Nine Inch Nails-Gründer Trent Reznor bietet neues Album als Gratis-Download an

2. Juni 2010, 12:06
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Songs stehen als DRM-freie MP3s bereit

Trent Reznor, Gründer der Rockband Nine Inch Nails, setzt nach der britischen Band Radiohead ein weiteres Zeichen für DRM-freie Musikdownloads. Zusammen mit Topspin Media vermarktet der Musiker sein jüngstes "Mini-Album" vorerst ausschließlich kostenlos via Internet.

Bedingungen

Das Album stammt von How To Destroy Angels, nebst Reznor singen darin seine Frau Mariqueen Maandig und der englische Musiker Atticus Ross. Um einen Link zum kostenlosen Download zu erhalten, muss man sich mit seiner Email-Adresse registireren und in eine Mailingliste eintragen. Nach dem erfolgreichen Herunterladen kann man sich aus dieser auf Wunsch wieder austragen.

Das Album

Die Songs werden in Form DRM-freier 320kb/s MP3-Dateien gratis angeboten. Für zwei US-Dollar gibt es die Aufnahmen als Apple Lossless sowie im FLAC- oder WAV-Format. Hinzu kommt das hochauflösende Musikvideo zu "The Space In Between". Am 6. Juli soll das Album in CD-Form in den Einzelhandel gelangen.

Merchandising

Für die Vermarktung wird primär auf Facebook, MySpace, Twitter, YouTube und Vimeo gesetzt. Um zusätzliche Einnahmen einzuspielen wird außerdem der Verkauf von Merchandise-Artikel forciert. Auf der Homepage der Band findet sich ein entsprechender Onlineshop, kauft man dort etwa ein Poster oder T-Shirt spart man sich zwei US-Dollar für die "Hi-Def"-Version des Albums.

Ein Artikel in der E-Ausgabe von Wired demonstriert die Vorteile der digitalen Vertriebsplattform. So lassen sich in dem Bericht die Produktionsstufen eines Songs der Band vereinzelt abspielen. 

Remix

Abseits des Albums bietet Reznor, auf seiner eigenen Remix-Seite, Torrents zu den Multi-Track-Spuren der Songs "A Drowning" und "The Space in Between" an. Interessierte können so einen eigenen Mix aus den beiden Titeln erstellen.

Creative-Commons-Lizenz

Im Gegensatz zu dem Album "The Slip", der Nine Inch Nails, wurde die EP nicht ausdrücklich unter der Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Damals wurde Reznor mit dem "Webby", dem Oscar des Internets, für seine Bekennung zur Offenheit des Internets ausgezeichnet. (red)

  • Trent Reznor setzt zum Vertrieb vorrangig auf soziale Netzwerke.
    foto: facebook

    Trent Reznor setzt zum Vertrieb vorrangig auf soziale Netzwerke.

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