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Mark Zuckerberg: Diaspora ist "eine coole Idee"

29. Mai 2010 16:17

Facebook-Gründer unterstützt den "Facebook" -Herausforderer mit einer Spende

In einem Interview mit Wired spricht Facebook-CEO Mark Zuckerberg über sein Streben nach mehr Offenheit und erklärt, warum er heute kein eigenes soziales Netzwerk mehr auf die Beine stellen würde.

Spende für Diaspora

Rund 200.000 US-Dollar nahm der Open-Source-Konkurrent von Facebook - Diaspora - ein ohne, dass mit der konkreten Entwicklung überhaupt begonnen wurde. Vier Studenten der New York University stecken hinter dem Projekt, für das auch Mark Zuckerberg Geld springen ließ. Um welche Summe es sich dabei handelte, wollte Zuckerberg nicht verraten - warum es aber dazu gekommen ist durchaus.

Diaspora: "eine coole Idee"

Gegenüber Wired betont Zuckerberg, dass er gespendet habe, weil es "eine coole Idee" sei. Es erinnere ihn an eines seiner damaligen Projekte, genannt Wirehog. Dabei handelte es sich um eine friend-to-friend-Filesharing-Plattform die eigentlich aufgrund von Platzmangel auf dem eigenen Server entstand. Damals wollten die Benutzer täglich ihre Fotos austauschen, so der CEO, nur fehlte dafür die Infrastruktur. Deshalb habe man die Angelegenheit dezentralisiert. User konnten fortan einen privaten Webserver installieren und ihre Dateien von der eigenen Festplatte aus hosten. Das Problem, das sich letztlich stellte, sei jenes gewesen, dass dadurch auch Videos und Musik via Internet ausgetauscht wurden. Zuckerberg aber gefalle das Motto der Studenten aus New York: "Wir sollten versuchen, es zu tun." Darum habe er gespendet. Vielleicht gelinge es Diaspora einen neuen Weg zur Dezentralisierung der Daten zu finden und somit Problemen mit mangelnder Privatsphäre aus dem Weg zu gehen.

Heute wäre es anders

Heute würde sich der Facebook-CEO nicht mehr mit einem sozialen Netzwerk selbstständig machen. Es gebe mittlerweile "neue Technologien, die damals nicht existierten", darunter "cloud computing" oder "on-demand cloud storage" von Amazon. Sein Anliegen sei es die Welt "offener" zu gestalten, und diese Vision ließe sich damit heutzutage am besten verwirklichen.

Keine Geldmacherei

Angesprochen auf die Bedenken vieler User, aber auch der Datenschützer und Medien hinsichtlich der Privatsphäre zeigt Zuckerberg Verständnis. Die Privacy-Einstellungen seien bislang "sehr komplex" gewesen und so musste man darauf reagieren. Benutzern der Plattform wird künftig die Möglichkeit gegeben alle Einstellungen, was sie publik machen möchten und was nicht, uneingeschränkt zu kontrollieren. Angesicht der Vorwürfe, dass Facebook zusätzliche Einschnitte in die Privatsphäre der Menschen des Geldes wegen vorgenommen habe, zeigt er sich enttäuscht. Immerhin würde die Plattform weitestgehend auf Werbung verzichten, sowohl auf den einzelnen Seiten als auch bei der Suche. Man würde bereits genug Geld lukrieren, deshalb seien dahingehende Vorwürfe ungerechtfertigt.

Menschennahe

In der weiteren Entwicklung der Facebook-Plattform ist es Zuckerberg ein Anliegen, dem Menschen nahe Produkte zu liefern, heißt es gegenüber Engadget. Zahlreiche Tests hätten gezeigt, dass Benutzer bei Besuch der Facebook-Seite nicht auf irgendwelche Navigationslinks sondern auf die Gesichter von Personen klicken würden.

