Aller Anfang ist schwer

30. Mai 2010, 16:22
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    foto: apa/oliver berg

    Alle wollen CO2 sparen.

Hofer, Sport Eybl, Danone und die ÖBB tun es, die MA 48, Rewe und Schenker auch: CO2 sparen

Wenn man all die Tonnen CO2 zusammenzählt, die derzeit durch diverse Initiativen schon eingespart werden, bräuchten wir uns keine großen Sorgen mehr um die Zukunft unseres Klimas zu machen. Der Tatendrang scheint gewaltig, nicht nur beim Diskonter Hofer, der sich mit seiner Ursprung-Bio-Produktlinie schlagartig vom nervigen Zwang des Billigseins befreit hat und uns seither mit Prozenten an eingespartem CO2 bombardiert.

Auch das berühmte Marketingunternehmen mit angeschlossenem Sportartikelhandel, Sport Eybl, lässt seine Kunden CO2 sparen, indem es das Fahrrad als boomendes Marktsegment entdeckt hat. Erdgasvertriebsgesellschaften gehen mit wehenden Fahnen voran und stellen ihren eigenen Fuhrpark auf Erdgas um! Danone verankert gleich den ganzen Umweltgedanken auf allen Ebenen des Geschäftsprozesses. Die ÖBB Holding führt Spritspar-Trainings durch, genauso wie Rewe, Schenker und das Transportunternehmen Edwin Weinstabl. Die Wiener Magistratsabteilung MA 48, Straßenverwaltung und Straßenbau, fördert den Radverkehr in Wien, die Pfadfinder haben ein Mobilitätskonzept für das internationale Pfadfindertreffen in Laxenburg entwickelt.

Das ist nur ein kleiner Auszug der Projektpartner, die im Rahmen des Starts der klima:aktiv-Tour des Lebensministeriums ausgezeichnet wurden. Das ist wiederum ein kleiner Wanderzirkus mit ein paar Spritsparfahrzeugen, der in diesen Tagen in Österreichs Hauptstädten haltmacht, um dem staunenden Volke eine strahlend klimaaktive Zukunft zu verheißen. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/28.05.2010)

  • Gefährliche Elektroautos [136]

    Elektrische Spannungen und Ströme, aber auch die Elektromotoren selber bergen hohe Risiken

  • Konflikt Fahrrad versus Auto [268]

    Die Trennung von Rad- und Autoverkehr funktioniert nicht wirklich. Radwege mögen das richtige Symbol sein, aber nicht immer die richtige Lösung

  • Vom autonomen Autofahren [42]

    Autofahren ist vor allem in Ballungsräumen nicht mehr lustig und um das erste verdiente Geld auszugeben gibt es genügend Alternativen zum Auto

  • Start-Stopp: Es gibt längst Besseres [86]

    Die Zukunft gehört Systemen mit Starter-Generator, der unauffällig zwischen Stillstand, Elektro- und Verbrennungsmotorbetrieb wechselt

  • Verkehr in Megacitys [3]

    Die Autoindustrie liefert Konzepte für den Autoverkehr in künftigen Megacitys und denkt über besonders kleine und smarte Fahrzeuge nach

  • Zugfahren als Schnäppchenjagd [185]

    Die Bahn hält Neukunden konsequent fern. Alternativen sind die neue Westbahn - oder der private PKW

  • Radfahren: Fit, aber tot? [256]

    Je mehr Radfahrer sich auf den Straßen tummeln, umso mehr Unfälle gibt es auch

  • Autosalon als Spiegelbild [3]

    Die heurige Automobilausstellung in Frankfurt kehrt auf den ersten Blick wieder ziemlich auf den Boden der Tatsachen zurück

  • Das Auto braucht Straßen [86]

    Das Auto braucht eine Infrastruktur, nämlich Straßen, und die schenken uns die Autohersteller nicht dazu

  • Autofahren mit Biogas [39]

    Biogas wird im Wesentlichen aus landwirtschaftlichen "Abfällen" hergestellt, tritt also nicht in unmittelbare Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion

  • Pendlerpauschale ade? [379]

    Eine hohe Mobilität von Arbeitskräften ist eine Grundlage unseres Wirtschaftslebens. Die CO2-Diskussion betrifft vor allem auch die Pendler

  • Mit den Waffen der Gegner [99]

