Kopf des Tages

"Lovely Lena", das neue deutsche Fräuleinwunder

30. Mai 2010 18:47

Nach 28 Jahren holt sie erstmals wieder den Songcontest-Sieg nach Deutschland

Würde es nicht dauernd regnen, das neue deutsche Sommermärchen wäre perfekt. "Lena Superstar" , "lovely Lena" und natürlich das unvermeidliche "Wir-sind- Lena" -Jubeln der deutschen Medien.

Die 19-jährige Lena Meyer-Landrut schaffte, was zuvor erst einer deutschen Teilnehmerin (Nicole, 1982) gelungen war: Den European Song Contest zu gewinnen. "Verrückt, verrückt, verrückt" , sei das, erklärte sie, nachdem ihr Sieg feststand. Dabei wird das Verrückteste erst noch kommen, wenn die junge Frau aus Hannover wieder daheim ist. Deutschland liegt im Lena-Fieber. Ihre Mischung aus Natürlichkeit, Professionalität und einer Portion Frechheit begeistert die Massen.

Meyer-Landrut ist vor allem Gegenentwurf: Anders als die damals 17-jährige Nicole, die 1982 im Outfit einer puritanischen Musterschülerin ihr kleinmädchenhaftes "Ein bisschen Frieden" ins Mikrofon trällerte, hat ihre Nachfolgerin deutlich mehr Power und Selbstbewusstsein.

Auch mit der im Castinggeschäft gut vermarktbaren Story "wie ich mich aus dem Elend nach oben kämpfte" kann Meyer-Landrut nicht dienen. Ihr Großvater Andreas Meyer-Landrut ist ein bekannter Diplomat, der unter Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1989 bis 1994) das Bundespräsidialamt leitete.

Im Alter von fünf Jahren beginnt die Wohlbehütete aus bürgerlicher Familie zu tanzen. Professionellen Gesangsunterricht hat sie hingegen nie, auch Instrument spielt sie keines. Im Herbst 2009, als sie sich auf die Matura vorbereiten soll, bewirbt sie sich lieber, "um mal zu sehen, wie ich ankomme" , bei der von ARD und Pro7 ausgerufenen Casting-Show Unser Star für Oslo, den Vorentscheid zum Song Contest. Als sie ihn gewinnt, freut sie sich darüber mit einem erfrischenden "Verdammte Scheiße" .

Damit beginnt ihr Durchmarsch an die Spitze, wobei das neue Fräuleinwunder stets versichert, ihr mache das alles einfach Spaß. Homestorys lässt sie keine zu, Fragen nach ihrem Privatleben blockt die 19-Jährige mit dem Hinweis "Ich bin zum achten Mal zwangsverheiratet" ab.

Bloß, ganz so Kamera-unerfahren, wie sie zunächst glauben machen wollte, ist Meyer-Landrut nicht. Während der Lena-Hype immer größer wurde, kam heraus: Sie hatte schon ein paar Komparsenrollen im Privat-TV. Bei RTL war für ungefähr drei Millisekunden sogar ihr blanker Busen zu sehen. Das aber schockierte wirklich niemanden. (Birgit Baumann, DER STANDARD/Printausgabe, 31.05.2010)

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der voyeur
31.05.2010 17:03
ICH KANN SIE NICHT MEHR HÖHREN UND SEHEN

UND DAS NACH NUR ZWEI TAGEN_ HIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIILLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLFFFFFFFFFFFFFFFFFFEEEEEEEEEEEE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!§

studor
31.05.2010 20:43
... ja da hilft wohl nur mehr die Couch beim Psycho-Onkel-Doc ;-)

Cuzco
31.05.2010 15:56
Oh my god! Where did she learn English?

Her accent is just rubbish!

Nobody in the UK would speak like that!

She might be nice but the way she speaks is just awful!

Nick Tameer
03.06.2010 14:03

Ich glaube, gerade das ist Teil ihres Erfolgsrezeptes. Süßer deutscher Akzent sagen die einen. Guck mal,wie sympathisch, die kann auch nicht besser Englisch reden als wir, die anderen.

Der Unbekannte
01.06.2010 15:09
Aber

es gibt ja auch in Gb genug Dialekte. Und ich kann versichern, daß ich schon viel viel ärgere Slangs gehört habe. Das war dann nur mehr Kauderwelsch. Oiso, Koffer aus Englandien, dies is a, a Dialekt. Oida (c.o. die zu lange bestrahlten Krocha)

D-AUT 0-0 nach 30 j
01.06.2010 12:25
ich glaube sie ist keine engländerin!

