Weltnichtrauchertag

Rauchfreies Zuhause für Kinder

28. Mai 2010, 11:38
  • Artikelbild
    foto: apa/barbara gindl

    Schon im Mutterleib sollten Kinder vor den Gefahren des Tabakrauchens geschützt werden.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum stellt zum Weltnichtrauchertag den Report: „Schutz der Familie vor Tabakrauch" vor

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Die Weltgesundheitsorganisation hat in diesem Jahr das Thema "Frauen und Rauchen" als Schwerpunkt gewählt, mit einem Fokus auf die Vermarktung von Tabakprodukten an Frauen. Anlässlich des Weltnichtrauchertags stellte die Drogenbeauftragte heute gemeinsam mit dem DKFZ den aktuellen Report des DKFZ "Schutz der Familie vor Tabakrauch" vor.

Rauchen Mütter während der Schwangerschaft, schadet dies den Kindern schon vor ihrer Geburt - zum Teil mit schwerwiegenden Folgen: Rauchende Mütter erleiden häufiger eine Früh- oder Fehlgeburt. Kinder rauchender Mütter sind bei der Geburt oft untergewichtig und es besteht ein mehr als doppelt so hohes Risiko, dass sie innerhalb ihres ersten Lebensjahres am plötzlichen Kindstod sterben.

Kinder vor Tabakrauch schützen

Dazu erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: "Es ist mir ein großes Anliegen, dass Kinder schon im Mutterleib und später in der Familie vor den Gefahren des Tabakrauchens geschützt werden. Deshalb setze ich mich dafür ein, werdende Mütter nachhaltig über die Folgen des Rauchens aufzuklären. Zu einer guten Prävention gehört, dass werdende Mütter von ihrem Arzt auf die Gefahren des Rauchens in der Schwangerschaft hingewiesen und mit konkreten Angeboten zur Tabakentwöhnung unterstützt werden. Diese notwendigen Hilfen für Schwangere dürfen nicht an der Finanzierung scheitern. Die Gesundheit unserer Kinder muss Vorrang haben, deshalb sollte in Gegenwart von Kindern überhaupt nicht geraucht werden."

Auch auf öffentlichen Kinderspielplätzen sieht Mechthild Dyckmans noch Handlungsbedarf: "Weggeworfene Zigarettenkippen auf Spielplätzen sind eine ernst zu nehmende Gefahrenquelle für Kinder, da sie beim Verschlucken schwere Vergiftungserscheinungen verursachen können. Landesgesetzliche oder kommunale Rauchverbote auf Spielplätzen sind deshalb der richtige Weg, um dieser Gesundheitsgefahr zu begegnen."

Passivrauchen mit Folgen

Der neue Report des DKFZ "Schutz der Familie vor Tabakrauch" macht deutlich, welche gesundheitlichen Schäden Kinder und Jugendliche erleiden können, wenn ihre Eltern zu Hause rauchen. Mehr als 1,7 Millionen Kinder müssen in Deutschland jeden Tag zu Hause Tabakrauch einatmen. Passivrauchende Kinder leiden häufiger an Atemwegserkrankungen, Mittelohrentzündungen und Asthma.

Für Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im DKFZ, kommt einem rauchfreien Zuhause eine ganz besondere Bedeutung zu: "Wo immer sich Kinder aufhalten, sollten Erwachsene dafür sorgen, dass nicht geraucht wird. Dies gilt für Familienfeste genauso wie für öffentliche Veranstaltungen in Gemeindesälen oder Festzelten oder bei Vereinen. Kinder sind nicht nur zu Hause, sondern auch an anderen Orten nur unzureichend vor den Schadstoffen des Tabakrauchs geschützt. Besonders hoch ist die Tabakrauchbelastung in Privat-PKW, wenn dort geraucht wird: Die Luft kann dort so verqualmt sein, wie in verrauchten Kneipen."

Rauchverbot im Auto

Der Report gibt Handlungsempfehlungen, wie rauchende Eltern zu einem Rauchstopp motiviert werden können. Erforderlich sind danach auch klare Regelungen, die alle von Kindern genutzten Räume rauchfrei machen.

