Tausendster US-Soldat getötet

28. Mai 2010, 13:35
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McChrystal: Krieg noch lange nicht entschieden

Kabul - Im Afghanistan-Krieg ist am Freitag nach Zählung der Nachrichtenagentur Associated Press der tausendste US-Soldat getötet worden. Die Statistik bezieht sich auf alle in Afghanistan, Pakistan und Usbekistan eingesetzten Einheiten der US-Streitkräfte. Die Liste der im Afghanistan-Krieg getöteten US-Soldaten beginnt mit dem Oberfeldwebel Nathan Ross Chapman, der am 4. Jänner 2002 nach einem Treffen mit Stammesführern in der Provinz Khost überfallen wurde. Der am heutigen Freitag getötete Wayne Shanks kam in Südafghanistan bei der Explosion eines an einer Straße versteckten Sprengsatzes ums Leben.

Der Krieg ist nach den Worten von US-General Stanley McChrystal noch lange nicht entschieden. Der ISAF-Oberbefehlshaber sagte jüngst in einem TV-Interview: "Im Moment würde ich sagen, dass niemand dabei ist, zu gewinnen." McChrystal wertete dies als Fortschritt; noch vor einem Jahr "dachten die Aufständischen, sie seien auf dem Vormarsch, ich glaube, das ist vorbei". Den Plan von Präsident Barack Obama, ab Juli 2011 die Zahl der US-Soldaten in Afghanistan zu reduzieren, halte er für "sehr realistisch". Allerdings werde die Präsenz amerikanischer Truppen in Afghanistan noch weit über diesen Termin hinaus erforderlich sein, um die einheimischen Truppen zu unterstützen. US-General David Petraeus hatte im Februar angekündigt, die Verfolgung der islamistischen Aufständischen werde vermutlich 12 bis 18 Monate dauern. (APA/apn)

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