Krankheit der tausend Gesichter

28. Mai 2010, 10:16
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Informationsveranstaltung in Wien

Wien - Eine Krankheit, die alle Lebensbereiche der Betroffenen beeinflusst: Multiple Sklerose. In Österreich gibt es rund 8.000 Patienten. In den vergangenen Jahren haben sich die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert. Ein Problem sind aber weiterhin viele zusätzliche Aspekte, welche das Leben der Betroffenen beeinflussen. Anlässlich des 2. Welt-MS-Tages (26. Mai) findet am Samstag (29. Mai) in Wien (Hotel Marriott, ab 11.00 Uhr) eine Informationsveranstaltung samt Podiumsdiskussion und Expertenrunden statt.

Die Veranstaltung zielt darauf ab, krankheitsbedingte Probleme in der Öffentlichkeit darzustellen. Es werden interaktiv Informationen über das Krankheitsbild, den Verlauf sowie das Leben mit der "Krankheit der tausend Gesichter", wie MS auch genannt wird, der breiten Öffentlichkeit näher gebracht. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema "MS-PatientInnen in ihrem Arbeitsumfeld". Darüber hinaus werden erstmals Patienten und Angehörige gemeinsam mit Experten in Arbeitsgruppen Antworten zu unterschiedlichen Themen erarbeiten, wie beispielsweise Therapiebeginn, Behandlungsmöglichkeiten, Kinderwunsch, Schwangerschaft und der Umgang mit der Diagnose Multiple Sklerose. Ziel der von der Österreichischen Multiple Sklerose Gesellschaft (ÖMSG) durchgeführten Veranstaltung ist es, die Akzeptanz dieser chronisch verlaufenden Krankheit, die Gehirn, Rückenmark und Sehnerven betreffen kann, in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Ungewisser Krankheitsverlauf

Franz Fazekas, Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie in Graz: "Einerseits stellen sich die Patienten unterschiedlich auf die Krankheit ein, wenn die Diagnose gestellt wird, andererseits nimmt die Arbeitswelt relativ wenig Rücksicht. Leider können wir nicht vorhersagen, wie die Krankheit verläuft. Zu einem großen Teil verläuft sie ja gut. Aber da sie sehr häufig bereits im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auftritt, beeinflusst sie die gesamte Lebensplanung. Oberstes Ziel ist es, dass die Patienten so lange wie möglich in der Arbeitswelt bleiben." Die Multiple Sklerose sei eben eine Herausforderung auch in allen Lebensbereichen. (APA)

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