Bedenken

Etwaige Bedenken aufgrund der neu integrierten "Instant Personalization" hat der CEO keine. Es handle sich dabei vielmehr um ein "Pilotprojekt" mit der Frage: "Was kann ein Unternehmen machen, wenn sie Dinge wirklich selbst anpassen können?" Bei dem neuen Feature können Facebook-User ihre Benutzerinformationen fremden Internetseiten wie Yelp oder Pandora zu Verfügung stellen um diese dort sichtbar zu machen. Auf die Frage ob man deswegen keinerlei Sicherheitsbedenken habe kontert der Facebook-Chef mit dem einfachen "sozialen Plug-In". 100.000 Internetseiten würden dieses unterstützen, so könnte jedermann seiner Seite eine soziale Komponente hinzufügen. Gleichzeitig würden dadurch keine eigenen Daten auf fremden Seiten gespeichert.

Zukunft

Zuckerberg sieht in Zukunft ohnehin eine engere Zusammenarbeit zwischen den Betreibern von Internetseiten vor. Durch einheitliche Datenschutzbestimmungen und eine dichte Vernetzung ließen sich Sicherheitsbedenken aus dem Weg räumen.

Was die Zukunft bringen wird, müsse sich erst zeigen. Es gebe viele interessante Dinge und Wege, doch kann ein Unternehmen nicht alles machen. Deshalb konzentriere man sich auch in Zukunft darauf Menschen die Möglichkeit zu geben, die persönlich wichtigsten Dinge zu teilen sowie mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. (red)

Kommentar posten
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planettraveler
 
29.08.2010 15:54
Alternativen

Leider machen immer die Amerikaner die News, anstatt mal in Europa zu schauen, was es für Social Media Alternativen gibt. Ich selbst benutze www.chocobrain.com, da man hier sogar was dazu lernen kann, und mit etwas Geschick sogar noch seine Taschen durch das Benutzen von Affiliate Programmen füllen kann:
http://www.chocobrain.com/content/M... C0F97F39E0

Fliegender_Robert
04.06.2010 12:15

Leider braucht es noch 3-4 Monate bis Diaspora.

Einstweilen:
http://www.quitfacebookday.com/

und der "Wie lösche ich meinen Facebook Account permanent":
http://www.wikihow.com/Permanent... ok-Account

stj911.org physics911.net
02.06.2010 14:25

Warum hat Zuckerberg immer blue Jeans und den selben schwarzen Pulli an ?

go east
01.06.2010 15:00
hey Zuck!

Du bist ein toller Hecht!!

stj911.org physics911.net
01.06.2010 07:06

Spendet Zuckerberg wirklich 200.000 USD weil er die Konkurrenz "so cool" findet oder was ist sonst der wahre Grund? Danke.

Axi
 
02.06.2010 08:09
wer lesen kann....

[...]Um welche Summe es sich dabei handelte, wollte Zuckerberg nicht verraten [...]
ER hat nicht USD 200.000 gespendet, sondern das Projekt hat insgesamt so viel an Spenden bekommen....
Obwohl sie eigentlich nur USD 10.000 gebraucht hätten.

stj911.org physics911.net
02.06.2010 14:21

ich bilde mir ein, dass am Morgen des 1.Juni der Artikel noch anders formuliert war. Jedenfalls danke für die Richtigstellung, Axi.

Whisker
30.05.2010 16:04

Also Mark Zuckerberg kann man wirklich alles glauben. Allerdings immer erst hinterher...

Posten schadet der Gesundheit
30.05.2010 15:23
"von Amazon"

ist das von zuckerberg zitiert? hätte man ruhig rausstreichen können da es so oder so kein wörtliches zitat war.
"von Amazon" kriegt man ja vieles, aber on demand storage ist mir neu - und wirkt als ob hier dafür geworben wird.

USI
30.05.2010 22:15
Amazon ist eine reine Geldmaschine...

... die verkaufen auch Rechenleistung. Denn es gibt Zeiten, da sind ihre Server nicht ausgelastet. Genial.

unfrieden
30.05.2010 13:51
Hallo!

