffe eine Woche weder be- noch entladen. Die aus Protest gegen die israelischen Blockade des Gazastreifens beschlossene Aktion soll vom 15. bis 24. Juni dauern und auch israelische Waren umfassen, teilte die Gewerkschaft Schwedischer Hafenarbeiter am Samstag in Stockholm mit.

Gewerkschaftssprecher Peter Annerbäck sagte, die 1.500 Mitglieder protestierten damit vor allem gegen die israelische Militäraktion gegen eine internationale Hilfsflotte am Montag, bei der neun Aktivisten getötet wurden. Am Samstag brachte die israelische Marine ein weiteres Schiff auf, das die Gaza-Blockade durchbrechen wollte. (red/APA/Reuters/apn)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1171
BK W. Shoyssel
34
voll kooperiert

na bitte, es geht ja.
Zwar vier mal das Abdrehen verweigert, aber dann doch nicht mit Eisenstangen losgeprügelt.

Wenn dieses Mindestmaß von Kooperation auch beim letzten Schiff seitens islamistischer Aktivisten vorhanden gewesen wäre, hätte es keine Todesopfer und auch keine Verletzten gegeben.

Hubert Ungeist
 
32
Nun ich hoffe sie fordern auch

das Israel bei einer internationalen Untersuchung kooperiert - oder gilt das wiederum nur für NIchtisraeli?

Halbmond
23

Der herr BK W. Shoyssel solte man einmal fragen was die Israelischen soldaten in Internationalen gewässer ein Friedensschiff capern,ob das über einstimmt mit Internationalen recht.

mhhh Herr BK W. Shoyssel.

BK W. Shoyssel
00

ja, das stimmt überein mit internationalen Verträgen. Die Israelis durften das zivile neutrale Schiff stoppen, da es offfensichtlich mit Konterbande beladen war und versuchte, eine Seeblockade zu brechen.

Und "Friedensschiff" würde ich einen Blockadebrecher mit islamistischen Prügeltypen auf Deck nicht gerade bezeichnen. Wie "friedlich" das alles war, zeigt sich ja jetzt an der Eskalation durch den Iran.

Fritz Wunderlich
21

eine internationale untersuchung, sehr gut
selbstverständlich müssen die verbindungen zwischen der türkischen regierungspartei akp, erdogan, milli görüs, hamas und der ihh, die den gegen internationales recht verstoßenden blockadebruch organisiert hat, untersucht werden, ebenso die geiselnahme durch die islamisten an bord
alles ans tageslicht über die verbindungen zwischen „friedensaktivisten“ und hamas

F S 3
410
Unterstützt Isreal! - Entert einfach ein…

…Tretboot auf der alten Donau und beruft euch auf irgend so ein Glücksspielgesetz.



"Niemals wieder"?

Leider immer öfter.

Rachel Corrie, Friedensaktivistin 1979-2003. Niedergewalzt von einem IDF-Bulldozer in Gaza, der sicherheitshalber nochmals über ihren Bruskorb retour fuhr…

miriam7
22
der sicherheitshalber nochmals über ihren Bruskorb retour fuhr…

Waren Sie dabei oder verbreiten Sie hier ganz einfach palästinensische Propaganda?

Schlimm und dramatisch genug, daß solche Unfälle passieren - genauso schlimm, daß Menschen wie Sie so etwas als Propaganda benützen.

PS: Am Wochenende wurde eine 3-jährige von ihrer Mutter mit dem Traktor überfahren. Sind sie da auch der Ansicht, daß diese Frau ihr Kind absichtlich getötet hat?

F S 3
21
Wie tief muß eine Hasbarnik-Drohne denn noch sinken, um sich selbst der Realität noch verweigern? Zu ihrem Pech wurde der Mord an Rachel Corrie…

…in Bildern festgehalten, die ausnahmsweise einmal nicht durch das isreale Wahrheitsministerium verändert werden konnten.

miriam7
01
Schade, daß Ihr letztes posting nicht durchkommt -

würde mir die Antwort erleichtern.

Geht aber auch so:
Keine Drohne - keine Kampfposterin - ich denke immer nach, bevor ich die Finger in Bewegung setze - ich fühle mich nicht beleidigt (wie man der Formulierung im vorigen posting entnehmen kann).

Alle anderen guten Tipps von wegen Recherche hatte ich vorab schon erledigt. Nicht einmal auf der Memorial-Seite gibt es irgendetwas, das Ihren Vorwurf des Mordes und des zweimaligen Überfahrens unterstützt.

Das FS3 sollte vielleicht einmal versuchen, objektiv und realitätsnah über Dinge zu berichten. Das Verbreiten von persönlichen Meinungen fällt mE nicht unter den Begriff berichten.

F S 3
12
Diejenigen Personen, die bei Rachel Corries Ermordung dabei waren, haben dort genau ihre Beobachtungen aufgelistet, unter ihnen eine Aktivistin, die sich "Starhawk" nennt. Weiters finden sie in der BBC-Doku vom 22.11.2003 "WHEN KILLING IS EASY" die…

…Fakten schön aufgelistet. Neben Fr.Corrie, die das Haus eines pal.Arztes vor dem Niederwalzen mit ihrem Körper schützen wollte, werden dort das Abknallen des brit.Fotografen Tom Hurndall am 11.4.2003 - der ein pal.Kelinkind mit seinem Körper schützen wollte - und die Ermordung des brit.Kameramannes James Miller am 2.5. durch einen Scharfschützen der glo'eichsten Verteidigungsarmee dieser Welt behandelt.