96%
31.05.2010 18:53

ok, beim nächsten contest dürfen die engländer deutsch singen!

Edward NORTON
31.05.2010 17:11
"Where did she learn English?"

The Pot's calling the kettle black!:-)

Jürgen Rembremerding
 
31.05.2010 17:11
Lörning inglisch: lässn foor

schdäpp sfrieh!

Preger
31.05.2010 14:48
Ihr Auftritt war der beste.

Nicht mehr und nicht weniger.

Preger, Teilzeitkuenstler/In

Diverl
01.06.2010 08:35

Sie war eine der wenigen die NICHT singen konnte und bei der Hälfte ging ihr die Luft aus !

Susanne_B
31.05.2010 15:31

Nein. Israel, Belgien und Zypern waren besser.

Dyne
01.06.2010 22:40

Ja, zumindestens besser als Baldrian-weil wirksamer !

1116er
31.05.2010 13:22
ich finde, dass lena vor allem gut gecoacht ist.

bezeichnend fand ich, dass sie bei einer pressekonferenz befragt nach etwas aus ihrem privatleben, ein höfliches 'geht dich nix an' von sich gab - nachdem stefan raab ihr das (ich nehme es an) ins ohr geflüstert hat.
auch ihre weigerung der zusammenarbeit mit BILD passt dazu.

weiter so!
an alle künstler: gebt der yellow-press saures, wenn ihr euch selbst ernst nehmen und künstler genannt werden wollt!

1116er
31.05.2010 13:18
interessant fand ich

wie sich lena für die castingshow beworben hat: es war ein bisserl bewegen und dazu ein lalala....

stefan raab + team haben offensichtlich darin (zurecht) interessantes entdeckt, für dieter bohlen wäre es anlass für einen fäkal-spruch gewesen (darum hat er auch noch nie einen superstar entdeckt, auch keinen mini-star!)

Jake Gittes
31.05.2010 09:25

Ich erklär mir das so: Die Deutschen möchten geliebt werden. Sie spüren, dass sie zwar irgendwie respektiert, vielleicht auch bewundert werden, aber geliebt werden sie nicht in Europa.

Jetzt hat man ihnen einen kleinen Liebesbeweis beschert (zumindest interpretieren sie das so) und deshalb flippen sie so aus.

Nick Tameer
03.06.2010 14:25

Erst das zunehmende Abheben der Preußen und dann natürlich dieser Ösi haben uns viel Sympathie gekostet, aber langsam kommt die tradionelle europäische Zuneigung zum Deutschen zurück, besonders dank Frauen mit Namen wie Lena und Nena, so wie es der Dichter einst prophezieh:

"Deutsche Frauen, deutsche Treue*,
Deutscher Wein** und deutscher Sang!"

* Balkan, Horn von Afrika, Afghanistan etc.
**sprich: "beer"

D-AUT 0-0 nach 30 j
01.06.2010 12:28
kein land wird in gänze geliebt.

dafür leben in jedem land zu viele deppen.

Susanne_B
31.05.2010 13:06

Ich erkläre mir das so:
Fans des Songcontest an sich und Fans des Siegers im Speziellen freuen sich - gleich wo sie leben - wenn "ihr" Sänger gewinnt.

Aber das klingt natürlich ungleich langweiliger als Ihre Küchenpsychologie.

Jake Gittes
31.05.2010 19:33

Sie haben recht. Das ist wirklich langweilig.

120 Jahre Karl Schranz
31.05.2010 09:42
das stimmt vielleicht

aber mein gott, lass sie doch. wenn man lange auf etwas wartet darf man sich auch über gebühr freuen. schau dir mal die posts zu unserer erfolgreichen qualifikation zur u19-EM an. da wird gefeiert, als hätte österreich gerade eine richtige EM gewonnen.

studor
31.05.2010 20:46
Gut so - da freuen wir uns gleich mit - so wie mit Lena ;-)

Jake Gittes
31.05.2010 10:10

Da verstehn sie mich falsch. Im Gegenteil. Ich freu mich für die Deutschen.

Jürgen Rembremerding
 
31.05.2010 09:39
Es sprach Prof. Dr. Sigmund Freudlos

Doc Steel
31.05.2010 07:31
den song contest gibts auch noch?

musikantenstadel für unter 30ig-jährige und die deutschen feiern es wie die papstwahl....

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