    Gijs Mom macht sich schon lange Gedanken, warum der Elektromotor vor 100 Jahren den Wettlauf mit dem Verbrennungsmotor verlor

  • Abgas-Erregungsakrobatik [19]

    Bis heute spielen die kompromisslosen Autoverteidiger eine lautstark polternde, aber ziemlich nutzlose Rolle

  • Feinstaubalarm beim Ottomotor [81]

    Die Regelung Euro 5 sieht eine Begrenzung der Partikelmasse vor. Aber nur mit der Partikelmenge lässt sich der Feinstaubanteil erfassen

  • Feindbild Automobil (III) [20]

    Die Existenz zu vieler Autos wird zwar beklagt, als Jobmoter sind Autofabriken aber nach wie vor gerne gesehen

  • Feindbild Automobil (II) [103]

    Fahrrad- und Automobilfahrer waren einst Freunde. Die Freundschaft hatte ein Ende, als das Auto dem Rad davonfuhr

  • Feindbild Automobil (I) [71]

    Das Auto hatte es Anfangs ganz und gar nicht leicht, sich durchzusetzen

  • Porsche-Preis fürs Lichtsparen [21]

    Der Prof.-Ferdinand-Porsche-Preis der TU Wien geht dieses Jahr an Wolfgang Huhn (Audi) und Kamislav Fadel (Automotive Lightning)

  • Gasgeben wörtlich genommen [12]

    Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden Alternativen zu Benzin und Diesel zusehends interessanter, insbesondere Erdgas

  • Gummi braucht Straße

    Die Hoffnung der Autobranche lautet, in den derzeit noch weniger entwickelten Ländern im Laufe der Zeit auf über 500 wie bei uns aufschließen wird

  • Elektromotor rettet Verbrennungsmotor [41]

    Das diesjährige Wiener Motorensymposium prophezeite revolutionäre Zeiten im Automobilbau

  • Flexibler Motorenpapst [43]

    Es werden nur jene technischen Lösungen kommen, für deren Erforschung und Umsetzung in die Praxis sehr viel Geld ausgegeben wird

  • Auf ins Energiesparadies [8]

    Wahrscheinlich befinden wir uns jetzt im letzten Drittel des Erdölzeitalters - und auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger

  • Mit dem Rotstift durch die Verbrauchstabelle [60]

    Mercedes senkt mit Akribie den CO2-Ausstoß seiner E-Klasse, jedenfalls auf dem Papier

  • Automatik ohne Mehrverbrauch [197]

    Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt

Habaguck
00
Werbegags..

und lieb gemeint. Für die Umwelt vollkommen sinnlos.

kauderwelsch11
00
31.5.2010, 11:25

Solange Kurzstreckenflüge billiger sind als der Zug macht das alles keinen Sinn..

Stefan Weilhartner
 
00
16.10.2010, 20:38
Ich nehme an, daß es schwierig ist

wirksame Steuern auf Kerosin für den Flugverkehr zu etablieren.
Und beim Zug steckt halt die ÖBB dahinter, die eine fette Marketingabteilung braucht um den Kunden einzuprügeln daß der Zug eine gute Idee sei.

luke skywalker
10
31.5.2010, 16:32
Solange das "Gründenken" einzig darin besteht die Eisenbahn um horrende Summen zu pushen


wird sich auch nicht viel ändern.

Weil die braucht genausoviel Energie wie Flugverkehr oder alleinfahrender PKW (auch wenn VCÖ und Co in deren Phantasiezahlen ganz was anderes suggeriereen wollen).

http://www.bdo-online.de/cms/uploa... eitrge.pdf

Mork vom Ork
00
18.6.2010, 17:01

naja, wies da drin so schön heißt, der haken liegt bei der auslastung.

Also brauchts wohl neben "billigfluglinien" auch "billigzüge".

Wesentlicher Vorteil des Zuges ist, dass er mit Strom läuft. Wie der Strom gewonnen wird ist dann die nächste Frage ;)

sou cou
00
30.5.2010, 21:48
blöd nur das da wasser aus den kühltürmen dampft..

Uniquin
 
00
30.5.2010, 21:45

Ist ja ganz lieb aber - aber vollkommen sinnlos. Das ist wie eine Zigarette ausdrücken und den Waldbrand nicht zu betrachten. Solange Stahl, Alu, Papier, Zement produziert wird, der Stromverbrauch jedes Jahr zunimmt ...

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