"Obama-Doktrin" bringt Abkehr von Präventivschlägen

28. Mai 2010 18:31

Präsident legt Eckpfeiler seiner Außenpolitik fest

Washington - In einemoffiziellen Strategiepapier hat US-Präsident Barack Obama nun auch formell die außenpolitischen Leitlinien seiner Amtszeit festgelegt. Darin ist die weitgehende Abkehr von Präventivschlägen gegen "feindliche" Nationen festgeschrieben. Das Dokument sieht zudem eine Stärkung der Rolle internationaler Organisationen und die Zusammenarbeit mit neuen Mächten wie Indien und China vor. Auch soll die Abhängigkeit der USA von ausländischen Ölreserven in den kommenden Jahren verringert werden.

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Washington - Schon im Wahlkampf hat Barack Obama immer wieder die Eckpfeiler seiner Außen- und Sicherheitspolitik in der öffentlichen Debatte eingeschlagen. Jetzt, als Präsident, legt er auch formell seine Sicherheitsdoktrin vor. Militärische Präventivschläge, die noch unter George W. Bush als rechtmäßig angesehen wurden, sind passé. Obama will die Sicherheit der USA künftig mehr durch Partnerschaften und die Zusammenarbeit mit neuen Mächten wie China oder Indien schaffen. Basis der amerikanischen Stärke sei die Wirtschaft, die gestärkt werden müsse.

Mit Blick auf den Iran und Nordkorea wiederholt die Doktrin die Absicht des Friedensnobelpreisträgers, auch "feindliche Länder" einzubinden. Sollten sich diese jedoch nicht an internationale Vereinbarungen halten, drohen ihnen die USA mit internationaler Isolation. Obama bekräftigt außerdem, an der Überlegenheit der USA bei konventionellen Waffen festzuhalten.

"Wir müssen uns über die Stärken und Schwächen internationaler Institutionen im Klaren sein" , heißt es in dem Dokument. Die USA verfügten jedoch nicht über die Option, sich einfach davonzumachen. "Stattdessen müssen wir das Engagement der USA darauf konzentrieren, internationale Institutionen zu stärken und kollektives Handeln zu fördern." Als Ziele werden die Bekämpfung des Extremismus, der Stopp der Verbreitung von Atomwaffen und die weltweite Sicherung nuklearen Materials genannt.

In dem Dokument wird ein Problem nicht aufgegriffen, das außenpolitische Experten als Gefahr für die nationale Sicherheit sehen: Die hohen amerikanischen Schulden bei Staaten wie China. Zu den steigenden Verteidigungsausgaben der Regierung in Peking heißt es, man werde die Modernisierung des chinesischen Militärs verfolgen und sicherstellen, dass sie die Interessen der USA und ihrer Verbündeten "nicht negativ beeinflusst".

Weniger Schulden

Klarer als jeder andere amerikanische Präsident vor ihm zieht Obama die Verbindung zwischen der wirtschaftlichen Stärke und dem Status als Weltmacht. "Wir müssen die Grundlage der Stärke Amerikas erneuern" , heißt es in dem Dokument. Angesichts einer schwächelnden Wirtschaft und einer Rekordverschuldung spricht sich Obama dafür aus, den Staat auf einen haushaltspolitisch tragfähigen Weg zu bringen, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten. Zugleich soll die Abhängigkeit der USA von ausländischen Ölreserven verringert werden.

Die nationale Sicherheitsstrategie muss jeder US-Präsident vorlegen. Auch wenn dabei häufig bereits bekannte Positionen schriftlich festgelegt werden, kann sie Etatverhandlungen und den Gesetzgebungsprozess erheblich beeinflussen. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 29.5.2010)

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GWBfor2012
13.06.2010 00:26

Jetzt wird also wieder die Appeasement-Politik von vor 75 gegenüber (national-)sozialistischen Diktatoren angewendet.
Die Augen zwanghaft verschließen und erst bekämpfen wenn sie direkt vor der Tür stehen oder 3/4 des Kontinents erobert haben. Was kümmert es einen Obama wenn in Saddams Irak Schiiten wie Menschen zweiter Klasse und Frauen wie dritter oder vierter Klasse behandelt werden. Und wenn die Taliban in Afghanistan Homosexuelle und Nichtmuslime hinrichten und Frauen dumm willig halten zucken Obama und seine europäischen Freunde mit den Schultern "Nicht unser Problem".

