Die schwersten Gasexplosionen

3. Juni 2010, 20:02
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Wilhelmsburg 1999: Am 3. Dezember sterben in Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten) neun Menschen. Es ist das bisher schwerste Gasunglück in Österreich. Ein Blitzschutzmonteur hatte die Gasleitung angebohrt, Techniker der EVN hatten es unterlassen, bei der Schadensbehebung die Gaszufuhr abzuschalten, nur unzureichende Messungen durchgeführt und auch die Wohnungen nicht überprüft, ehe die Evakuierung - zu früh - aufgehoben wurde.

Atzenbrugg 2000: Bei einer Gasexplosion in einem Einfamilienhaus in Atzenbrugg (Bezirk Tulln) stirbt am 1. Mai ein 24-Jähriger. Ursache: Defekt der Flüssiggasanlage.

Wien-Meidling 2004: Am 15. August tötet eine Gasexplosion einen 66-Jährigen und verletzt zwei weitere Personen leicht. Die Detonation verwüstet mehrere Wohnungen.

Hagenbrunn 2009: Eine Tote nach einer Explosion in einem Bauernhaus in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg). Eine 59-Jährige stirbt, ihr 63-jähriger Mann erleidet schwere Verbrennungen.

Fernitz 2010: Verhältnismäßig glimpflich endet ein Gasanschlag im Bezirk Graz-Umgebung: Der Ex-Mann einer 42-jährigen Hausbewohnerin hat eine Gasleitung angesägt und so die Explosion verursacht. Niemand wird verletzt.

Petronell-Carnuntum 2010: Ein Gasofen fliegt in die Luft, als ihn ein 29-Jähriger einschaltet. Der Mann ringt um sein Leben. (red, DER STANDARD; Printausgabe, 4.6.2010)

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