BP-Chef entschuldigt sich auf Facebook

3. Juni 2010, 11:54
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Konzernleiter wünschte sich "sein vorheriges Leben zurück"

Der Chef des Energiekonzerns BP, Tony Hayward, hat sich am Mittwoch auf der Internet-Kontaktseite Facebook dafür entschuldigt, dass er am Sonntag erklärt hatte, er wolle "sein vorheriges Leben zurückbekommen". Nach der Explosion auf einer BP-Bohrinsel im April bemühen sich Hayward und sein Konzern erfolglos darum, ein Ölleck im Golf von Mexiko zu verschließen, aus dem Millionen Liter Öl ins Meer strömen. Die Formulierung, "sein Leben zurückzubekommen", war vor allem von den Angehörigen der elf bei der Explosion getöteten Ölarbeiter als kränkend empfunden worden.

"verletzend und rücksichtslos"

Seine Worte seien "verletzend und rücksichtslos" gewesen, schreibt Hayward auf Facebook. "Als ich meine Worte kürzlich las, war ich entsetzt. Ich möchte mich entschuldigen, vor allem bei den Familien der elf Männer, die bei diesem tragischen Unfall ihr Leben verloren haben", schreibt Hayward. Die Aussagen seien nicht repräsentativ für das, was er oder die Mitarbeiter von BP dächten, fügte er hinzu. Er hatte am Sonntag in einem Interview im Fernsehsender NBC die Anrainer der Katastrophenregion um Entschuldigung gebeten und gesagt: "Niemand wünscht ein Ende dieser Geschichte mehr als ich; ich möchte mein vorheriges Leben zurückbekommen."

Faux-pas

Es war nicht der erste Faux-pas des Konzernchefs seit dem Unfall auf der Bohrinsel. Am 18. Mai hatte er im Fernsehsender Sky News erklärt, "die Folgen der Katastrophe werden sehr sehr begrenzt sein". Mittlerweile gilt das sprudelnde Bohrloch als die schlimmste Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. (APA)

  • BP übt sich in Schadensbegrenzung
    foto: epa/tannen maury

    BP übt sich in Schadensbegrenzung

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