Obama wird 2012 hoffentlich aus dem Weißen Haus geworfen, wie schon sein linksliberaler pseudo-pazifistischer MitNobelpreisgeschädigter Amtsvorgänger Jimmy Carter.

langkornreis
02.06.2010 16:34
Latest Headlines * flotilla (08:39AM - Wed 02 Jun 2010) * George W. Bush: ‘Starting Wars In Middle East Good For The Economy’

http://www.youtube.com/watch?v=fI446mXonu0

Community3
31.05.2010 01:15
US Constitution May Be Suspended: War, National Emergency and “Continuity of Government”

by Peter Dale Scott
http://tinyurl.com/3yuvb2a

Franz Reisl
31.05.2010 00:05
Milizen auf dem Vormarsch.,.

http://tinyurl.com/354rcgl

Spielverderber1
30.05.2010 10:09
Wenn es ihm gelingt,..

dieses Denken bei der amerikanischen Aussenpolitik zu verankern dann verhindert er damit mittelfristig die Tendenz der Isolation der USA.

Ich glaube es war leichter für die USA den Weltmachtstatus zu erreichen als diesen "Segen" wieder schmerzlos los zu werden (nachdem zuerst die Russen den Krieg praktisch entschieden haben und dann den Kalten Krieg doch verloren).

Den Aufstieg von Indien, China, Russland und natürlich auch der EU kann er sowieso nicht verhindern.

Auch Deutschland wäre in manchen Phasen seiner Geschichte besser beraten gewesen den Versuchungen der militärischen Überlegenheit nicht nachzugeben..

1116er
30.05.2010 08:12
bei all der weiteruntenstehenden (berechtigten) kritik an einzelnen punkten:

was ein system bush (= frontfigur der neocon- und sonstigen irren) angerichtet hat, kann man nicht in einem jahr komplett reparieren...

()
29.05.2010 19:55
Dann muss wohl erst eine false-flag Aktion her bevor der Krieg losgeht..

invodaseibua
29.05.2010 18:08

an diesem tisch wär ich gern mal mäuschen

agarthianer
29.05.2010 13:14
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30.05.2010 08:44
ich habe gehört die sind bei ihrer reise zum golf

an südkorea vorbeigefahren :)

John McClains Jünger
29.05.2010 16:13
Und ein Iran mit Atombomben wobei eine einzige gegen Israel bereits reichen würde um diesen Staat defacto unbrauchbar zu machen ist ihnen offenbar lieber.

Also da hab ich lieber das man einen Präventivschlag gegen Strategische Ziele im Iran fliegt (Raketenbasen, Luftwaffen und Seestützpunkte) oder auch Atomanlagen mit Spezialtruppen infiltriert um das Atomwaffenprogramm zu neutralisieren um danach wieder eine Verhandlungsbasis zu haben.
Weil eines ist 110% sicher sollte der Iran eine A-Bombe haben ist jede Diplomatie umsonst gewesen und außerdem würden ohne zweifel Saudi Arabien, Türkei, Syrien oder Ägypten auch nach der Bombe streben und NahOst Konflikte mit A-Waffen kann doch echt keiner wollen. Deshalb wäre eine Intervention zwar schlimm für die Menschen vor Ort aber es wäre 100mal vertretbarer als das man zulässt das sich eine ohnehin Krisenreiche Region sich mit Atombomben bedroht.

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29.05.2010 19:51
israel hat weit mehr atombomben als der iran

und zwar unendlich mehr.

denn iran hat 0, israel schätzungsweise an die 200

wiviel x 0 = 200 ?