Das FS3 berichtete…

Der Weise von Zion
00

merkwürdig
weder konkrete bilder noch eine seriöse augenzeugin
und das problem war ja, dass auch corrie unter falschen namen agierte, tz, tz
diese organisation, die für sie verantwortlich war, war und ist höchst unverantwortlich
es ist daher wenig erstaunlich, dass sie in israel verboten ist

miriam7
01
Das FS3 berichtete…

wie FS1 und FS2 über irgendwelche Dinge, die nicht gefragt waren.

FS3 berichtete "... der Mord an Rachel Corrie in Bildern festgehalten". Ich habe nach einem link zu diesen Bildern gefragt.

Haben Sie nicht - nehme ich zur Kenntnis.
Alles andere ist blabla, mit dem Sie versuchen Menschen zu diffamieren, die nicht Ihre Ansicht vertreten.

miriam7
01
Hasbarnik-Drohne

Falls Sie mich damit meinen, hätte ich gerne, daß Sie mir erklären, was das ist oder sein soll, damit ich darüber nachdenken kann, ob Menschen wie Sie mich beleidigen können oder nicht.

Und was die Bilder betrifft, würde ich Sie bitten, den link zu schicken, weil das einzig gesicherte, was ich finden kann, ist das sie von einem Panzer überrollt wurde. Und das habe ich nicht bestritten.

F S 3
22
Das FS3 nahm an, daß sie Bescheid wissen - vor allem wenn so eine "pointierte" Antwort erfolgt - oder daß sie zumindest selbst zu einem Thema nachforschen, bevor sie solches schreiben…

…Das FS3 berichtet über - oft unterberichtete - Tatsachen und Fakten.

Sie hätten leicht die memoriam Webpage v. RC auffinden können (rachelcorrie.org) - oder eine google-Suche nach Bildern starten können.

Das FS3 bedauert, daß sie sich beleidigt fühlen, aber vielleicht hätten sie ganz einfach zuerst - s.o.- vor dem Posten etwas nachdenken sollen…



PS: Als "Hasbarniks" bezeichnet man Kampfposter, die weltweit von einer speziellen Division im isr.Außenmini mit Worthülsen versorgt werden und deren wesentlichste Aufgaben darin bestehen, zu vertuschen und zu provozieren, sowie positive Stimmung für den Staat Isreal zu machen.

Fritz Wunderlich
20

laut gericht von einem umfallenden baumstamm getoetet
nun ja, pallywood

Berolina Schreibmaschine
11
Ich hätt da noch mal eine Frage:

die Israelis sind aus Gaza raus, Siedler mitgenommen, die ersten bewohner träumten schon vom Tourismus kann ich mich erinnern, dann hat die Hamas die Fatah überfallen, Tote, dann wurde Gaza zur Raketenabschussrampe für Quassam Raketen (wer bitte finanziert der Hamas denn so was und wie kommen die da hin??) und die Bevölkerung zum lebendigen Schutzschild. Also die Frage ist: Wenn die Israelis auch aus den anderen bes. Gebieten abrücken, sind sie umzingelt von paramiltärischen Inseln, also was sollen die bitte tun, ich wüsst auch nicht, wie ich das meiner Bevölkerung, die schliesslich ebenfalls dauernd abgeschossen wird, erkläre.

Sahin A.
01
Gilt das auch für Schlauchboote?

In dubio pro reo
53
Gutmenschen provozieren internationalen Konflikt

und die Jelinek bläst sich wahrscheinlich gerade ihre Schwimmflügerln auf, willkommen im Sommerloch!

Ernst Guevara
67
im mexikanischen bundesstaat oaxaca

wurde vor ein paar wochen eine humanitäre karawane von todesschwadronen der regierungspartei überfallen und zwei menschen ermordet. die karawane sollte hilfsgüter in eine von den todesschwadronen abgeriegelte gemeinde bringen. wo waren damals die vermeintlichen menschenrechtskämpfer, die immer dann ihr maul ganz weit aufreissen, wenn israel im spiel ist? keine forderungen nach sanktionen gegen mexiko? wohl kaum, denn in diesem fall kann man ja nicht gegen die juden hetzen.

Berolina Schreibmaschine
12
Südamerika ist out

kann man dazu nur sagen.

Was da passiert, da kräht kein Hahn mehr danach.
Früher war das im Zentrum des Interesses und viele sind da hingefahren.....Schon interessant, wie sich der Wind dreht...

grumbleduke
 
11
Alles klar: Für Sie ist das israelische Heer also gleichzusetzen mit mexikanischen Mördertruppen.

Danke für den Input!

Ich werde bei den nächsten Aktionen der IDF gerne Ihre Einschätzung der israelischen Armee übernehmen.

BK W. Shoyssel
11

ja, wo ist denn da der Moonie?

hamstertier
10
an ernst

richtig.
auch die (wirklich) verhungernden kinder bekommen keine extraladung hilfmittel von den friedensaktivisten, wahrscheinlich, weil dort islamistische fundis am werk sind, gegen die aufzutreten ist gegen die linie.

christoph hofbaur
11

weil die westliche presse und damit die volksmeinung so tolerant gegenueber dem islam ist?
ist es ihre idee religioes aufhetzen zu wollen?

hamstertier
11
an hofbaur

es ist nicht von westlicher presse die rede, sondern von "friedensaktivisten".
religiös aufhetzen ist das geschäft der radikalen islamisten, nicht das meinige. die nämlich mißbrauchen den islam, um ihre politischen machtgelüste auszuleben.

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