Israel tritt OECD bei

27. Mai 2010, 22:29

Regierungschef Netanyahu in Paris

Paris - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat in Paris die Aufnahme seines Landes in die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) besiegelt. Die OECD fühle sich geehrt durch den Beitritt Israels sowie Estlands und Sloweniens, die ebenfalls neu aufgenommen wurden, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría am Donnerstagabend. Zuvor hatte Netanjahu Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy getroffen.

Netanjahu sagte, die Aufnahme sei nicht nur eine Bestätigung für die Leistungsfähigkeit seines Landes, sondern auch eine Ermutigung für die Zukunft. Israel hatte nach jahrelangen Verhandlungen grünes Licht für den Beitritt bekommen, nachdem die OECD im Jänner bereits den israelischen Kampf gegen die Wirtschaftskrise gelobt hatte. Die Wirtschaftsleistung in Israel soll dieses Jahr um drei bis 3,5 Prozent steigen. Gefordert hatte die Organisation aber mehr Anstrengungen im Kampf gegen Bestechlichkeit, besonders bei Exportgeschäften israelischer Unternehmen. Nach den drei Neuaufnahmen zählt die Vertretung der Industriestaaten nun 34 Mitglieder.

Palästinenserorganisationen hatten gegen die Aufnahme des jüdischen Staates in die OECD protestiert. Sie kritisierten dabei vor allem die jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem und im Westjordanland.

Vor seiner Teilnahme an der Beitrittszeremonie hatte Netanjahu ein Arbeitsessen mit Sarkozy im Elyseepalast gehabt. Sarkozy habe in dem Gespräch die Hoffnung auf eine scharfe Resolution des UN-Sicherheitsrates im Atomstreit mit dem Iran geäußert, sagte ein Regierungsvertreter. Netanjahu lobte Sarkozy im Anschluss an das Treffen für dessen offene und verlässliche Haltung, die immer von einer klaren Ablehnung eines atomar bewaffneten Iran gekennzeichnet gewesen sei.

Der französischen Tageszeitung "Le Figaro" vom Donnerstag sagte Netanjahu, er habe eine "sehr freundschaftliche" Beziehung zum französischen Staatschef. Er widersprach damit Berichten, wonach der Präsident zunehmend verärgert über die israelische Siedlungspolitik ist.

Netanjahu wollte am Freitag nach Kanada weiterreisen und wird am Dienstag in Washington bei US-Präsident Barack Obama erwartet. Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel waren wegen der Siedlungsfrage zuletzt angespannt. Washington hatte es als Affront empfunden, dass Israel ausgerechnet während eines Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden den Bau 1.600 neuer Wohnungen in Ost-Jerusalem angekündigt hatte. (APA)

tom krishan1
 
30
16.6.2010, 10:26

zwar sollte man ja immer vom guten willen zunächst ausgehen, allerdings zeigte die mitgliedschaft in anderen organisationen, wie z.b. die un, das sich israel ohnehin nicht an die statuten hält bzw. sie beständig zu seinen gunsten ausnutzt, aber nichts einbringt.
insofern im grunde genommen der blanke hohn für die organisation für sicherheit und zusamenarbeit in europa und einmal mehr der hinweis, das auch diese organisation lediglich für die profit- und machtinteressen des westens eintritt.

Ulrich Nagel
00
17.6.2010, 22:20

Es ist aber nicht die OSZE sondern die OECD. Lesen ist einfacher als Denken. Fangen sie langsam mit dem Lesen an, ein Wort nach dem anderen. Irgendwann werden sie vielleicht auch Denken koennen.

tom krishan1
 
20
18.6.2010, 12:03

da haben sie in der tat recht, allerdings sehe ich auch im falle des oecd beitritts nicht hinreichende übereinkunft mit den statuten, insbesondere:

"IM HINBLICK DARAUF, dass eine starke und blühende Wirtschaft zur Verwirklichung der Ziele der Vereinten Nationen, zur Wahrung der persönlichen Freiheit und zur Erhöhung des allgemeinen Wohlstands unerlässlich ist,(...)

art.1
c) im Einklang mit internationalen Verpflichtungen auf multilateraler und nichtdiskriminierender Grundlage zur Ausweitung des Welthandels beizutragen.

http://www.oecd.org/document/... _1,00.html

Dubi Schlau
00
19.6.2010, 09:42

Schwach, sehr schwach!

tom krishan1
 
20
19.6.2010, 13:12

ioch wüsste nicht, was an den grundsätzen "zur Verwirklichung der Ziele der Vereinten Nationen, zur Wahrung der persönlichen Freiheit und zur Erhöhung des allgemeinen Wohlstands unerlässlich ist" schwach sein sollte, aber ganz offensichtlich haben sie keine argumente.

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