Burgenland-Wahl sorgt für Verstimmung in Koalition

31. Mai 2010, 16:16
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Pröll: SPÖ mit populistischem Kurs "an die Wand gefahren" - Faymann: "Beleidigung nahezu jedes zweiten Wählers"

Eisenstadt/Wien - Der jüngste Koalitionsknatsch setzt sich auch am Tag nach der Landtagswahl im Burgenland fort. Nachdem sich SPÖ und ÖVP am Wochenende einen Schlagabtausch um Mindestsicherung und ÖBB geliefert hatten, sorgte ÖVP-Chef Vizekanzler Josef Pröll am Montag mit einer Aussage in der Tageszeitung "Österreich" für Unmut beim Regierungspartner: Die SPÖ sei mit ihrem populistischen Kurs im Burgenland "an die Wand gefahren", sagte Pröll.

Bundeskanzler Werner Faymann konterte daraufhin im Ö1-"Morgenjournal", wenn man 49 Prozent als an die Wand fahren bezeichne, sei dies eine "Beleidigung nahezu jedes zweiten Wählers im Burgenland". Die Tonlage der ÖVP sei "völlig verfehlt", meinte der SPÖ-Chef auf eine entsprechende Frage. Ihm ringe es Respekt ab, wenn eine Partei auf 49 Prozent komme. (red, derStandard.at, 31.5.2010)

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