Sind Schwangerschaftsstreifen vermeidbar?

Ursula Schersch
2. Juni 2010, 14:08
  • Die genetische Veranlagung bestimmt mit, wenn es um die Entstehung von Dehnungsstreifen geht.
    foto: apa/epa/armando babani

    Die genetische Veranlagung bestimmt mit, wenn es um die Entstehung von Dehnungsstreifen geht.

Umstritten ist nach wie vor ob tägliches Cremen und Massieren Dehnungsstreifen entgegenwirken kann

Spätestens während der Schwangerschaft werden die so genannten Schwangerschaftsstreifen zum Thema. Das Bindegewebe in der Haut wird während dieser Zeit auf eine harte Probe gestellt - ob und wie gut die Haut dieser Belastung standhält, hängt aber nicht nur von einem Faktor ab.

Rund die Hälfte aller schwangeren Frauen sind, meist gegen Ende der Schwangerschaft, davon betroffen. Die Dehnungsstreifen sind zunächst rosa bis rötlich und verblassen einige Zeit nach der Geburt wieder; als helle Hautpartien, ähnlich Narben, bleiben sie dennoch sichtbar. Meist sind sie parallel angeordnet, unterschiedlich breit und durch längliche Streifen gesunder Haut von einander getrennt. Von den Streifen betroffen ist überwiegend der Bauch, da sich dieser während der Schwangerschaft am meisten ausdehnt. Aber auch auf Brust, Po und Oberschenkeln können sie entstehen, da sich diese Hautregionen ebenfalls dehnen. Ein gesundheitliches Problem stellen die unliebsamen Streifen jedenfalls nicht dar, lediglich ein kosmetisches.

Gewichtskontrolle

Umstritten ist nach wie vor, ob Präventivmaßnahmen wie tägliches Cremen und Massieren der Streifenbildung entgegenwirken können.  Eines steht jedenfalls fest: Auch wer fleißig cremt, massiert, sich gesund ernährt und Sport betreibt, bleibt nicht automatisch verschont. So geben einige Experten hauptsächlich den Genen die Schuld, die das Bindegewebe mancher Frauen straffer, anderer Frauen schwächer und damit anfälliger für Dehnungsstreifen machen. Die genetische Veranlagung trägt daher einen Gutteil dazu bei - genauso wie eine übermäßige Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Die durchschnittliche Zunahme beträgt zehn bis 15 Kilogramm, übergewichtige Frauen sollten weniger zunehmen, untergewichtige mehr. Auch Mehrlingsschwangerschaften oder ein besonders großes Baby steigern den Bauchumfang der Mutter noch stärker und somit auch das Risiko für Schwangerschaftsstreifen.

Entstehung von Dehnungsstreifen

Bei einer Gewichtszunahme kann sich das Bindegewebe der Haut, das großteils aus kollagenen Fasern besteht,  bis zu einem gewissen Maß dem wachsenden Volumen anpassen. Doch ist die Ausdehnung zu stark - wie häufig im Falle einer Schwangerschaft - kann es zu Rissen im Unterhautfettgewebe kommen, die sich als Dehnungsstreifen an der Hautoberfläche zeigen. Hinzu kommt, dass es während der Schwangerschaft zu einem Anstieg des Kortisolspiegels im Körper kommt, der sich auf die Elastizität der Haut negativ auswirkt.

Die Entstehung von Dehnungsstreifen bleibt aber nicht nur Schwangeren vorbehalten, Ursachen wie starkes Übergewicht, übermäßiger Muskelaufbau, rasches Wachstum in der Pubertät oder eine Kortisontherapie können ebenfalls zur Bildung führen.

Behandlungen, die die Narbenbildung positiv beeinflussen, können Dehnungsstreifen zwar mildern und das Hautbild verfeinern, ganz verschwinden werden sie aber nicht. Weder im kosmetischen noch im medizinischen Bereich gibt es derzeit Methoden, die Dehnungsstreifen gänzlich rückgängig machen. Präventionsmaßnahmen sind deshalb, auch wenn sie die Streifen nicht gänzlich verhindern können, immer noch am effektivsten.

Durchblutungsförderung

Jene Fraktion, die den Präventionsmaßnahmen zumindest teilweise Erfolg einräumt, empfiehlt neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr, durchblutungsfördernde Maßnahmen, die die Dehnungsfähigkeit der Haut unterstützen. Dazu zählen Gymnastik, Massagen oder Wechselduschen. Zusätzlich wird die regelmäßige Hautpflege mit Cremen, Lotionen oder Ölen empfohlen. Spezielle Pflegeprodukte können zwar nicht die Stärke des Bindegewebes beeinflussen, positive Effekte sollen aber vor allem durch das Einmassieren auftreten. (derStandard.at, 02.06.2010)

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mhh, ganau das, was frau braucht....

die diskussion, ob sie für ihr aussehen selbst verantworltich ist.

es gibt frauen, die haben schon mit anfang 20 deutliche celulite, andere mit 60 noch nicht. einfach so.
es gibt männer, die haben schon früh eine glatze, manche nie. sollte man jetzt den glatzenmänner vorwerfen, dass sie aufgrund schlechter ernährung oder mangelnden sportes ihr haupthaar verloren haben?

so eine dumpe gesellschaft...

