Erdgas: Ungiftig und leichter als Luft

3. Juni 2010, 20:01
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Im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern relativ umweltschonend

Nach der Gasexplosion in St. Pölten, die ein Wohnhaus teilweise zum Einsturz brachte, stellt sich die Frage, wie gefährlich das - vermutlich verwendete - Erdgas ist und wo es vorkommt. Laut dem Lexikon "Brockhaus" ist Erdgas die Sammelbezeichnung für "brennbare, in der Erdkruste vorkommende Naturgase, die überwiegend Methan enthalten". Erdgas ist ungiftig und leichter als Luft. Es kommt in großem Umfang in natürlichen unterirdischen, unter hohem Druck stehenden Lagerstätten vor.

Diese werden angebohrt, das Erdgas dann - meist gereinigt - mit Rohrleitungen über zum Teil große Entfernungen zum Verbraucher transportiert. In Österreich nutzen laut Statistik Austria etwa 30 Prozent der österreichischen Haushalte Gas als Energieträger.

Erdgas entsteht auf zwei Arten: Gemeinsam mit Erdöl oder im Laufe der Inkohlung aus Kohle. Es wandert wie Erdöl in der Erdkruste und bildet beim Vorliegen von Fangstrukturen - mit gasdichten Deckschichten und darunter liegenden porösen Gesteinsschichten - Lagerstätten, die Drücke bis zu 750 bar aufweisen.

Das Erdgas wird vor allem als Brennstoff für Haushalte, Gewerbebetriebe, Kraftwerk und Industrie verwendet. Neben dem Einsatz zu Heizzwecken dient es im privaten Bereich auch zur Warmwasserbereitung und zum Kochen. In geringem Umfang wird Erdgas als Rohstoff in der chemischen Industrie eingesetzt.

Aufgrund der physikalischen und chemischen Eigenschaften ist Erdgas im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern relativ umweltschonend. Schadstoffbildende Bestandteile wie Fluor, Chlor oder Schwermetalle sind praktisch nicht vorhanden. Erdgas-Feuerungen setzen kaum Staub, Ruß, Kohlenmonoxid, organische Verbindungen oder Schwefeldioxid frei, der Ausstoß von Stickoxiden ist sehr gering. Kohlendioxid wird nur in geringen Mengen freigesetzt. (APA)

 

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