Fernost-Leitbörsen schließen uneinheitlich

31. Mai 2010, 12:37
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Rohstofftitel in China unter Druck - Milliardenbörsengang von Windkraftunternehmen Xinjiang Goldwind

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 5,72 Zähler oder 0,06 Prozent auf 9.768,70 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 1,52 Zähler (minus 0,01 Prozent) auf 19.765,19 Einheiten. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.752,60 Zählern und einem Plus von 12,90 Punkten oder 0,47 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 25,4 Zähler oder 0,57 Prozent auf 4.453,6 Einheiten. Abgeben musste auch die Chinesische Börse. Der Shanghai Composite fiel um 2,40 Prozent oder 63,62 Zähler auf 2.592,15 Punkte.

Der japanische Elektronikkonzern Hitachi (plus 3,33 Prozent auf 372 Yen) setzt nach Jahren der Kostensenkungen wieder auf Zukäufe. In den kommenden drei Jahren will der japanische Branchenprimus 70 Prozent seines umgerechnet mehr als 12 Mrd. Euro schweren Budgets für Investitionen der Unternehmenssparte zuweisen, in der Kraftwerke, Bahnsysteme und die Batterieherstellung gebündelt werden. Dabei sollen auch andere Unternehmen aufgekauft werden. Hitachi kündigte an, im Ausland die Verkäufe antreiben zu wollen.

Unter den weiteren japanischen Aktien stiegen Astellas Pharma um 1,70 Prozent auf 2,93 Yen an. Japans zweitgrößter Medikamentenhersteller wurde von den Analysten der Mizuho Securities von "underperfrom" auf "Neutral" hochgestuft. Für gute Stimmung sorgte auch Celartem Technology. Das Unternehmen erhöhte seinen Gesamtjahresausblick zum Nettogewinn um 53 Prozent auf 520 Mio. Yen. Hintergrund sind Konsolidierungseffekte einer chinesischen Tochtergesellschaft. Die Papiere von Celartem sprangen um 17,60 Prozent auf 100.300,00 Yen an.

In China drückten Sorgen vor einer Ausweitung der Schuldenproblematik einiger Euroländer sowie einer Drosselung der chinesischen Konjunktur durch die Regierung auf die Stimmung. Rohstoff- und Stahltitel zeigten sich schwächer.

So fielen Jiangxi Copper, Chinas größter Kupferhersteller, um 4,30 Prozent auf 28,77 Yuan. Zhuzhou Smelter Group, ein Zinkhersteller, sank um 2,70 Prozent auf 10,68 Yuan. Baoshan Steel fielen um 2 Prozent auf 6,35 Yuan. Ein Sprecher der chinesischen Iron & Steel Association teilte mit, dass weiteres starkes Wachstum bei den Stahlexporten schwer zu realisieren sein, da der globale Stahlmarkt aktuell überversorgt ist.

Der chinesische Windkraft-Zulieferer Xinjiang Goldwind Science & Technology will Kreisen zufolge bis zu 1,2 Mrd. Dollar mit einem Börsengang in Hongkong einnehmen. Goldwind werde mehr als 395 Mio. Aktien ausgeben, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person laut dpa-AFX. Das entspreche 15 Prozent der erweiterten Kapitalbasis des Unternehmens, das schon an der Börse in Shenzhen gelistet ist. Die Preisspanne werde zwischen 19 und 23 Hongkong-Dollar für einen Anteilsschein liegen.

Die indische Wirtschaft ist rasant ins neue Jahr gestartet. Die Summe aller im ersten Vierteljahr produzierten Waren und Dienstleistungen war 8,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie die Regierung am Montag mitteilte. Wachstumstreiber war das Verarbeitende Gewerbe, das ein Plus von 16,3 Prozent verbuchte. Schlechter lief die Landwirtschaft, die nur um 0,7 Prozent zulegte.

In Seoul gewannen die Aktien von Cheil Worldwide um 5 Prozent auf 12.600 Won hinzu. Die Analysten der Credit Suisse stuften ihr Anlagevotum für das Unternehmen von "Neutral" auf "Outperform" hoch. (APA)

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