Wohnen für einheimische und "neue" Wiener

27. Mai 2010, 21:10
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"Interkulturelles Wohnen" am Nordbahnhof-Areal: Baubeginn im Herbst 2011

Wien - 75 Hektar, 10.000 Arbeitsplätze, 20.000 Bewohner: Das sollen im Endausbau - voraussichtlich 2025 - die Eckdaten des Areals am Nordbahnhof sein. Am Donnerstag präsentierte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SP) die Siegerprojekte der Ausbauphase zwei, die unter dem Motto "interkulturelles Wohnen" steht. 650 neue, geförderte Wohnungen sollen entstehen, dazu Freiräume, Gemeinschaftsgärten und ein Weltcafé. 87,3 Millionen Euro werden investiert, 32,7 Millionen schießt die Stadt zu. Zwischen 50 und 100 Quadratmeter Fläche haben die Wohnungen; 39 davon werden von einer sogenannten Baugruppe mitgestaltet.

Einheimische und "neue" Wiener sollen sich rund um den Nordbahnhof ansiedeln, wünscht sich Ludwig. Konkret sollen mindestens 20 Prozent Mieter mit Migrationshintergrund einziehen. Ludwig rechnet aber eher mit mehr, sagte er am Donnerstag. Gelingen soll das mittels mehrsprachiger Folder und einer Kooperation mit dem Magazin Biber. Eine Integrations- und eine Familienberatungsstelle sollen das Zusammenleben im Multikulti-Wohnareal unterstützen.

Sechs Bauträger kommen im Rahmen der zweiten Ausbauphase zum Zug. Baubeginn für die meisten Wohnhäuser ist im Herbst 2011, die ersten Mieter sollen dann 2013 einziehen. (hei/DER STANDARD, Printausgabe, 28. Mai 2010)

  • Viel Grün, viel Kommunikation: So stellt sich Ludwig das Wohnen am Nordbahnhof vor.
    foto: zoom visual project gmbh

    Viel Grün, viel Kommunikation: So stellt sich Ludwig das Wohnen am Nordbahnhof vor.

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