Und Israel führt im gegensatz zum Iran schon Krieg..

Ashtray Heart
29.05.2010 21:33

rein rechnerisch ergibt 0 x unendlich aber auch nicht 200 ;)

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29.05.2010 22:21
stimmt

eigentlich ist n x 0 genauso nah dran wie 0 x 0... *schäm*

John McClains Jünger
29.05.2010 21:02
Man soll also warten bis der Iran ebenso 200 Atomsprengköpfe hat? wobei man bei Israel lediglich vermutet oder schätzt das sie etwa 200

A-Sprengköpfe hat also ist man sich nichtmal sicher.

Achja auserdem wenn es dem Iran nur um Abschreckung gegenüber Israel geht wozu forschen sie dann an Raketen die bis nach Europa fliegen könnten?
Und wenn ihr Ahmadinejad der jugendliche öffentlich hängen lässt, Oppositionelle einsperren und foltern lässt und Israel am liebsten brennen sehen würde Atombomben zur verfügung hat kann die Welt unmöglich sicherer sein.

Mir egal wieviel ihr mir dafür Rote Stricherln verpasst aber euch sollte bewusst sein einem Ahmadinejad könnte es egal sein wenn sein Land und sein Volk dabei umkommt solange er nur soviele Israelis, Amerikaner, Europäer oder andere "Ungläubige" umbringen kann wie möglich. Ein Held wäre er bei Fanatikern in jedem fall.

()
30.05.2010 08:49
der iran hat genauso viel atombomben wie österreich

ich gebe dir recht, es hilft nur ein präventivschlag. am besten gegen alle länder die keine atombomben haben, denn diese Länder könnten ja welche bauen.

Als Grund für den Krieg beantragen wir von der CIA Beweise für Massenvernichtungswaffen. Im Irak hat das ja auch super funktioniert :)
Das geht ganz leicht. Jeder kann diese Beweise schreiben. Man braucht dazu Winword und einen Drucker.

Aber blos nicht Länder wie Israel angreifen, die wirklich Massenvernichtungswaffen haben. Mit denen verbünden wir uns lieber..

John McClains Jünger
30.05.2010 10:47
Der Irak hatte Massenvernichtungswaffen was Saddam damit angestellt hat (vernichtet oder verkauft) weis anscheinend niemand. Immerhin wurden mit Irakischen Chemiewaffen Kurden beschossen.

Und der Iran ist nicht Irak oder Israel. Die Gefahr was bei einem Iran besteht ist eigentlich nicht das sie Atomwaffen oder sonst was haben könnten sondern das im ernstfall fragwürdige Motive ins Spiel kommen könnten. Die Frage ist wie ein Ahmadinejad im fall des falles handeln würde. So ein Mann kalkuliert nicht wie ein US-Präsident nicht mal so wie ein ehemaliger Chrustschow. Im Kalten Krieg wo sich die Supermächte ständig mit Atomwaffen bedroht haben mit dem Höhepunkt der Kubakrise war beiden Seiten klar was mit ihm und seinem Land geschehen würde wenn eine Seite losschlägt. Einem Ahmadinejad oder Ali Chamenei könnte es jedoch gleichgültig sein wenn sein Land/Volk dabei drauf geht solange er so viele Israelis tötet wie nur möglich.

()
30.05.2010 11:47

"Die Gefahr was bei einem Iran besteht ist eigentlich nicht das sie Atomwaffen oder sonst was haben könnten sondern das im ernstfall fragwürdige Motive ins Spiel kommen könnten. Die Frage ist wie ein Ahmadinejad im fall des falles handeln würde."

Worauf basieren diese Vorurteile? Wohl eher auf persönlicher empfindung als auf Fakten.
Woher kommt diese persönliche empfindung? Wohl aus den Medien.