"Es ist nicht nur eine Aufgabe der Eltern, ihre Kinder vor Tabakrauch zu schützen, sondern auch eine Aufgabe der Politik", so Pötschke-Langer. "Wirksame politische Maßnahmen zum Schutz der Kinder vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch bestehen in einem umfassenden Nichtraucherschutz für Sportstätten, Gemeindesäle und Festzelte sowie für alle Einrichtungen, zu denen Familien Zutritt haben. Ein gesetzliches Rauchverbot im Auto in Anwesenheit von Schwangeren und Kindern sollte ernsthaft geprüft werden. Einem solchen Rauchverbot würden derzeit mehr als 90 Prozent der deutschen Bevölkerung zustimmen - Raucher und Nichtraucher praktisch gleichermaßen." (red)

Der Reportim Internet abrufbar:

WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 250
1 2 3 4 5 6
f.j.neffe
 
11
30.5.2010, 17:43
Selbstkonditionierung kann man ändern

Fast alle Raucher sind RauchenMÜSSER. Sie denken nicht nur bezüglich Rauchen sondern grundsätzlich UNBEWUSST viel zuviel ICH-KANN-NICHT-ICH-MUSS. Als Ich-kann-Schule-Lehrer unterscheide ich den RauchenMÜSSER vom RauchenKÖNNER. Um aufhören zu können, übt man sinnvollerweise erst einmal, in dem ein KÖNNER zu werden, was man aufhören will. KÖNNER wird man durch DENKEN: ICH KANN. Wie das geht, lernt man einfach mit der AUTOSUGGESTION in der hohen Qualität E.Coués. Zu diesem kamen jährlich mehrere zehntausend Hilfesuchende aus aller Welt, um AUTOSUGGESTION zu erleben und zu lernen. Guten Erfolg also!
Franz Josef Neffe

priority
01
30.5.2010, 20:13
KÖNNER wird man durch DENKEN: ICH KANN

Komisch, ich dachte Könner wird man nur durch lernen......

f.j.neffe
 
11
30.5.2010, 20:38
KÖNNEN lernen

Für genaue Ergebnisse ist genaues Handeln vorteilhaft: Durch Lernen wird man nur Lerner, durch Könnenlernen wird man Könner. Ich habe als Ich-kann-Schule-Lehrer immer wieder Kindern geholfen, die so gelernt hatten, dass sie Lernen nicht mehr sehen konnten. Ich erinnere mich an ein Mädchen, dem drehte es den Kopf zur Seite, wenn es das Buch aufschlug, und es bekam den Kopf nicht wieder nach vorn.
Sein ICH-KANN-NICHT habe ich korrigiert und sein angeblich nicht vorhandenes KÖNNEN hochgeachtet. Das ist dem Können so gut bekommen, dass das Kind nicht nur wieder erfolgreich rechnen sondern auch sich bewegen konnte. GELERNT hatte das Kind vorher auch, jetzt hatte es KÖNNEN GELERNT. Das ist ein Unterschied.
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe

priority
00
Ich erinnere mich an ein Mädchen, dem drehte es den Kopf zur Seite, wenn es das Buch aufschlug, und es bekam den Kopf nicht wieder nach vorn. Sein ICH-KANN-NICHT habe ich korrigiert

Korrigiert also?
Wie denn?
Haben sie ihr den Kopf geradegebogen?

f.j.neffe
 
00
Gewachsene Substanz

Nun, ich denke, ich war der erste, der sie nicht gebogen hat und auch nicht daran dachte, sie zu biegen. Ich habe sie so akzeptiert und hoch geachtet, wie sie war, und ihr zugleich ein attraktives Angebot gemacht, sich selbst anders zu sehen. Nach meinem Motto: "Ich glaub an Dich. Schließ Dich mir an, dann sind wir schon zwei." Einen Menschen hinzubiegen, ist a) DRUCK und b) ein unerlaubter Eingriff in sein Leben. Ich habe Druck durch SOG ersetzt, indem ich mich voll der möglichen guten Entwicklung der Talente zugewandt habe. Die Talente kommen schon nach, wenn es für sie interessant ist. Und dann ist das Ergebnis IHRE GEWACHSENE SUBSTANZ und nicht meine Hinbiegung. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

Linkslinke Atheistenhippiegruftiehobbitpunkemanze
31
30.5.2010, 13:52
Rauchverbot im Auto..

.. find ich unnötig. Ich glaube nicht, dass ein Raucher durch die längst automatisierte Handlung des Rauchens abgelenkt wird, und ich bin sicher, dass jemand, der sein Kinder auf der Rückbank einnebelt, das so und so auch zuhause macht, da kommt es auf die verhältnismäßig kurze Zeit des Autofahrens auch nicht mehr an.

Zeit wirds aber für ein generelles Rauchverbot in Lokalen und anderen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen.

schlechter Gutmensch
21
31.5.2010, 00:58
Rauchen im Auto....

... als ich ein Kind war und von meinem Vater im Auto eingenebelt wurde, war das ziemlich schlimm für mich.

