Deklaration der Balkan-Präsidenten in Sarajevo

30. Mai 2010, 19:02
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"Gemeinsames strategisches Ziel" EU-Mitgliedschaft

Sarajevo/Belgrad - Am Wochenende unterzeichneten in Sarajevo die Präsidenten Kroatiens, Serbiens und Montenegros, Ivo Josipović, Boris Tadić, Filip Vujanović sowie der Vorsitzende des Präsidiums von Bosnien-Herzegovina, Haris Silajdžić, eine "Deklaration über die Förderung gegenseitiger Beziehungen" . Manche sprachen von einem "historischen Ereignis" . Es sei notwendig, dass alle Auseinandersetzungen in der Region friedlich gelöst werden und dass man sich bei der Realisierung des "gemeinsamen strategischen Zieles" - einer Mitgliedschaft in der EU - gegenseitig unterstütze.

Die EU-Erweiterung aufzuhalten wäre ein großer Fehler, der tragische Folgen für die Bürger des Westbalkans hätte, sagte Tadić und versprach, am 11.Juli zum 15.Jahrestag des von bosnischen Serben an Muslimen verübten Genozids in Srebrenica zu kommen. Er rief die Bürger der Region auf, die Mannschaft Serbiens bei der WM in Südafrika anzufeuern, denn sie werde "für uns alle spielen" . Am 2. Juni treffen sich die EU-Außenminister in Sarajevo.

In Mitrovica im Kosovo, mussten am Sonntag bei den von Serbien unterstützten Kommunalwahlen Nato-Truppen serbische und albanische Demonstranten auseinanderhalten. (Andrej Ivanji /DER STANDARD, Printausgabe, 31.5.2010)

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