Mit Torres ist zu rechnen

2. Juni 2010, 15:35
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Spanien-Coach Del Bosque über den Stürmer: "Am 16. Juni wird er in perfektem Zustand sein" - Fabregas feiert gegen Südkorea sein Comeback

Schruns-Tschagguns/Wien - Spaniens Teamchef Vicente del Bosque rechnet für die WM-Endrunde in Südafrika fix mit dem rekonvaleszenten Liverpool-Star Fernando Torres. Am Mittwoch trat der "Seleccionador" im Trainigscamp der Spanier in Schruns-Tschagguns Spekulationen entgegen, dass Torres' Trainingspause vom Dienstagvormittag auf einen Genesungsrückschlag hindeute. "Es geht ihm gut, wenn er ausgesetzt hat, dann nur aus reiner Vorsicht", erklärte der Coach.

Am 16. Juni - zum Auftaktspiel gegen die Schweiz in Durban - werde Torres jedenfalls "in perfektem Zustand" sein, prognostizierte der 60-Jährige. Ein Einsatz gegen Südkorea am morgigen Donnerstag in Innsbruck (18.00 Uhr) scheint hingegen unwahrscheinlich, obwohl etwa die Sportzeitung "As" das Comeback schon herbeigeschrieben hatte.

"Wir werden kein Risiko eingehen"

Del Bosque meinte dazu in Schruns-Tschagguns: "Wir werden sicherlich kein Risiko eingehen. Das haben wir noch nie getan und bei Fernando auch nicht. Niemals. Da würden wir dem Spieler keinen Gefallen tun." Torres ist seit 22. April außer Gefecht, als er am Knie operiert wurde.

Hingegen zeichnet sich ab, dass Cesc Fabregas (Arsenal/Riss im Wadenbein) am Donnerstag wieder dabei sein wird. Zumindest mit einem Kurzeinsatz. Fabregas ist seit 31. März ohne Spielpraxis, als er sich im Champions-League-Match gegen den FC Barcelona, der auch als sein künftiger Club gehandelt wird, verletzte. "Cesc geht es sehr gut", sagte Del Bosque, "er hat seit Tagen gut trainiert und wird sicher einer von denen sein, die am Donnerstag spielen."

Tormann-Diskussion

Im Tor dürften sich - wie von langer Hand geplant - Pepe Reina und Victor Valdes abwechseln. Der bisherige Standard-Keeper Iker Casillas wird aller Voraussicht nach eine Pause bekommen. Auf die von den Medien geschürte Tormann-Diskussion ging Del Bosque nur kurz ein. "Es hat immer geheißen, dass es Probleme geben wird, wenn Valdes ins Team kommt. Aber das ist nicht so und darüber sind alles sehr zufrieden."

Valdes selbst habe mit seinen Aussagen dazu beigetragen, die Situation zu entschärfen, sagte Del Bosque. "Er verhält sich vorbildhaft, sowohl mit seinen Worten als auch seinen Taten." Der Barca-Portero hatte am Dienstag erklärt, er verstehe überhaupt nicht, warum Iker Casillas (Real Madrid) in Frage gestellt werde. Dieser war unter anderem wegen eines Fehlers im Testspiel gegen Saudi-Arabien in die Kritik der Medien geraten.

"Es wird überall Änderungen geben"

Der Teamchef kündigte aber auch an, dass es am Donnerstag abgesehen von den Torhütern noch weitere Experimente geben werde. "Es wird überall Änderungen geben. Nicht nur im Tor, sondern auch in Verteidigung, Mittelfeld und Angriff." Del Bosque hatte sich am Dienstag auch den verunglückten Test der Schweizer gegen Costa Rica in Sion (0:1) angeschaut. "Es war nicht ihr bester Tag", kommentierte er die Darbietung der Elf von Ottmar Hitzfeld, "aber ich glaube nicht, dass das die Schweiz ist, auf die wir bei der WM treffen werden."

Außerhalb des Trainingscamps in Schruns-Tschagguns kennt der Optimismus indes keine Grenzen. "As" zitierte eine Umfrage des "Global Football Monitors" unter 100.000 Fans, die Spanien zum absoluten Top-Favoriten der WM stempeln. Ähnliche Töne ließ auch Ex-Teamchef Javier Clemente, der "La Roja" den Titel und David Villa die Ehre des Torschützenkönigs voraussagt, vom Stapel.

Auch Zidane setzt auf Spanien

Und Frankreichs Ex-Star Zinedine Zidane (Welt- und Europameister 1998 bzw. 2000) erklärte zur Freude der spanischen Medien, dass der Weg zum Triumph nur über die "Seleccion" führen werde. "Spanien zu schlagen wird schwer. Wem das gelingt, der wird auch Weltmeister", wurde "Zizou" zitiert.

Del Bosque nannte indes eine Handvoll Favoriten: "In Amerika scheinen Brasilien und Argentinien am stärksten zu sein. In Europa vor allem Deutschland, Italien und England, wobei ich auch die Niederlande dazuzählen würde. Und weil zum ersten Mal eine WM in Afrika stattfindet, können auch die afrikanischen Länder jedem Gegner ein böses Erlebnis bescheren." (APA)

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    del Bosque beschwört seine Männer.

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