SP 48,3, VP 34,6, FP 9, GR 4,2, LBL 4,0

2. Juni 2010, 18:11
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Briefwahlauszählung lässt Landtag auf fünf Parteien wachsen

Eisenstadt - Nach einem Herzschlag-Finale stand am Mittwochnachmittag das Endergebnis der Landtagswahl im Burgenland fest. Laut dem von der Landeswahlbehörde veröffentlichten Resultat hat die Liste Burgenland mit 4,00 Prozent ein Mandat und damit auf Anhieb den Einzug in den Landtag geschafft. Die SPÖ erhielt 48,26 Prozent der Stimmen und verpasste mit 18 Mandaten die absolute Mehrheit.

Die Freiheitlichen, für die 8,98 Prozent stimmten, verfügen im neuen Landtag über drei Sitze. Die ÖVP mit 34,62 Prozent behält ihre 13 Mandate, die Grünen erhielten 4,15 Prozent und haben damit den Verbleib im Landtag mit einem Mandat geschafft.

77,30 Prozent Wahlbeteiligung

Insgesamt gaben mehr als sechs Prozent der Wahlberechtigten - genau 16.228 - ihre Stimme für die burgenländische Landtagswahl per Briefwahl bzw. Wahlkarte ab. Schon mit der Zwischenauswertung am Montag hatten sie den Grünen in den Landtag verholfen, die am Wahlsonntag die Vier-Prozent-Hürde knapp verpasst hatten. Die FPÖ verlor dafür eines ihrer vier Mandate.

Bis zuletzt um den Verbleib im Landtag zittern musste die Liste Burgenland (LBL), die mit der Briefwahl-Zwischenauswertung auf genau 4,00 Prozent fiel - und die für den Fall, dass sie ein Mandat knapp verpasst hätte, bereits mit Wahlanfechtung gedroht hatte. Die SPÖ hatte sich bis zuletzt Hoffnung auf das 19. Mandat gemacht, die die Briefwähler allerdings nicht erfüllten.

Bei der Landtagswahl wurden einschließlich Briefwahlstimmen und Wahlkarten insgesamt 192.246 Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag somit bei 77,30 Prozent und ist im Vergleich zum Urnengang 2005 (81,38 Prozent) um vier Prozentpunkte geringer, ging aus dem am Mittwochnachmittag veröffentlichten Endergebnis hervor. Gültig abgegeben wurden 188.960 Stimmen (98,29 Prozent), 3.286 (1,71 Prozent) waren ungültig.

SP, FP bei Wahlkarten schlechter, Grüne besser

Die Wahlbeteiligung stieg durch die Briefwahl noch deutlich an, am Wahlsonntag (30. Mai) hatte sie nur 70,77 Prozent betragen. Insgesamt wurden 16.228 Wahlkarten abgegeben, 16.035 davon waren gültig. Davon entfielen auf die SPÖ 7.232 Stimmen (45,10 Prozent), für die ÖVP stimmten 6.328 Wähler (39,46 Prozent). Die FPÖ holte 892 Stimmen (5,56 Prozent). Die Grünen lagen bei den Wahlkartenwählern vor der FPÖ; sie konnten 991 (6,18 Prozent) von ihnen überzeugen. 592 Stimmen (3,69 Prozent) entfielen auf die Liste Burgenland. Damit schnitten - wie üblich - SPÖ und FPÖ sowie die Liste Burgenland (LBL) etwas schwächer ab als bei den Wählern, die ihre Stimme am 30. Mai im Wahllokale abgaben, während die ÖVP und die Grünen im Wahlkartenergebnis etwas besser wegkamen. Womit im amtlichen Gesamtergebnis die Stimmenanteile von ÖVP und Grünen etwas höher, die der anderen Parteien etwas niedriger sind als am Wahlsonntag.

(APA)

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