Streit um US-Basis

Japans Premier verlor kleineren Regierungspartner

30. Mai 2010, 11:34

Sozialdemokraten traten aus Protest gegen Militärstützpunkt auf Okinawa zurück

Tokio - Aus Protest gegen den Erhalt eines US-Militärstützpunkts auf Okinawa ist die kleine sozialdemokratische Partei aus der Regierungskoalition in Japan ausgetreten. Die Entscheidung sei auf einem Treffen ranghoher Parteimitglieder getroffen worden, teilte SDP-Generalsekretär Minoru Hosoda am Sonntag mit.

Durch den Schritt wird Japans Ministerpräsident Yukio Hatoyama weiter geschwächt. Seine Chancen schwinden, bei den Oberhauswahlen im Juli eine Regierungsmehrheit in der zweiten Kammer zu verteidigen. Allerdings müssen die Demokraten durch den Verlust ihres kleinen Koalitionspartners nicht die Regierung auflösen, weil sie im Unterhaus immer noch über eine komfortable Mehrheit verfügen.

Hatoyama hatte Ende August mit seiner Demokratischen Partei DPJ einen historischen Wahlsieg errungen und die konservative Liberaldemokratische Partei LDP nach mehr als 50 Jahren fast ununterbrochener Herrschaft von der Macht verdrängt. Die Demokraten regierten seither mit der SDP und der ebenfalls kleinen Volkspartei. Doch wegen Parteispendenskandalen und dem Wirbel um den US-Luftwaffenstützpunkt Futemma auf Okinawa hat Hatoyama dramatisch an Unterstützung im Volk verloren. Nach einer am Sonntag veröffentlichten Wählerumfrage der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo ist seine Unterstützung auf 19,1 Prozent abgesackt.

Erstmals genießt die Liberaldemokratische Partei (LDP) demnach wieder etwas mehr Zustimmung als Hatoyamas Demokraten. 51,2 Prozent der befragten Wähler waren der Ansicht, Hatoyama sollte wegen der Futemma-Entscheidung zurücktreten. In einem am Freitag verkündeten Abkommen hatten sich Japan und die USA darauf geeinigt, dass die mitten in den Wohngebieten der Stadt Ginowan gelegene Helikopter-Basis Futemma in die weniger dicht besiedelte Küstenregion von Henoko verlegt wird, wo es bereits einen US-Stützpunkt gibt.

Die Beziehungen zwischen den USA und Japan hatten sich stark abgekühlt, als Hatoyama erklärt hatte, Futemma solle nicht innerhalb der Insel verlegt werden, sondern ganz verschwinden. Am Ende konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. Für die Kehrtwende handelte er sich massive Kritik ein. (APA)

Plasmaball
00
31.5.2010, 17:03
Wie? Vergessen einen zu schmieren?

Der Argonaut im Kosmokrator
06
30.5.2010, 15:36
Es ist zum Mäusemelken...

Da freut man sich, dass nach 50 Jahren, während denen sich ein System in Japan aufgebaut hat, das vor Korruption, Freunderlwirtschaft und Schattengeschäften nur so strotzt, endlich mal ein Neuer ans Ruder kommt...

... und dann setzt Yukio Hatoyama erst wieder alles so dermassen in den Sand, weil er genau das Gleiche macht, wie seine Vorgänger.

xx Hour1
34
30.5.2010, 14:47

Yankee go home.
Der Jsapan PM hat sein Versprechen geborchen und das geschieht ihm recht.

was bringt die US Basen akls mehr Vergewaltigte Frauen ?

nach 70 Jahren, kann der große Japan sich selber vor zwerg nord korea schützen.

Jesus "George W. Bush" Christus
00
30.5.2010, 21:24

Kann es sich nicht wirklich, weil es kein angemessenes Militär hat. Und auch nicht leisten kann, bei der Budgetkrise. Das weiß der gute Mann, der sein Forderung nur sagen konnte, weil er nicht die Entscheidung treffen musste, die er jetzt getroffen hat.

Oppositions-Populismus vom Feinsten, aber eben auch nicht sehr realistisch.

Klaus Stiefel
01
31.5.2010, 07:43
Japan ist 5. weltweit punkto Militaerausgaben

http://en.wikipedia.org/wiki/List... penditures

"Kein angemessenes Militaer"?

zimbo
 
21
30.5.2010, 12:37
Was der "koreanische" Torpedo so bewirkt.

Jesus "George W. Bush" Christus
20
30.5.2010, 21:25

Gibt es außer Verschwörungstheoretikern jemanden, der anzweifelt, dass das ein koreanischer Torpedo war? Es wäre nichts einfacheres für die Chinesen, als die USA bzw. Südkorea bloßzustellen. Aber nein, sie schaffens nicht einmal, Nordkorea wie sonst immer zu verteidigen.

Die Fakten sind sehr, sehr eindeutig.

Lukas Chen
01
30.5.2010, 13:43
Die Wirkung des koreanischen Torpedo

Japan braucht doch noch die USA. Nach dem Sinken des Kriegschiffs im Gelben-Meer hat Hatoyama aufgegeben, den US-Stuetzpunkt ganz aus Okinawa zu jagen, sondern will er nur teilsweise davon in einer anderen Insel in Okinawa umziehen lassen. Das aergert sich das Volk in Okinawa.

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