"Nahmobil" ausgezeichnet

1. Juni 2010, 12:10
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Projekt widmet sich den Mobilitätsproblemen und Nahversorgungsdefiziten von Frauen im ländlichen Raum

MAKAM Market Research GmbH und FACTUM Chaloupka & Risser OHG haben mit dem Projekt "Nahmobil - Nahversorgung und Mobilität" den Gender Award des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie gewonnen. Das Projekt wurde mit € 10.000 prämiert.

Der Gender Award wurde mit dem Ziel vergeben, Projekte aus den Förderungsprogrammen "Intelligente Verkehrssysteme und Services plus" (IV2Splus) und TAKE OFF, die teilweise noch geringe Beteiligung von Wissenschafterinnen in den Forschungs- und Technologieprogrammen haben, zu steigern. Darüber hinaus soll die Bedeutung von Chancengleichheit und Gender-Aspekten in Forschung und Entwicklung (F&E) unterstrichen werden. 

Frauen tragen negative Konsequenzen der schwindenden Nahversorgung

Zielsetzung des Projektes "Nahmobil" ist die Identifikation und Analyse von Mobilitätsproblemen,
die sich durch Nahversorgungsdefizite ergeben sowie die Erarbeitung neuer Mobilitätslösungen
und Formen der Nahversorgung.

Zielgruppe der Forschungsarbeit sind Frauen im ländlichen Raum. "Innerhalb der sozial schwächeren und älteren Bevölkerungsgruppen haben vor allem Frauen, die negativen Konsequenzen der schwindenden Nahversorgung zu tragen, da sie in erster Linie für die Familien- und Versorgungsarbeit zuständig sind", betont Mag.a Karin Ausserer, Projektleiterin bei FACTUM Chaloupka & Risser OHG.

Vernetzte Arbeit an realisierbaren Lösungen

Die empirischen Forschungsarbeiten werden in Gemeinden in NÖ und Steiermark (das stärkst betroffene Bundesland in Bezug auf Nahversorgungsdefizite) durchgeführt, wobei Gemeinden ohne Nahversorgung, Gemeinden mit einer Nahversorgungseinrichtung und Gemeinden mit mehr als einer Nahversorgungseinrichtung in die Untersuchung mit einfließen.

"In diesem Projekt wollen wir alle involvierten Gruppen, von betroffenen Frauen über Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Handel - insbesondere Lebensmittelhändler, einbeziehen", erläutert Mag.a Ulli Röhsner, Geschäftsführerin von MAKAM Market Research GmbH, "um innovative Lösungen, die auch aus regionalen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten realisierbar sind, zu erarbeiten." (red)

  • Ulli Röhsner und Karin Ausserer konnten mit ihrem Projekt "Nahmobil" den Gender Award einheimsen.
    foto: makam market research gmbh

    Ulli Röhsner und Karin Ausserer konnten mit ihrem Projekt "Nahmobil" den Gender Award einheimsen.

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