Wieviel Populismus braucht die SPÖ?

    30. Mai 2010, 17:56
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    Videocast von Robert Misik, Folge 131: Welche Lehren die Burgenlandwahl für die Sozialdemokraten parat hält

    Die absolute Stimmenmehrheit ist weg, die Mandatsmehrheit wahrscheinlich auch. Aber die Sozialdemokraten freuen sich trotzdem über mehr als 48 Prozent bei der Burgenlandwahl. Den Erfolg verdanken sie einem bizarren Law-And-Order-Populismus, der in etwa der Linie folgte: "Mehr Polizisten, weniger Asylanten." Vor den Wahlen in der Steiermark und in Wien stellt sich für die Sozialdemokraten jetzt die Frage: Wieviel Populismus braucht die SPÖ? Denn ohne einen gewissen Grad an "Populismus", wenn man das dann noch so nennen mag, geht es natürlich in der Politik nicht. Politiker müssen emotionalisieren und sie müssen auch ein bißchen Komplexitätsreduktion betreiben. Seitdem Werner Faymann in der Frage von Vermögenssteuern seine Linie geändert hat und für eine Finanztransaktionssteuer kampagnisiert, sind auch viele SPÖ-Mitglieder fast schon wieder zufrieden mit ihrer Partei. Prima, sagen sie sich, geht ja endlich wieder aufwärts mit uns - sogar der Faymann macht neuerdings ein paar Dinge richtig. Aber man sollte sich nicht zu früh in Sicherheit wiegen. Noch sind das vor allem Marketingschmähs. Also: Bis wir hier bei FS-Misik zum Keppeln aufhören können, ist es noch ein weiter Weg.

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