Ex-Gouverneur nahm Mondstein mit nach Hause

3. Juni 2010, 17:00
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Der "verschollene Stein von Colorado" ist wieder da - er hing bei John Vanderhoof jahrzehntelang an der Wand

Denver - Ein lange Zeit verschollen geglaubter Mondstein ist im Haus des ehemaligen Gouverneurs des US-Bundesstaates Colorado wieder aufgetaucht. Er war Teil einer Serie von Mondsteinen, die 1974 an sämtliche US-amerikanischen Bundesstaaten sowie an zahlreiche Nationen verteilt wurden. Und auch wenn das aus der Taurus Littrow-Region stammende Steinchen, das im Inneren einer Kristallkugel aufbewahrt ist, kaum größer als ein Fingernagel ist, wird sein Wert doch auf etwa fünf Millionen Dollar (4,1 Millionen Euro) geschätzt. 

Der heute 88-jährige John Vanderhoof war von 1973 bis 1975 Gouverneur von Colorado und nahm die Plakette mit der Kugel damals in Empfang: In besonderer Anerkennung der Leistungen seines Bundesstaats in der Raumfahrt, wie er sich zu erinnern glaubt. Denn die Universität von Colorado habe mehr Astronauten hervorgebracht als jede andere Institution in den USA - darnter auch Eugene Cernan, der als "letzter Mann auf dem Mond" in die Geschichte einging.

Nach dem Ende seiner Amtszeit nahm Vanderhoof den Stein offensichtlich mit nach Hause nach Grand Junction. Dort hing die Plakette 35 Jahre lang an der Wand des Büroraums in Vanderhoofs Haus. Vanderhoof sagte, er habe vergeblich versucht, den Stein mehreren Museen anzubieten. Erst als am Dienstag nach Nachforschungen von Studenten ein Fernsehsender bei dem Ex-Gouverneur anrief, wurde das einstige Missverständnis aufgeklärt. Die Übergabe nutzte Vanderhoof - mit Blick auf die astronautische Vergangenheit der USA - indessen für den Seitenhieb, dass das Weltraumprogramm der NASA einen neuen Schub vertragen könnte. (APA/apn/red)

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    John Vanderhoof und sein langjähriges Studienobjekt ...

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    ... hier noch einmal vergrößert

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