Rüstungsausgaben weltweit gestiegen

2. Juni 2010, 09:03
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Jahresbericht SIPRI: Binnen zehn Jahren fast verdoppelt - USA geben weltweit am meisten für Rüstung aus

Stockholm - Die Finanzkrise hat Regierungen weltweit nicht von einer Aufstockung ihrer Rüstungsausgaben abgehalten: 2009 wurden 1,53 Billionen Dollar (1,24 Billionen Euro) für Rüstungsprojekte aufgewendet, 5,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des Stockholmer Instituts für Friedensforschung (SIPRI) hervorgeht. Im Vergleich zu vor zehn Jahren war demnach ein Plus um fast 100 Prozent zu verzeichnen.

An der Spitze der weltweiten Rüstungsausgaben standen 2009 dem Bericht zufolge die USA, die für mehr als die Hälfte des Anstiegs (54 Prozent) verantwortlich sind. An zweiter Stelle folgt China, an dritter Frankreich.

Stärkster Anstieg in Asien und Ozeanien

Am stärksten stiegen die Rüstungsausgaben in Asien und Ozeanien, heißt es in dem Bericht weiter. Selbst von der Finanzkrise besonders stark getroffene Länder hätten kaum bei Rüstungsprojekten gespart, sagte SIPRI-Sprecher Sam Perlo-Freeman. Den Angaben zufolge überstiegen die Rüstungsausgaben der USA in Afghanistan inzwischen die im Irak, nachdem Washington seine Truppenstärke am Hindukusch im vergangenen Jahr verdoppelt hat.

Rund 8.100 atomare Sprengköpfe haben die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Indien, Pakistan und Israel dem Bericht zufolge einsatzbereit. Das sind zwar 300 weniger als im Jahr zuvor, allerdings können etwa 2.000 von ihnen binnen Minuten eingesetzt werden. (APA)

  • Nicht nur im krisengeschüttelten Griechenland, das kürzlich für Aufregung sorgte, wird aufgerüstet: Weltweit stiegen die Ausgaben von 2008 auf 2009 um 5,9 Prozent.
 
    foto: epa/simela pantzartzi

    Nicht nur im krisengeschüttelten Griechenland, das kürzlich für Aufregung sorgte, wird aufgerüstet: Weltweit stiegen die Ausgaben von 2008 auf 2009 um 5,9 Prozent.

     

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