Folsäure hilft bei ....

Schwangerschaft und ist noch dazu Herz-Kreislauf stimulierend. nachzulesen auf: http://www.gesund.co.at/gesund/Me... saeure.htm

hm, schwierig..

habe in der pubertät durch einsetzendes wachstum richtige furchen an popsch und busen bekommen, bin aber keine üppige frau (größe 36).
außerdem hatte meine mutter extrem viele streifen von ihren schwangerschaften.
ich habe dann bei beiden schwangerschaften wirklich jeden tag geschmiert und gezupft und trotz wirklich kräftiger gewichtszunahme (über 20 kg) keine streifen abbekommen.
also ich denke, schmieren hilft:-)

ich frage mich, ob manche hier den artikel auch lesen, bevor sie posten.

zur wiederholung: dehnungsstreifen gibts auch ohne schwangerschaft. es reicht zB schnelles wachstum in der pubertät.

Gibts auch bei Männern. Bei mir wars das zuviele trainieren im Fitnesstudio. Hab so Dehnungsstreifen an den Oberarmen bekommen.

Sind Dehnungsstreifen vermeidbar?

Foto ist eine jugendliche die zuvü gfuttert hat.

Wer heute noch schwanger wird ist selber schuld.

Frustriere/r SingleIn? ;-)

"schwanger" und "schuld" verbinden...

... alle Achtung!

Sofern Sie ihre Haltung auch konsequent selbst durchsetzen, tragen sie eindeutig zur Verbesserung der menschlichen Spezies bei.

Wer heute nicht schwanger wird ist selber schuld.

Naja, manche Menschen haben einfach nicht die biologischen Voraussetzungen ;-)

Die strengen sich einfach nur nicht genug an.

Aso..und wenn man ungewollt schwanger wird, hat man sich also unabsichtlich angestrengt ;-)

Hauptsächlich Ernährung.

Dr.Wolfgang Lutz sagt in "Leben ohne Brot" daß Schwangerschaftsstreifen (Striae) von zuwenig Eiweiß und zuviel Kohlenhydraten in der Nahrung verursacht werden.

Hm, warum hab ich dann keine bekommen trotz reichlich Kohlehydraten?

Eindeutig JA!

Und zwar wenn Frau nicht schwanger wird.

Und jetzt her mit den roten Stricherln.

haben sie den Artikel gelesen?

"Die Entstehung von Dehnungsstreifen bleibt aber nicht nur Schwangeren vorbehalten, Ursachen wie starkes Übergewicht, übermäßiger Muskelaufbau, rasches Wachstum in der Pubertät oder eine Kortisontherapie können ebenfalls zur Bildung führen."

Hauptsächlich Veranlagung

Ich bin ziemlich davon überzeugt, dass der Hauptfaktor die Veranlagung, d.h. die Beschaffenheit des Bindegewebes ist. Ich habe als kleine schlanke Frau drei Kinder davon 2 mit je 4 kg geboren und kein einziges Mal geschmiert. Obwohl der Babybauch enorm war habe ich nie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Ich habe Freundinnen, die haben alles getan um die Streifen zu vermeiden, ohne Erfolg.

Genauso ging's mir - zum Glück auch - nach drei Kindern ganz wenige Streifen,

wobei z. Teil Bekannte mit "nur" einem Kind viel mehr damit "bedacht" wurden.

Nichts hilft, das ist wieder einmal reine Gschäftlmacherei.
Die Ursachen sind 1.Anlage und 2.der körpereigene Cortisonspiegel. Beide von außen nicht beeinflußbar.

Cortisol ist auch ein Stresshormon...hat es nicht einmal in früherer Zeit geheißen, daß Schwangere Stress vermeiden sollen? Könnte zumindest einen Teil des Multifaktoriellen geschehens beeinflussen und Stressfreiheit in der Schwangerschaft meiner Meinung auch ein fundamentales Frauenrecht. Leider nicht immer möglich, aber wünschenswert.

ich bin auch davon überzeugt, daß es was bringt

aber es muß sicher richtig gemacht werden - es hat oberflächlich keinen Sinn... die Schichten die reißen befinden sich unterhalb...

genug Kinder bekommen bei schnellem Wachstum während der Pubertät auch solche Streifen - ist bei mir jedenfalls so passiert - beim Sport war die Restelastizität der Haut nicht mehr ausreichend und es kam zu solchen Streifen am Rücken...

genau so trifft es sehr Dicke...

man fragt sich, ob eine operative Korrektur möglich wäre...

Den Mitesser schon möglichst früh rausoperieren.

Unter Celebrities ist das tatsächlich so üblich, das Kind 4-6 Wochen vor dem Termin zu holen, um der Mutter die Schönheit zu erhalten.

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