Facebook-Gruppe legt Einkommen offen

2. Juni 2010, 11:04
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Beitrag zur Einkommensgerechtigkeit und Normalisierung der Verhältnisse: "Es tut gar nicht weh"

Als Unterstützung der Forderung von Gabriele Heinisch-Hosek, die Gehälter offenzulegen, hat sich im März eine Facebook-Gruppe gegründet. Der Ansatz der Frauenministerin, Gehälter anonymisiert offenzulegen, ist den BetreiberInnen allerdings viel zu wenig. "Wie immer geht der SPÖ auf halbem Weg die Luft aus. Weil sie das schon vorher weiss, strebt sie den ganzen gar nicht mehr an", meint ein Sprecher der Facebook-Gruppe.

Keine Geheimhaltung

Die InitiatorInnen fordern Facebook-NutzerInnen dazu auf, ihre Gehälter offen zu legen und dies auch ihren FreundInnen zu empfehlen. "Es tut gar nicht weh", so eine der InitiatorInnen, "und Sie können einen Beitrag zur Einkommensgerechtigkeit und Normalisieren der Verhältnisse leisten."

Dass, anders als in Schweden, Einkommen privateste Geheimnisse sind, und dies sogar von den Gewerkschaften verteidigt wird, ist laut Facebook-Gruppe "ein Ausdruck antiquierter patriarchaler Verhältnisse, was Österreich in der EU nicht zufällig auf den vorletzten Platz geschlechtermäßiger Einkommensgerechtigkeit landen läßt." (red)

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