81 Oppositionsanhänger begnadigt

3. Juni 2010, 08:56
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Wegen Beteiligung an Protesten nach Präsidentenwahl zu Haftstrafen verurteilt

Teheran - Im Iran sind am Mittwoch 81 Oppositionsanhänger begnadigt worden, die wegen Beteiligung an den Protesten nach der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr zu Haftstrafen verurteilt wurden. Die Entscheidung des obersten geistlichen Führers Ayatollah Ali Khamenei wenige Tage vor dem Jahrestag der Wahl am 12. Juni gilt als Geste des guten Willens gegenüber der Opposition. Diese hat zu Straßenprotesten aufgerufen, und die Behörden haben bereits angekündigt, gegen nicht genehmigte Kundgebungen vorzugehen.

Nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad wurden mehr als 100 Menschen in einem Massenprozess vor Gericht gestellt, und etwa 80 von ihnen wurden zu Todes- oder bis zu 15-jährigen Haftstrafen verurteilt. Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Protesten kamen mehr als 80 Menschen ums Leben. (APA/apn)

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