Hohe Auktions-Erlöse für österreichische Kunst in London

3. Juni 2010, 21:11
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Restituiertes Romako-Bild erzielte achtfachen Schätzpreis

Wien - Großen Erfolg für österreichische Kunst brachte in London am Mittwoch die Sotheby's Auktion von Europäischen Gemälden des 19. Jahrhunderts: Friedrich von Amerlings "Porträt von Joseph von Amerling, 1829" verdoppelte mit 127.250 Pfund (rund 153.000 Euro) den ursprünglichen unteren Schätzwert von 60.000 Pfund. Auch Franz Richard Unterbergers "Manderaggio in La Valletta, Malta" (Schätzpreis 20.000 bis 30.000 Pfund) erzielte mit 39.650 Pfund (47.600 Euro) einen Preis über den Erwartungen. Hans Makarts "Selbstbildnis, 1982" blieb mit 18.750 Pfund im Rahmen der Schätzung, Rudolf von Alts "Ansicht von Salzburg, 1873" (Schätzpreis 10.000 bis 15.000 Pfund) ging sogar für 39.650 Pfund (47.600 Euro) weg.

Große Freude dürfte bei jenen Erben herrschen, die Anton Romakos vom Belvedere restituiertes Bild "Ungarischer Bauernhof, 1870" (Schätzpreis 6.000 bis 8.000 Pfund) versteigern ließen: Das Werk erzielte in London sagenhafte 49.250 Pfund (59.092 Euro).

Spannend wird es bei Sotheby's noch einmal am 23. Juni, wo gleich fünf Klimts zur Versteigerung gelangen: Auf bis zu 120.000 Pfund (140.000 Euro) werden "Portrait of a girl with bared breast, 1916" und "Stehender Mädchenakt nach links, 1900" geschätzt, gefolgt von "Zwei Mädchenakte, 1900" (bis zu 90.000 Pfund) und "Portrait of Gertrude Flöge, 1900" (bis zu 80.000 Pfund) und schließlich "Portrait of a woman, 1916/17" (bis zu 60.000 Pfund).

Am selben Tag wartet auch Christie's mit großen Werken auf: Im Rahmen des "Impressionist and Modern Art Evening Sale" wird das 1917/18 gemalte und 2009 vom Linzer Lentos restituierte Bildnis "Ria Munk III" zu einem Schätzpreis von 14 bis 18 Millionen Pfund (16,5 Mio. bis 21,3 Mio. Euro) versteigert. Insgesamt werden 63 Werke zu einem Gesamtschätzpreis von 163 bis 231 Millionen Pfund angeboten. (APA)

 

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