Am Ende das große Zittern

2. Juni 2010, 11:57
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Im Interview erzählt Kerstin Ordelt, wie sie mit einem Punkt Vorsprung die S-MAX-Tour 2010 und damit den S-MAX für ein Jahr gewann und was sich nun für sie ändert

Die Rennen am Österreich-Ring waren nicht spannender: Mit nur einem Punkt Vorsprung gewinnt Kerstin Ordelt die S-MAX-Tour 2010. Kerstin Ordelt ist 24 Jahre alt, geborene Niederösterreicherin, lebt aber seit zwei Jahren in Wien und fährt im nächsten Jahr einen neuen S-MAX, den Hauptgewinn der gleichnamigen Tour. Im Interview erzählt sie vom Geo-Cachen, wie es ihr mit dem Van ging und ob sie schon Schonbezüge für ihren neuen Wagen bestellt hat.

derStandard.at: Du hast in einem deiner letzten Blogeinträge von einer Magnettafel bei euch im Vorraum erzählt, auf der markiert war, wo der S-MAX parkt. Hast du die Tafel inzwischen wieder montiert?

Kerstin Ordelt: Die Tafel hängt noch, aber leider ist dort nur drauf, wo mein momentanes Auto steht. Aber es kommt bald wieder ein S-MAX auf die Tafel: Wir fotografieren das Auto, sobald wir es haben, und kleben das Bild dann auf einen Magneten.

derStandard.at
: Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du gewonnen hast?

Kerstin Ordelt: Ich war sehr erleichtert und eine Unmenge an Stress ist von mir abgefallen. Ich war ab Freitag sehr angespannt, habe aber erst am Montag erfahren, dass ich gewonnen habe.

derStandard.at: Du warst dir am Schluss also nicht mehr sicher, zu gewinnen?

Kerstin Ordelt: Nach dem Action Day war ich noch frohen Mutes. Zwischendurch hat es für mich cool ausgeschaut, aber dann kam das große Zittern, und am Ende habe ich ja nur mit einem Punkt Vorsprung gewonnen.

derStandard.at: Beim Action Day ging es darum, wer das Fahrzeug am besten beherrscht. An dem Tag hast du sie alle in die Tasche gesteckt. Bei dem Bewerb, bei dem zählte, wer eine Runde am gleichmäßigsten fährt, hast du den Tempomaten zu Hilfe genommen. Wie kommt man auf die Idee?

Kerstin Ordelt: Ich bin vorher schon viel mit dem Tempomaten gefahren – auch in der Stadt. Mit der Automatik beschleunigt das Auto von ganz alleine auf 50 km/h und hält dann die Geschwindigkeit. Aber Daniel war ohne Tempomat sogar noch gleichmäßiger unterwegs als ich.

derStandard.at: Aber beim Geo-Cachen hat dir keiner was vorgemacht. Hattest du Erfahrung darin, versteckte Schätze zu suchen, deren Koordinaten du kennst?

Kerstin Ordelt: Ich hab das vorher nie gemacht, aber es hat mir sehr gut gefallen, und ich war dann auch die Erste, die alle Caches gefunden hat. Die Plätze, an die wir geschickt wurden, waren immer toll – darum werde ich das mit meinem Freund auch weiterhin machen. Wir haben auch schon einen Geo-Cache gehoben, der nicht von Ford war. Die Reaktion der Passanten war sehr witzig. Gerade wenn man mit dem Navi in der Hand einen Berg hinaufgeht und das sagt dann: ,Sie haben Ihr Ziel erreicht!‘.

derStandard.at: Das Bloggen auf derStandard.at scheint dir ja auch Spaß gemacht zu haben.

Kerstin Ordelt: Das ging in den ersten beiden Wochen gut, aber dann hatte ich aus beruflichen Gründen weniger Zeit. Aber ich habe versucht, mein Bestes zu geben, weil das merkt der Leser sofort, wenn man sich beim Bloggen zu wenig Zeit nimmt.

derStandard.at: Was wird sich ändern, wenn du jetzt bald den S-MAX abholen kannst, um ihn dann für ein Jahr zu behalten?

Kerstin Ordelt: Ich verkaufe mein derzeitiges Auto, weil das nur herumstehen würde. Ich bin in den vier Wochen der S-MAX-Tour kein einziges Mal damit gefahren. Der Neue ist viel komfortabler, und daran habe ich mich schnell gewöhnt. Bei meinem zehn Jahre alten Wagen ist das Licht schwächer, man sitzt niedriger – der ganze Komfort ist halt weg. Da merkt man schon, was sich in zehn Jahren alles tut.

derStandard.at: Und hast du schon vor, etwas zu ändern, wenn du das Auto bekommst? Kriegt er vielleicht Schonbezüge?

Kerstin Ordelt: Sicher nicht. Es gibt eine Ausstattungsvariante mit belüfteten Sitzen. Da kommen sowieso keine Schonbezüge drüber. Aber auch wenn ich die Sitze nicht im Auto habe: Nein, Schonbezüge auf keinen Fall.

derStandard.at: Wieviele Stunden hast du in die Tour investiert?

Kerstin Ordelt: Das will ich gar nicht wissen. Das Cachen war sehr zeitaufwändig, und auch fürs Bloggen muss man sich Zeit nehmen, vor allem wenn man mit Bildern und Videos arbeitet. Aber es war schön, und ich kann nur jedem raten, bei sowas mitzumachen. Es war lehrreich und lustig – zum Beispiel der Action Day – und das Cachen ist sowieso empfehlenswert. (Guido Gluschitsch/derStandard.at)

  • Mit 17 Punkten sicherte sich Kerstin Ordelt beim Action Day den ersten Platz.
    foto: wolf-dieter grabner

    Mit 17 Punkten sicherte sich Kerstin Ordelt beim Action Day den ersten Platz.

  • Auch bei der Suche nach den Caches übernahm Kerstin Ordelt die Führung - und schickte als erste die Fotos von allen 20 gehobenen Caches ein.
    foto: wolf-dieter grabner

    Auch bei der Suche nach den Caches übernahm Kerstin Ordelt die Führung - und schickte als erste die Fotos von allen 20 gehobenen Caches ein.

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