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Mit Nanoanstrichen wollen Wissenschafter an Häuserfassaden eine Photosynthese ablaufen lassen und nutzbare Brennstoffe erzeugen.
Wissenschafter wollen auf diese Weise Brennstoffe erzeugen
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Selbst wenn intensiv am Ausbau erneuerbarer Energiequellen gearbeitet wird, ist ein kurzfristiger Ersatz fossiler Brennstoffe nicht möglich. Ideal wäre, wenn man das Zuviel an Kohlendioxid in der Atmosphäre sinnvoll verwerten könnte, so wie die Pflanzen, die bei der Photosynthese aus Kohlendioxid und Wasser unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts Kohlenhydrate erzeugen. Forscher von Siemens wollen eine Photosynthese an Häuserfassaden ablaufen lassen. Sie arbeiten an Anstrichen bestehend aus nanometerkleinen Farbstoffteilchen, die wie das Chlorophyll der Pflanzen beim Lichteinfang helfen, und Titandioxid, das ähnlich wie Silizium in einer Solarzelle Licht in Strom verwandeln kann. Auf diese Weise könnte man aus Kohlendioxid Brennstoffe wie Methanol erzeugen.
Wasserstoff aus Wasser
Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sind der künstlichen Photosynthese noch detaillierter auf der Spur. Sie versuchen vor allem den ersten Teil der Reaktion, die Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, nachzubilden und damit einem Traum vieler Wissenschafter näher zu kommen: Aus Wasser direkt und nur mit Hilfe des Sonnenlichts Wasserstoff erzeugen zu können, ohne Einsatz zusätzlicher Energie und Emissionen. In den Labors des MIT wird dazu ein für Menschen harmloses, entsprechend verändertes Virus namens M13 eingesetzt, an dem die für den filigranen Prozess notwendigen Stoffe Zinkporphyrin als Farbstoff und Iridiumoxid als Katalysator andocken und ihm so als eine Art Gerüst dienen und größere Stabilität verleihen. In zwei Jahren soll ein erster Prototyp einsatzbereit sein.
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