Es war dort noch weit unangenehmer als zu Hause, da mir ohnehin im Auto leicht schlecht wurde, und die "verhältnismäßig kurze Zeit" waren recht oft auch lange Strecken von mehreren Stunden....

Abgesehen davon ist Rauchen doch eine Ablenkung, blockiert eine Hand (beim Anzünden ggf auch zwei), erfordert den suchenden Blick zum Aschenbecher, und es gab schon Unfälle, weil heiße Asche, der ganze Tschick oder ein Streichholz runtergefallen ist....

Shark Abuser
10
26.6.2010, 03:04
Im Gegenteil.

Das Rauchen im Auto kann sogar Leben retten, weil Nikotin die Konzentration fördert und das Rauchen aus mehreren Gründen dem Sekundenschlaf entgegenwirkt.

schlechter Gutmensch
01
26.6.2010, 11:36
genau...

..und das Auto braucht auch gleich 2l weniger Sprit pro 100km und wird für's Radar unsichtbar!
:-)))))))))))))))))))

(Wobei: das Süchtige bei Entzug unkonzentriert werden, ist schon klar, aber dann sollen sie halt Krankheits-pausen einlegen und nicht während der Fahrt mit dem Feuer spielen...)

WLG
11
30.5.2010, 18:33

Ein Auto ist aber ein viel engerer Raum als das Wohnzimmer, das man auch jederzeit verlassen kann.

schlechter Gutmensch
22
30.5.2010, 09:08
Das Gesetz ist unnötig....

...denn für Menschen, die ihre eigenen Kinder mit ihren Suchtabgasen belästigen, verstinken und vergiften, benötigt man kein Gesetz sondern bestenfalls eine Diagnose....

xv22
21
30.5.2010, 15:05

Redest du von Autofahrern?

schlechter Gutmensch
12
31.5.2010, 07:39
würdest Du...

... Dein Kind in der Garage einsperren und den Motor laufen lassen?

.. Dein Kind in einem geschlossenen raum mit Zigarrettenrauch einqualmen?

xv22
01
31.5.2010, 12:46

* nein
* nein

schlechter Gutmensch
11
30.5.2010, 23:53
wenn die Eltern...

.. das Kind und das Auto in eine geschlossenen Garage stellen, und dann die Luft mit dem laufenden Motor verpesten: ja (aber so krank wird wohl kaum jemand sein)

wenn die Eltern das Kind in einen geschlossenen Raum stellen, und dann die Luft mit Zigarrettenauch verpesten, ist das aber auch nicht umso viel besser..... (aber so krank wird doch wohl auch kaum jemand sein, oder?)

xv22
00
31.5.2010, 12:47

So krank wird kaum jemand sein? Ich wette, genug Eltern mit Kindern halten sich in Garagen mit ihren Autos auf... abgesehen davon: Warum geschlossen? Wenn Tausende Autos permanent nebeneinander fahren, kriegts auch bei freiem Abzug einen ganz schönen Abgasdunst, wie am Gürtel... und dort gehen genug Erwachsene + Kinder herum

Soph
12
31.5.2010, 17:14
Der Gürtel...

...erreicht aber auch zu schlimmsten Zeiten um Zehnerpotenzen nicht die Schadstoffwerte (CO und Feinstaub) eines Raucher-Wohnzimmers.

priority
00
Sie wissen gar nicht, wie recht sie mit ihrer Aussage haben!!!

Werte bis zu 1200µg hat man dort gemessen.....
Man glaubt es kaum.

Colette
01

das glaub ich nicht.
quelle?

priority
00
Tja Colette....oder Godesberg, oder wie immer sie sich auch nennen

QUELLEN veröffentlichen nur Schwindler und Schönfärber.....

DIE WAHRHEIT KANN MAN GAR NICHT MEHR VERÖFFENTLICHEN!

Und ob sie es glauben.............ist mir reichlich egal.

Colette
00

Mit Godesberg habe ich nichts zu tun.

schlechter Gutmensch
10
und das obwohl am Gürtel,

.. besonders viel Verkehr herrscht und auch besonders viele rauchende Damen zu finden sind.......

baroli
00

....sind sie Konsument oder Zuhälter, oder woher beziehen sie ihre Weisheiten ?

priority
00
Wussten sie nicht.....

Schlechter Gutmensch ist mehrfacher Nobelpreisträger!
In diesen Foren gibts ja nur solche Intelligenzler.

Godesberg
00

Wenn ich es nicht wüsste, würde ich Sie fragen, wie alt Sie eigentlich sind.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 250
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.