John McClains Jünger
30.05.2010 14:57
Also würden Sie in Israel leben und Ahmadinejad schlägt vor Israel von der Landkarte zu tilgen (was ja wohl aus seinem Mund kam) dann wachen sie

eines Tages auf und der selbe Präsident testet die erste Atombombe würden sie sich dann noch sicher fühlen? Sein sie ehrlich. Außerdem würde es nicht nur Israel sondern auch Staaten in Europa bedrohen.

Und es mag sein das Israel 200 Atombomben hat. Ist sicher nicht ok stimmt aber letzten endes ist ziemlich sicher das alleine die vermutung das Israel diese Waffen hat andere Staaten davor Abgeschreckt Israel anzugreifen. Aber wieviele A-Bomben würde Ahmadinejad für seine Märtyrertat benötigen 1 oder 2? im vergleich wie groß Israel ist würde wohl nur eine funktionierende Bombe reichen.

Achja ich informiere mich über Dokus, Internet und Bücher, Nachrichten sind eher nebensächlich.

()
30.05.2010 15:52
ich versteh trotzdem nicht was dieses iran-bashing soll

Israel führt Krieg
Iran nicht
Israel hat A-Bomben
Iran nicht

Ok, wir müssen Iran unbedingt beseitigen, der ist gefährlich...


"Also würden Sie in Israel leben und Ahmadinejad schlägt vor Israel von der Landkarte zu tilgen ......."

Also würden Sie in Palästina leben,....

Same shit, different asshole.
Iran ist für die gesamte Region nicht gefährlicher als Israel. Auch der Irak war nicht gefährlich.
Der einzige der Krieg in die Region bringt ist die USA und ihr verbündeter Israel. Beide führen Krieg. Und daran ist nicht der Iran schuld.

isidor vom billa
29.05.2010 19:08
"Deshalb wäre eine Intervention zwar schlimm für die Menschen vor Ort..."

Sie dürften noch keine 30 Lenze zählen, stimmts? Wie sonst wäre es zu erklären, dass Sie so nonchalant buchstäblich über tausende iranische Leichen gehen würden, nur um eine angebliche iranische Atombombe auf Israel zu verhindern? Lernen Sie doch Geschichte!
1.Krieg, d.h. Angriffskrieg, ist die schlimmste Katastrophe der Menschheit.
2.Eine iranische Atombombe ist nicht erstrebenswert wie eben alle Atombomben, aber sie würde eher ein Gleichgewicht des Schreckens herstellen als einen Angriff auf Israel oder auf den Iran bedeuten. Wieso halte Sie die iranische Politik prinzipiell für irrationaler als die israelische?
3.Die Appeasement-Politik gegenüber Nazi-DL war erst ab dem Zeitpunkt falsch, als Hitler das Sudetenland besetzt hat...

greenish
29.05.2010 18:29
hören sie doch auf andauernd israels aggressivität auf den iran zu projizieren

schulmeister
29.05.2010 14:51

Zur Vorbereitung eines Angriffs auf die Atomanlagen des Irans will CENTCOM-Chef Petraeus verdeckt operierende Teams der U.S. Special Forces in den Iran einschleusen.
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-... 290510.pdf
Die deutsche Fregatte "Hessen" hat bereits zum zweiten Mal mit einem US-Flugzeugträger den "Ernstfall" geübt und soll jetzt mit der 10. US-Flugzeugträgergruppe auf dem Weg in die Gewässer vor der iranischen Küste sein.
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-... 280510.pdf

Suppentrulli
29.05.2010 11:01

Präventivschläge sind also böse. Schmutzige nichterklärte Kriege durch Drohnenangriffe wie in Pakistan oder Jemen sind dagegen kein Problem. Die Doppelzüngigkeit des Friedensnobelpreisträgers ist nicht zu überbieten.

giftwitwe
29.05.2010 12:51

diese 'schmutzigen' kriege gäbe es nicht wenn die islamisten nicht zigtausende zivilisten jährlich hinterhältig ermorden würden.

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