Ich und ein paar Freunde hätten auch gerne Geld - ich bin mir sicher, dass wir dann auch irgendwas auf die Beine stellen könnten, wenn es auf unseren Konten eingelangt ist.

knievel
30.05.2010 15:24

www.kickstarter.com

falls sie wirklich was vorhaben und nicht nur plauschen...

yomellamo
30.05.2010 14:33

..wenn sie das genügend leuten glaubwürdig vermitteln können, dann bekommen sie auch das geld.

ra mona
30.05.2010 13:04
Facebookparanoja

Soviel regen sich über Fb auf und verwenden es trotzdem,...
Fb kann süchtig machen, niemand wird aber dazu gezwungen sich einen Account zu erstellen!
Und Zuckerberg ist eientlich zu beneiden, egal was für ein Trottel er auch ist, er hatte eine Idee,diese umgesetzt und kann jetzt sehr gut davon leben,...wer hätte das nicht gern?

Lass ma bitte die Kirchen amoi im Dorf...
30.05.2010 15:09

Das intelligenteste Posting ist wiedermal knallrot...

Settembrini
30.05.2010 11:51
Meine 4 Kinder sind jung.

Sie verwenden so Zeugs wie Facebook, um Bekanntschaften zu pflegen, aber nicht, um sie anzubahnen. Kein Mensch braucht Facebook. Was ich von Google nicht sagen würde.

kauf nix
30.05.2010 15:01
kein mensch braucht..

..audi, armani, hillinger, porsche, apple, nivea und wir könnten die liste nahezu unendlich forführen - und trotzdem gibt es die alle. wieso nur??

sljudanka
30.05.2010 15:59
Dei von ihnen angeführten Produkte wurden entwickelt und produziert

um den Nutzern einen Nutzen zu generieren, wie Mobilität, Körperpflege und Datenverarbeitung.

Der finanzielle Nutzen, den der Produzent erhält, ist der genuine Gedanke dahinter.

Sind sie sich da bei facebook auch so sicher?

Immherin geben die User ihre Privatsphäre preis, nur um einen sehr fragwürdigen Nutzen zu ziehen....

kauf nix
31.05.2010 10:48
der nutzen liegt im sinne des betrachters...

...und ist auch bei einer dienstleistung durchaus gegeben. FB hat für einen gewissen teil der bevölkerung einen nutzen und daher ist man durchaus bereit zu zahlen oder sonstiges herzugeben.

Freie Welt
30.05.2010 11:22
"...ist es Zuckerberg ein Anliegen, dem Menschen nahe Produkte zu liefern..."

Hier scheitert die neue Rechtschreibung ziemlich übel...

waun i wü dann du is
30.05.2010 13:01
ja und erst die beistriche

nahm der Open-Source-Konkurrent von Facebook - Diaspora - ein ohne, ...

dieter van teese
30.05.2010 09:03

Der soll mal wieder ne Runde schlafen und ein bissi an die frische Luft gehen.

Ein oder zwei Sonnenstrahlen würden ihm auch ned schaden ...

Markus, nicht immer in den PC gucken tun!

Helmut71
30.05.2010 08:24
letztendlich

bestimmen immer noch die Anweder, ob eine Idee ein Erfolg wird oder nicht. Und der Erfolg gibt Herrn Zuckerberg eben recht..

Dante Alighieri
30.05.2010 01:46

Der Vergleich zur peinlichen deutschen Kopie macht einen sicher ^^

Darius Minor
30.05.2010 00:40
Liebe (red),

es wuerd' die Lesbarkeit entscheidend erhoehen, wenn zumindest der eine oder andere Beistrich richtig gesetzt waer'.

... um von Saetzen wie "Dabei handelte es sich um eine friend-to-friend-Filesharing-Plattform die eigentlich aufgrund von Platzmangel, auf den eigenen Server, entstand." gar nicht erst zu reden ...

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