Kratzen, tanzen, Stimmengewirr

Julia Schilly, 2. Juni 2010, 16:00
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foto: staatsakt

Hans Unstern: "Kratz dich raus"

"Mein Leben hangelt sich an Autobahnen entlang/Automobile hasse ich mehr als alles/Werd mir einen Zebrastreifen malen/Wie sie ihrem Ziel entgegen rasen/Wie sich auf der Ueberholspur Penisse jagen", mit diesen Zeilen beginnt das Debütalbum des Berliner Hans Unstern. Der Protegé der österreichischen Band Ja, Panik kann auf "Katz dich raus" jedoch auch von Asphaltkissen und vertrockneter Tinte für ein dickes Buch im Bauch erzählen und möchte mit einer Mathilde im Supermarkt vor dem Salat tanzen. Unstern war als Straßenmusiker in Europa unterwegs, die Geschichten des Albums entstanden auf seiner Reise.

Musikalisch lässt sich Unstern nicht in eine Schublade einordnen. Wie immer kommen dann von der Musikpresse Vergleiche mit Tom Waits und Björk. "Kratz dich raus" lässt Weird Folk anklingen, etwas die Attitüde der Goldenen Zitronen, Free Jazz und Chanson. Seine markant eingesetzte Stimme hat Die Zeit veranlasst, ihn "Radikalchansonnier" zu nennen.

"Zu Hause kochst du dir deine eigene Buchstabensuppe/Wenn dir das Salz fehlt/beweine die Unwoerter auf deinem Loeffel" (Coversong) - dem Musiker ist es mit seinem Debütalbum gelungen seine eigene Buchstabensuppe zu servieren.

(Label: Staatsakt)

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hasenpower
30
aber hallo...

traurige bands sind ungut. fröhlichkeit gehört her:
http://www.youtube.com/watch?v=QVEm72Cl5AQ

PostingnameemangnitsoP
02
ehrlich

manchmal nerven die platten, die im standard vorgestellt werden, weil die leut mal wieder uuuuuur krea-tief sein müssen.

diesmal aber habt's ins gold-töpfchen gelangt, vielen dank für die tipps

poledo2
 
01
Unstern...

...tolles Zeug!

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