Abbas: "Staatsterrorismus" Israels

2. Juni 2010, 12:30
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Abbas ruft Obama zu "mutigen Entscheidungen" auf

Bethlehem - Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat Israel wegen der Erstürmung des Hilfskonvois für den Gazastreifen "Staatsterrorismus" vorgeworfen. "Das palästinensische Volk und die ganze Welt sind mit diesem Terrorismus konfrontiert", sagte Abbas am Mittwoch in Bethlehem. US-Präsident Barack Obama rief er zu "mutigen Entscheidungen auf, um das Gesicht des Nahen Ostens zu verändern".

Darüber werde er bei seinem Treffen mit Obama nächste Woche sprechen, sagte Abbas. Obama will den Palästinenserpräsidenten am 9. Juni in Washington empfangen. Am Mittwoch wollte Abbas im Zuge der von den USA moderierten indirekten Friedensgespräche den US-Nahostgesandten George Mitchell treffen.

Zur Eröffnung einer internationalen Konferenz über Investitionen in den palästinensischen Gebieten rief Abbas in Bethlehem zur Überwindung der israelischen Blockade auf. "So wie die 'Flottille der Freiheit' gekommen ist, die Gaza-Blockade zu durchbrechen, hat diese Konferenz zum Ziel die Blockade der palästinensischen Wirtschaft zu brechen", sagte Abbas.

Bei der Erstürmung des größten von sechs Schiffes mit Hilfsgütern für die Menschen im Gazastreifen durch ein israelisches Militärkommando waren am Montag mindestens neun Menschen getötet worden. Der Schiffskonvoi wollte Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen, der von Israel seit der Machtübernahme der radikalislamischen Organisation Hamas im Sommer 2007 blockiert wird. (APA)

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